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Der Gebärstreik-Ticker

Eine Studie hat ergeben: Die Deutschen sind gebärfaul wie nie. Und das trotz Elternzeit, Kindergeld, Betreuungsgeld und Elterngeld. Dafür gibt es viele Gründe, die zum Teil sehr deutsch klingen. Wie sieht es mit dir und der großen K-Frage aus? Willst du einmal Kinder haben?
christina-waechter

Die Deutschen, und das haben wir jetzt schriftlich, befinden sich im Gebärstreik. In kaum einem anderen Land sind die Menschen so gebärunwillig wie bei uns. Obwohl der Staat mittlerweile viel Geld dafür ausgibt, um vor allem Frauen mit höheren Bildungsabschlüssen dazu zu bringen, Kinder zu kriegen, bleibt die Geburtenrate weiter niedrig. Mit einer Quote von 1,39 Kindern pro Frau liegen wir im europäischen Vergleich im hinteren Viertel. Und während in den vergangenen Jahren in einigen Ländern der Trend wieder umgekehrt werden konnte, bleibt in Deutschland die Kinder-Quote konstant. Und das, obwohl von Seiten des Staates einiges getan wird, um die Entscheidung für Kinder zu erleichtern, siehe Elternzeit, Kindergeld, Betreuungsgeld und Elterngeld.  

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Die Gründe für die Gebärunwilligkeit der Deutschen sind mannigfaltig und fast alle sehr nachvollziehbar:

-       Sie haben Angst vor den finanziellen Einbußen, die Kinder mit sich bringen.
-       Sie haben Angst davor, ihren eigenen Ansprüchen und denen der Gesellschaft nicht zu genügen, weil sie zu perfektionistisch denken.
-       Sie befürchten, dem Mythos der guten Mutter oder des guten Vaters nicht entsprechen zu können.
-       Weil sie immer noch glauben, dass Kleinkinder am besten bei ihren Eltern aufgehoben sind, entscheiden sich berufstätige Frauen häufig, auf Kinder zu verzichten, um weiter arbeiten zu können.
-       Und die Deutschen bewerten ihre Freiheiten und Hobbys höher als die Freude, die Kinder ihnen geben könnten. 

Im Zuge dieser Ergebnisse fordert das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, dass der Staat nicht so ausschließlich auf finanzielle Anreize setzt, und dass nun vermehrt darauf geachtet wird, Eltern durch flexible Arbeitszeiten eine Verbindung von Job und Familie zu ermöglichen.    

Willst du einmal Kinder haben? Haben sie einen festen Platz in deinem Lebensplan? Oder hast du dich gar schon fortgepflanzt? Gibt es für dich noch andere Gründe, die deiner Meinung nach gegen Kinder sprechen? Gäbe es Maßnahmen von staatlicher oder unternehmerischer Seite, die dir die Entscheidung für Kinder erleichtern würden?


Text: christina-waechter - Foto: vandalay / photocase

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