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Der einfachste Einkauf?

Wie PayPal, nur öffentlich: Seit dieser Woche können Kunden der Kreditkartenfirma "American Express" auf Twitter per Hashtag einkaufen und bezahlen. Das soll besonders einfach sein, macht die Nutzer aber auch zu Werbeträgern.
nadja-schlueter

Die Menge an Bargeld, mit der man tagtäglich hantiert, wird immer kleiner. Das Online-Banking nutzt man mindestens genauso oft wie den Geldautomaten, die meisten Läden und Restaurants akzeptieren alle Karten, die man so zur Verfügung hat, und im Internet zahlt man ohnehin per Kreditkarte oder Bankeinzug oder nutzt Anbieter wie PayPal. Die Bezahlsysteme werden außerdem laufend weiterentwickelt. Zukunftsvisionen vom bargeldlosen Bezahlen per Handy werden immer wieder beschworen. Auch die Sozialen Netzwerke mischen mit. Auf Facebook zum Beispiel gab es bis zum Sommer des vergangenen Jahres die sogenannten „Facebook Credits", eine eigene Währung innerhalb des Netzwerks. Gerade wird ein Button eingeführt, der es ermöglichen soll, über Facebook Tickets für Veranstaltungen zu kaufen. Und jetzt hat auch Twitter einen Weg gefunden, Einkäufe über die eigene Plattform laufen zu lassen: In Kooperation mit der Kreditkartenfirma American Express besteht seit Montag die Möglichkeit, [link=https://sync.americanexpress.com/twitter/Index" target="_blank">per Hashtag zu bezahlen.

 

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In den USA können American Express-Kunden seit Montag per Hashtag zahlen. In Deutschland kann man diese Funktion noch nicht nutzen.

Zur Zeit ist die Funktion nur für US-Kunden von American Express nutzbar. Diese müssen sich auf einer speziellen Seite des Kreditkartenanbieters einloggen und dort ihre Karteninformationen hinterlegen, die dann automatisch mit dem Twitteraccount verbunden werden. Der Amex-Twitter-Account veröffentlicht und retweetet Tweets mit Rabattaktionen, die man nutzen kann, indem man selbst den dazugehörigen Hashtag twittert – also zum Beispiel #BuyAmexGiftCard25, wenn man eine 25-Dollar-Geschenkkarte für 15 Dollar kaufen möchte. Demnächst sollen unter anderem ein Tablet und eine Digitalkamera angeboten werden.

Seit der Bekanntmachung der Kooperation am Montag freuen sich die Twitterer. In Verbindung mit dem Gift-Card-Hashtag fallen zuhauf Begriffe wie „cool", „awesome" und „nice deal". „Gotta give props Amex for being innovative on mobile payments!", schreibt @alvenmei. Ein Nutzer namens @Ali_Chap twittert (vielleicht begeistert, vielleicht ironisch): „Wait, stop! I can buy stuff with a # now? Oh Internet, my children won't believe we ever got on without you." Klar: Bezahlen per Hashtag wirkt im ersten Moment so leicht, als müsse man nur mit Finger schnippen und das Geld würde vom Konto abgebucht. Auf den zweiten Blick ist das System aber nicht unkomplizierter als andere online-Bezahlmethoden wie etwa PayPal. [link=http://edition.cnn.com/2013/02/11/tech/social-media/twitter-hashtag-purchases/" target="_blank">CNN beschreibt die Transaktion so: Nachdem man den Aktions-Hashtag getwittert hat, erhält man einen Bestätigungs-Tweet und wird aufgefordert, diesen wiederum zu twittern. Anschließend bekommt man eine Mail von Amex und muss anhand dieser innerhalb von 15 Minuten noch einmal den Kauf bestätigen. Wenn man sich umschaut, herrscht aber anscheinend noch etwas Verwirrung über den Ablauf: [link=http://www.spiegel.de/netzwelt/web/american-express-und-twitter-bezahlen-mit-hashtag-a-882786.html" target="_blank">Spiegel Online erwähnt nur die Bestätigungs-Mail, [link=http://www.zeit.de/digital/internet/2013-02/twitter-american-express-hashtag-bezahlen" target="_blank">Zeit Online nur den Bestätigungs-Hashtag – und das

Text: nadja-schlueter - Illustration: Marie-Claire Nun

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