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Vom Koks-Dealer zum Start-Up-Gründer

Ein Gefängniskurs macht aus Häftlingen Unternehmer.
Von Kathrin Hollmer

Das Problem ist immer dasselbe: Geld. Wer ein Unternehmen gründen will, braucht Kapital. Die meisten leihen es sich bei der Bank. Den 18 angehenden Unternehmensgründern in diesem Seminarraum mit PVC-Boden und hellgelben Wänden jedoch leiht niemand einfach so Geld. „Das Problem ist“, sagt Martin langsam und stockt, bevor er den Satz zu Ende spricht, „dass wir Betrüger sind.“

 

Martin, Mitte 50, hat eben seine Idee vorgestellt: ein Taxiunternehmen mit Elektroautos. Eigentlich heißt Martin anders, wie alle Kursteilnehmer, die in diesem Text vorkommen. Sie alle sind Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt München Stadelheim. 

    • Gründerkurs hinter Gittern
      Foto: Fritz Beck

    Innenhof der JVA München Stadelheim 

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      Foto: Fritz Beck

    Heute auf dem Stundenplan: der "Stolpersteine"-Workshop. Die Teilnehmer überlegen, welche Hindernisse sie auf dem Weg zu ihren eigenen Unternehmen noch überwinden müssen.

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      Foto: Fritz Beck

    Kurze Pause im Gefängnisinnenhof. Das Leonhard-Programm ist intensiv: 20 Wochen lang, 27 Stunden an fünf Tagen pro Woche. Pro Stunde wird der Kurs, wie Ausbildung, Arbeit, Schule und Studium im Gefängnis, mit durchschnittlich 1,35 Euro Ausbildungsbeihilfe vergütet.

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      Foto: Fritz Beck

    Leonhard beteiligt sich nicht an Unternehmen. "Dafür wäre das Misstrauen der Teilnehmer dann zu groß", sagt die Gründerin des Leonhard-Programms Maren Jopen. Finanziert wird das Unternehmen durch Spenden und Bußgelder.

Der Raum wirkt wie ein gewöhnlicher Seminarraum, mit Flipcharts und Tischen in U-Form. Doch vor den Fenstern sind Gitter angebracht, draußen steht eine sechs Meter hohe Mauer mit Stacheldraht, und die 18 Teilnehmer tragen alle dunkelblaue Hosen und graue oder blaue Hemden oder Sweatshirts – die bayerische Gefangenenkleidung. Morgens, in den Pausen und am Ende des Tages führen Beamte sie durch mehrere Sicherheitsschleusen. 

 

Die Gefangenen sind Teil eines in Deutschland einzigartigen Programms: Die gemeinnützige GmbH Leonhard aus Gräfelfing bei München bildet sie während der Haft zu Unternehmern aus. 2010 haben Maren Jopen, 37, und ihr Vater Bernward, 72, das Unternehmen gegründet. Leonhard, nach dem Schutzpatron der Gefangenen. Für die 15 bis 18 Kursplätze, die zwei Mal im Jahr angeboten werden, können sich männliche Häftlinge aus den 36 Haftanstalten in Bayern bewerben. In deutschen Gefängnissen gibt es getrennte Abteilungen für Frauen und Männer, ein gemeinsamer Unterricht ist deshalb nicht möglich. Um die 95 Prozent der Gefangenen in Deutschland sind männlich.

 

Im deutschen Justizverständnis geht es bei einer Haftstrafe in erster Linie nicht um Bestrafung, sondern darum, dass der Gefangene künftig ein Leben ohne Straftaten führt. In Resozialisierungsmaßnahmen wird viel Energie gesteckt. Man kann im Gefängnis Schulabschlüsse nachholen, studieren, eine Ausbildung in Gefängnisbetrieben – Schreinereien, Schlossereien, Bäckereien – machen oder dort mitarbeiten. Die Häftlinge sollen sich so an einen geregelten Tagesablauf gewöhnen und haben eine Beschäftigung, mit der sie ein bisschen Geld verdienen. Ehrenamtliche helfen nach der Entlassung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche.

Ein enormer Aufwand, dennoch ist die Rückfallquote in Deutschland hoch. Es gibt keine offiziellen Zahlen, am häufigsten liest man von 46 Prozent. Das heißt: Fast jeder zweite, der im Gefängnis war, landet irgendwann wieder hinter Gittern. Deshalb ist das Projekt der Jopens bemerkenswert. Es verfolgt einen anderen Ansatz. Und hat damit erstaunlichen Erfolg.

 

Vorbild für das Leonhard-Programm ist das Prison Entrepreneurship Program aus Texas. Bernward Jopen, der das Gründerzentrum der Technischen Universität München, „UnternehmerTUM“, aufgebaut hat, las in einem Artikel, dass die Rückfallquote in Texas allgemein bei knapp 70 Prozent liegt, bei Teilnehmern des Programms jedoch bei weniger als zehn Prozent. Er flog hin, kam begeistert wieder und begann mit seiner Tochter, die dafür ihren Marketingjob bei einem Mobilfunkanbieter kündigte, so ein Programm in Deutschland aufzubauen. „Besonders hat uns fasziniert, wie viele Talente im Gefängnis schlummern“, sagt Maren Jopen. „Und zu sehen, mit welcher Zuversicht die Häftlinge in die Zukunft blicken, obwohl sie an so einem deprimierenden Ort wie einem Gefängnis sind.“

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    Foto: Fritz Beck

Der Knast als Talentpool? Klingt seltsam. Aber nur kurz. Denn: Auch kriminelle Energie ist zunächst mal Energie. Die man vielleicht einfach nur umleiten muss. Auch Kriminelle haben Fähigkeiten, mitunter welche, die dem Durchschnittsmenschen manchmal fehlen: Initiative, Durchsetzungsvermögen, Risikobereitschaft. Dieser Gedanke lässt die Jopens nicht mehr los. 

 

In ihren Kursen sitzen viele Teilnehmer, die in ihrem Leben etwas erreichen wollten. „Nur haben sie das auf illegale Weise versucht“, sagt Maren Jopen. „Wer erfolgreich Drogen verkauft, kennt sich aus mit Akquise, Organisation und Personalplanung“, sagt sie. Viele Verbrecher seien gute Geschäftsleute, nur hätten sie ihr Talent bisher für illegale Geschäfte genutzt.

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    Foto: Fritz Beck

Marco, 28, ist seit 2011 eingesperrt. Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Nachdem ihn seine Freundin verlassen und den gemeinsamen Sohn mitgenommen hatte, verletzte er im Drogenrausch einen Menschen und griff einen Polizisten an. Davor hatte er immer wieder Probleme mit Alkohol und Drogen, mit 17 machte er die erste Therapie. 

 

„Meine Freundin sagt immer, ich habe ziemlich viel im Kopf, aber nie was daraus gemacht“, sagt Marco, dunkle Locken, dunkle Augen, das Hemd spannt an den Oberarmen. Er hat nie eine Ausbildung gemacht, schlug sich mit Aushilfsjobs als Veranstaltungstechniker durch. „Und dann haben die hier gesagt, dass ich auch noch was aus meinem Leben machen kann, obwohl vorher nur Blödsinn passiert ist.“

 

Wie Marco sind viele im Kurs noch nie gefragt worden, was sie können und aus sich machen wollen, und haben sich das auch nie selbst gefragt. Einen Businessplan zu erstellen, erfordert aber genau das. Vielleicht ist dieser Denkprozess viel wichtiger als die Vermittlung von unternehmerischem Wissen: das Reflektieren und Austauschen mit den anderen. „Zu sehen, dass hier ganz normale Männer sitzen, die alle etwas aus ihrem Leben machen wollten, aber den Absprung nicht geschafft haben, hat mich sehr berührt“, sagt Marco.

 

Auf den Tischen liegen tätowierte und eingegipste Unterarme. Das war’s mit Klischee. Die Teilnehmer sind Anfang 20 bis Mitte 60, manche haben knapp die Hauptschule geschafft, andere haben studiert oder früher ein Unternehmen geleitet. Die meisten sitzen wegen Drogen-, Betrugs- und Gewaltdelikten im Gefängnis. Fast alle hören zu, stellen einander Fragen. Niemand unterbricht den anderen. „Gewaltfreie Kommunikation ist eines der ersten und wichtigsten Dinge, die die Teilnehmer hier lernen“, sagt Bernhard Eggerbauer, Unternehmercoach und einer der Dozenten im Leonhard-Programm. Die Häftlinge lernen, über Gefühle, Bedürfnisse und Ängste zu sprechen. Für viele ist das eine völlig neue Erfahrung. 

 

Auf der Suche nach einer Geschäftsidee fiel Marco ein, wie er als Jugendlicher in der Werkstatt eines Suchthilfenetzwerks mithalf, Spielzeug für Menschen mit Behinderung herzustellen, und wie sehr ihn das begeistert hat. „Ich hatte mir davor nie Gedanken gemacht, wie blinde Menschen ‚Mensch ärgere dich nicht‘ spielen“, sagt Marco, „nämlich mit tastbaren Spielfeldern.“

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    Foto: Fritz Beck

Eine Aufgabe im Kurs ist, die Geschäftsidee mit Legosteinen nachzubauen. Marco will eine Werkstatt für Holzspielzeug eröffnen, in der Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten. Einen großen Torbogen hat er über die graue Lego-Bauplatte gesteckt, darunter fährt ein Männchen im Rollstuhl, Kabel und Werkzeug liegen herum. Vor der Werkstatt steht ein Herz aus roten Legosteinen, doppelt so hoch wie die Männchen. Auf der Spitze des Torbogens ist ein gelber Stein mit einem lachenden Gesicht verbaut. „Das Tor ist extra groß, damit man gleich sieht, dass jeder reinkommen kann, egal ob körperlich oder geistig behindert, ob Ex-Sträfling oder nicht“, sagt Marco.  

 

Eine Gruppe Häftlinge, die mit Legosteinen spielt – ein seltsames Bild. Aber die Teilnehmer nehmen die Aufgabe ernst. Noch dürfen sie träumen, erst in ein paar Wochen kommt die Frage, wie das Ganze eigentlich Geld einbringt. Auf einem großen Plakat hat jeder Wörter notiert, die beschreiben, wie er sich fühlt: „Müde“, steht da, „einsam“, „verlassen“, „tot“, aber auch „lebendig“ und „geborgen“. „Morgens und nach der Mittagspause jonglieren immer alle eine Runde, als Aufwärmübung“, sagt Maren Jopen. „Das regt die körperlichen und geistigen Funktionen an.“ Marco findet manches „ein bisschen esoterisch“. „Aber ich bin froh, dass ich mich darauf einlasse.“

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    Foto: Fritz Beck

Es scheint, als würden die Teilnehmer an ihren Aufgaben wachsen. Erzählen sie von ihren Ideen, reden sie immer schneller. Wenn André, 24, von seinem Projekt spricht, redet er fast atemlos. Eine Basketball-Nachwuchsförderung für junge Talente will er aufbauen. Mit sechs Jahren hat er mit dem Sport angefangen, dann 15 Jahre lang gespielt, auch in der Regionalliga, und als Trainer gearbeitet. Dann musste er ins Gefängnis. Vier Jahre, weil er zum zweiten Mal auf Ebay betrogen hat, zuletzt hat er 50.000 Euro Schaden verursacht. Bevor er nach München verlegt wurde, arbeitete er im Gefängnis in seiner Heimatstadt als Hausarbeiter in der Essensausgabe. „Das ist ein guter Job in der Haft“, sagt er und streicht durch die rotblonde Millimeterfrisur, „aber nichts, von dem man nachher etwas hat.“

 

Der Neustart nach seiner ersten Haft ging schief. Der gelernte Hotelfachmann fand nach der Entlassung keine Arbeit, also fing er wieder an, Sachen auf Ebay anzubieten, die ihm nicht gehörten. „Eine schnelle Einnahmequelle“, sagt er. Im Hotel arbeitete André oft zwölf Stunden am Tag, polierte fünf Stunden am Stück Besteck, obwohl er nicht wusste, welchen Sinn das macht. „Ich will mich jetzt selbstständig machen“, sagt er, „weil ich dann meine eigenen Regeln aufstellen kann.“

 

Gefangene finden nach der Entlassung oft schwer einen Job. Je länger sie Arbeit suchen, umso wahrscheinlicher wird es, dass sie illegal versuchen an Geld zu kommen. Viele lockt auch kein fester Job. „Wenn jemand zum Beispiel erfolgreich Drogen verkauft hat, dann hat er pro Woche viele Tausend Euro eingenommen“, sagt Maren Jopen. „Wenn er das zukünftig nicht mehr machen kann oder möchte, muss er ein festes Ziel vor Augen haben, das mit dem vielen Geld konkurrieren kann.“ 

 

Auch Philip H., 31, hat früher ziemlich viel Geld mit Drogen verdient. Er dealte mit Kokain, dafür saß der gelernte Frisör zwei Mal im Gefängnis, insgesamt drei Jahre. „Ich bin nicht der Mensch, der von 9 bis 17 Uhr arbeiten und zusehen will, wie der Chef reich wird“, sagt er. „Ich war schon immer Unternehmer.“ Mit sieben hat er seinen ersten Computer zusammengebaut, später versuchte er, ein Online-Outlet aufzubauen, erstellte Webseiten. Auch im Gefängnis träumte er von seinem „eigenen Imperium“, wie er sagt, und nahm während der Haft beim Leonhard-Programm teil.

 

Heute sitzt Philip H. da, wo die aktuellen Leonhard-Teilnehmer hinwollen: in seiner eigenen Firma. Drei Flachbildschirme stehen auf dem Schreibtisch in seinem Büro, davor liegen ein Laptop und ein Bündel Rechnungen. Zu seinem Zehntagebart trägt er eine eckige Brille, ein blaues Jackett mit Einstecktuch und eine dicke Uhr am Handgelenk. Sein Handy vibriert alle zehn Minuten. 

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    Philip H. saß wegen Kokain-Handels im Gefängnis. Zwei Wochen nach seiner Entlassung machte er sich mit einer SEO-Agentur selbstständig.

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    Philip H. sitzt da, wo die aktuellen Leonhard-Teilnehmer hinwollen: in seinem eigenen Büro.

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      Foto: Fritz Beck

 

Nach der Haft machte er seine Geschäfte statt mit Drogen mit Suchmaschinenoptimierung (SEO). Im Oktober 2013, zwei Wochen nach seiner Entlassung, gründete er mit seinem Überbrückungsgeld eine SEO-Agentur in München. Für die 1.300 Euro, die er während der Haft angespart hatte, richtete er sich eine Webseite ein, schaltete Anzeigen in SEO-Foren. Schon im ersten Monat machte er 5.000 Euro Umsatz. 

 

Zusätzlich zu seiner SEO-Firma leitet er heute eine internationale Marketing-Agentur und einen Klempnerservice in Johannesburg und finanziert den Ausbau von Glasfaserleitungen in Südafrika. Drei Mitarbeiter hat er beschäftigt. Auf seiner Webseite steht „Innovation & Business Creation Specialist“ in seiner Kurzbiografie: der Titel auf dem Abschlusszertifikat, das Leonhard zusammen mit der privaten Steinbeis-Hochschule Berlin den Absolventen verleiht, nach einer schriftlichen Prüfung in Unternehmertum und Wirtschaft, Innovationen, Werte und Persönlichkeitsentwicklung sowie Soft Skills. 

60 Prozent der Absolventen finden innerhalb von 25 Tagen nach der Entlassung eine Beschäftigung, dabei helfen auch die Kontakte zu Dozenten und Mentoren aus der Wirtschaft. Knapp ein Drittel der Leonhard-Absolventen hat bisher eigene Unternehmen gegründet, die anderen warten lieber mit der Gründung, bis sie noch etwas Geld angespart haben. Manchmal klappt es nicht gleich mit der Finanzierung, oder sie suchen sich doch lieber einen festen Job. Die Gründungen sind meistens kleinere Dienstleistungsunternehmen, die nicht viel Kapital erfordern, darunter ein Callcenter, ein Reinigungsunternehmen, ein Smartphone-Reparatur-Service und zwei mobile Tattoo-Studios. Wie in Texas wird auch von den Leonhard-Absolventen nur jeder zehnte rückfällig. Das liegt auch an der Betreuung nach der Entlassung. Mentoren begleiten die Teilnehmer bei Ämtergängen, der Wohnungs- und Arbeitssuche, unterstützen sie bei privaten Problemen, vermitteln Therapieangebote.

 

Das klingt alles ziemlich gut. So gut, dass man sich fragt, warum es nicht in jedem Gefängnis so ein Programm gibt. Für die Kurse bewerbe sich nur ein sehr kleiner Teil von den insgesamt 11.500 Gefangenen in Bayern, sagt Michael Stumpf, Leiter der JVA München. „Nur wenige Gefangene sind qualifiziert genug für ein so anspruchsvolles Programm, für das man auch kreativ sein muss und eine offene Persönlichkeit braucht.“ Wer in das Leonhard-Programm aufgenommen wird, gehört nicht zu den labilsten im Gefängnis, sondern zu denjenigen, die schon auf dem richtigen Weg sind. Eine Art Elite, ausgewählt in Einzelgesprächen, was auch die auffallend geringe Rückfallquote ein wenig relativiert.

 

Dazu kommt: Die Kurse sind logistisch eine Herausforderung. Die Dozenten müssen durch Sicherheitskontrollen und ihre Ausweise abgeben. Die Teilnehmer werden für die Unterrichtsphase in die JVA München verlegt und in einer eigenen Station untergebracht, wo sie zusammen lernen und sich auch am Wochenende austauschen. In den Zellen sind Computer verboten, nur im Unterrichtsraum dürfen die Gefangenen an Laptops arbeiten, ins Internet dürfen sie gar nicht. Studenten der Münchner Hochschulen führen deshalb für sie Marktrecherchen aus, prüfen, ob es die Geschäftsideen der Häftlinge auf dem Markt längst gibt oder ob Namen bereits vergeben sind.

Trotz des Aufwands planen die Jopens einen zweiten Standort im Norden von Bayern. Danach wollen sie ihr Programm in andere Bundesländer bringen. „Wir sehen, dass es sich lohnt“, sagt Maren Jopen. Auch an Beispielen wie Philip H., der gerne darüber spricht, was ihm geholfen hat, sein altes Leben hinter sich zu lassen. In Südafrika hat er schon Vorträge über Motivation gehalten. Seinen Kunden in Deutschland erzählt er nichts über seine Vergangenheit, wenigstens nicht von sich aus. „Hier sind die Vorurteile größer“, sagt er. Hier glauben die wenigsten an den Grundgedanken des Leonhard-Programms: dass auch ehemalige Kriminelle sich ändern können, wenn sie nur den richtigen Anreiz bekommen.

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