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Grünen-Politiker verwandeln sich online in "Super Mario"

Im Online-Spiel "Super Gruene" machen sie die AfD platt und schalten Kohlekraftwerke ab.
  • Supergrüne Cover
    Foto: Screenshot/Supergruene.de

Könnte man sich kurz vor der Bundestagswahl nur zwischen den beiden Grünen-Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir entscheiden, wäre das ein trauriges Deutschland, weil so gar nicht demokratisch. Sicher würden sich die meisten Wähler ein bisschen mehr Auswahl wünschen. Wenn die Welt aber sowieso nur aus wenigen Pixeln besteht und die beiden Politiker darin kleine 2D-Figuren in „Super Mario“-Optik sind, ist das etwas anderes. 

  

Denn so funktioniert das neue Online-Spiel „Super Gruene“, mit dem die Grünen ihren Wahlkampf aufpeppen wollen: Der User kann zunächst zwischen „Super Katrin“ und „Super Cem“ als Superhelden wählen, dann macht sich einer der beiden nach alter Nintendo-Manier auf den Weg. 

Lustig ist das vor allem, weil das Jump-and-Run-Spiel „Super Gruene“ dem Nintendo-Klassiker „Super Mario“ auch in seiner Einfachheit sehr ähnelt: Die politischen Ziele der Grünen sind dementsprechend sehr kompakt zusammengefasst – wodurch natürlich komische, weil so rabiate Bilder entstehen:

 

Die Helden „Super Katrin“ und „Super Cem“ können die rauchenden Schornsteine der Kohlekraftwerke im Spiel nicht springend überwinden, sondern müssen sich vorher heftig den Kopf an schwebenden Mauerstücken stoßen, um die Kraftwerke abzuschalten und so die Luft rein zu halten. Die Bösewichte im Spiel sind nicht wie im Vorbild „Super Mario“ Schildkröten und Geister, sondern mehrere Alexander Gaulands, die klein und schrankig daher kommen. Die Gauland-Miniaturen ereilt dann auch ein ähnliches Schicksal wie die bekannten „Super Mario“-Feinde: Die Videospielhelden springen ihnen auf den Kopf und machen die „Klimaleugner“ der AfD – so werden die Bösewichte am Anfang des Spiels vorgestellt – damit platt. 

 

Das Spiel vermittelt die grundsätzlichen Ziele der Grünen ungewohnt deutlich  – und macht gleichzeitig viel mehr Spaß, als sich durch das Parteiprogramm zu wühlen. Schade allerdings, dass die Musik etwas dudelig und gar nicht „Super Mario“-mäßig daherkommt. Das Spiel ist außerdem schon nach wenigen Minuten zu Ende.

 

Die Idee kommt übrigens nicht von den Grünen selbst, sondern von einem 26-jährigen Niederländer: Arthur Dingemanns veröffentlichte eine erste politische „Super Mario“-Abwandlung bereits im Februar dieses Jahres, als in seinem Heimatland die Parlamentswahlen anstanden. Auch dort wurde einem – im echten Leben zunehmend erfolgreichen – rechtspopulistischen Bösewicht auf den Kopf gesprungen, um ihn zu beseitigen.

 

 

lath

 

Zu echten Inhalten bei der Bundestagswahl:

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