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Judith Holofernes mag nicht für Bild werben. Ein jetzt-User hat darauf eine erfundene Replik verfasst. Eine Richtigstellung aus der Redaktion
dirk-vongehlen

Die Berliner Band "Wir sind Helden" hatte am heutigen Freitag Server-Probleme. Der Grund ist ein offener Brief, den Sängerin Judith Holofernes an die Agentur Jung von Matt geschrieben hat. Darin verwehrt sie sich gegen die Anfrage, Werbung für die Bild-Zeitung zu machen. Sie schreibt: "Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument — nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda."

Mit dieser Antwort sorgte die Band für einiges Aufsehen. Auf Facebook und Twitter wurde der Text schnell und häufig verlinkt. Um halb elf Uhr heute Vormittag äußerte sich auch die jetzt-Userin synthie_und_roma zu dem Thema - in Form eines erfundenen Antwortbriefes. Dieser sorgte selber wiederum für einige Aufregung. Denn zahlreiche Medien und Mediendienste erkannten nicht, dass dieser Text von einem Nutzer verfasst wurde und interpretierten ihn als einen offiziellen Redaktionstext. Keiner der Dienste hat vor dieser Behauptung, den Kontakt zur Redaktion gesucht.

Dazu stellen wir fest: Dieser Text stammt von einem der rund 160.000 registrierten Nutzer auf jetzt.de. Er ist keine offizielle Antwort der Werbeagentur. Er ist nicht redaktionell verfasst und auch kein "Coup" von jetzt.de (wie der Kölner Stadtanzeiger behauptet). Es ist vielmehr so, dass es auf jetzt.de eine sehr aktive Community gibt, in der die Nutzerinnen und Nutzer kreativ mit den Themen umgehen, die sie umgeben. So auch in diesem Fall.

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