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„Broccoli“ ist ein neues Magazin für kiffende Frauen

Und es sieht sehr, sehr gut aus.

Es gibt ein Magazin für Frauen, die kiffen. Es heißt Broccoli. Man kann es ab sofort gratis vorbestellen. Es ist sehr schön. Das Cover der ersten Ausgabe soll so aussehen:

  • Foto: Screenshot von wwwbroccolimag.com

 

Die Macherinnen meinen das bierernst

 

Nun kann man sich als professioneller Netz-Skeptiker sofort überlegen, ob das Ganze nur ein gut gemachter Hoax ist. Denn das Magazin zelebriert die Pflanze Hanf so kunstvoll, setzt die gelernte Hipster-Ästhetik von Magazinen wie Kinfolk oder The Gourmand so konsequent auf die ikonografischen grünen Blätter um, die man sonst eher von hässlichen Kapuzenpullis kennt, dass man meinen könnte, hier hätten sich ein paar Magazin-Böhmermänner einen sehr ausführlichen Kiffer-Scherz erlaubt. Aber nein. Es verhält sich genau andersrum: Die Macherinnen von Broccoli stammen tatsächlich aus dem Kinfolk-Umfeld und sie meinen das, soweit man das nüchtern feststellen kann, bierernst. 

 

In Portland, der US-Hipsterhauptstadt, sei der „Recreational Use“ (wie man heute den entspannten, maßvollen Konsum von Hanf nennt) schon in vollem Gange, sagt Anja Charbonneau, Macherin von Broccoli, bei Broadly. Also habe sie sich mit ein paar Bekanntinnen aus der Magazin-Branche zusammengetan, um zu schaffen, was der Szene fehlte: ein „wirklich design-orientiertes, konzeptstarkes Magazin.“ Um Cannabis nicht nur als „weiche“ Droge, sondern auch als Produkt, als Lifestyle-Komponente, als Innovationstreiber ernst zu nehmen.

 

Kiffen nun eigentlich mehr Männer oder mehr Frauen?

 

Mindestens so wichtig wie das Hanf ist bei Broccoli aber das Geschlecht der Macherinnen. „Die Firma gehört Frauen, wird von Frauen geleitet, wurde von Frauen gegründet“, sagt Anja Charbonneau. Und wieso? Weil Charbonneau und ihren Mitstreiterinnen in der wachsenden Cannabis-Industrie quasi eine Gelegenheit erkennen, Frauen einen Vorsprung zu verschaffen, bevor, wie sie sagt, „wieder nur weiße reiche Männer“ die Industrie beherrschten wie jede andere. 

 

Diese Dimension löste allerdings eine mittelheftige Diskussion in der jetzt-Konferenz aus: Kiffen nun eigentlich klischeehaft mehr Männer oder mehr Frauen? Diese Frage hatten wir in unsere Kolumne „Jungs- und Mädchenfragen“ sogar einmal ausführlich beantwortet. Fazit: Mädchen kiffen. Sie prahlen nur nicht so damit. Der „Recreational Use“ von Cannabis scheint jedenfalls auch ein weibliches Ding zu sein. Und das trägt Broccoli jetzt auch nach außen.

 

Das sieht alles sehr gut aus und denkt weit über Haschkeks-Rezepte und Sorten-Guides hinaus. „Alles vom War on Drugs bis zu minimalistischen trendeigen Hanf-Utensilien“ kann Thema im Heft sein, sagt Anja Charbonneau. Die erste Ausgabe kann man hier anschauen. Und sich dabei einen bauen. Oder auch nicht. Warum Kiffen auch gefährlich werden kann, wird dann vielleicht in Ausgabe zwei Thema sein.

 

fk

 

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