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Das Netz fasst mehr als jede Straße

Online-Protest wird immer noch als "Feelgood-Activism" belächelt. Trotzdem explodiert die Zahl der politischen Hashtags. Und das völlig zurecht
kathrin-hollmer

Und wieder diese Pappschilder. #NotInMyName steht dieses Mal darauf geschrieben. Junge und alte Muslime halten sie in die Kamera, sie gucken ernst. „Nicht schon wieder“, war bei vielen die erste Reaktion auf diese Bilder – zuvor hatten bereits Menschen mit dem Hashtag [link=http://www.sueddeutsche.de/politik/kampagne-fuer-entfuehrte-schuelerinnen-in-nigeria-bringbackourgirls-1.1954974" target="_blank">#BringBackOurGirls auf die mehr als 200 von der Terrorgruppe Boko Haram entführten Schülerinnen aufmerksam gemacht, unter [link=/texte/anzeigen/583576/Hashtag-Bin-kein-Maertyrer" target="_blank">#NotAMartyr distanzierten sich junge Libanesen von Selbstmordattentaten. Und das alles auf Pappschildern mit Hashtags, die abfotografiert ins Netz gestellt werden. Jetzt also #NotInMyName. „Wahrscheinlich steckt irgendeine Werbeagentur dahinter“, lästerten Twitter-User. Tatsächlich hat sich die Organisation Active Change Foundation, die sich unter anderem gegen Gewalt und Terrorismus einsetzt, die Kampagne ausgedacht.

http://www.youtube.com/watch?v=wfYanI-zJes

Schilder mit Hashtags sind das geworden, was früher Protestbanner waren, und Twitter der Rathausplatz. Unter

Text: kathrin-hollmer - Illustration: Daniela Rudolf

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