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Eine Achterbahn für den Vorgarten

Kann man für knapp eine Million Euro im Netz kaufen, das Angebot geht gerade viral - und wir haben da mal nachgefragt.
Interview von Max Sprick
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    Foto: Screenshot Monsterzeug.de

Zum 1. April erlaubte sich Sascha Langner einen Spaß. In seinem Online-Shop "Monsterzeug.de" baute er eine Kundentoilette ein. Für Menschen, die nur noch im Internet unterwegs sind, um einzukaufen und deswegen nicht mehr nach Hause kommen. Auch die müssen ja mal... Gar kein Scherz ist Langners beliebtestes Angebot: ein Bausatz mit 2,14 Millionen Teilen, der am Ende eine voll funktionsfähige Achterbahn für Zuhause ergibt. Preis: knapp eine Million Euro. Seit 2014 kann man die Achterbahn kaufen. Ungefähr genau so lang sammeln sich schon jede Menge lustige Kommentare unter der Anzeige. Seit Anfang dieser Woche ein unbekannter Nutzer die Anzeige bei mydealz postete, geht sie viral. Wir haben Sascha Langner angerufen, um mal zu fragen, was das Ganze soll. 

jetzt: Herr Langner, kann man Ihre Achterbahn ernsthaft kaufen?

Sascha Langner: Selbstverständlich. Bis auf ein einziges kann man alle Produkte kaufen, die wir anbieten.

 

Sie können also wirklich 2,14 Millionen Achterbahn-Teile liefern?

Ja. Wir arbeiten dafür mit einem Fahrgeschäft-Bauer aus Süddeutschland zusammen. Ich muss aber dazu sagen: Unser Angebot ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Damit kein Kunde wirklich auf die Idee kommt, das Teil bei uns zu bestellen, bieten wir es für das Doppelte von dem an, was eine echte Achterbahn dieser Maße kosten würde. Wer sich ernsthaft für so ein Fahrgeschäft interessiert, wird das recht schnell rausfinden und bei einem anderen Anbieter kaufen. Wendet er sich doch an uns, leiten wir seine Anfrage intern an einen seriösen Achterbahn-Anbieter weiter.

 

Wieso haben Sie das Inserat dann überhaupt geschaltet?

Ehrlich gesagt: Um zu sehen, was passiert. Und aus Spaß. 2014 haben wir die Achterbahn online gestellt, ohne sie groß zu bewerben. Klar wurde sie mal auf Facebook gepostet und kam in einem Newsletter vor - aber sonst hat sie sich einfach verselbstständigt. Ist doch schön, dass die Leute Spaß daran haben. Wir machen sowas öfter.

 

Wie, öfter?

Mittlerweile haben wir eine recht große Fanbase, die auf neue Angebote wartet. Sie können bei uns ja auch ein Oktoberfestzelt oder ein Riesen-Lebkuchenhaus bestellen, zum Beispiel. Oder ein Riesenrad mit 1,4 Millionen Bauteilen. Und den Glühweinstand fürs Wohnzimmer!

 

Alles lieferbar?

Alles lieferbar.

 

Was kommt als nächstes?

Zum Valentinstag planen wir zwei tolle Sachen. Einmal eine Insel in Herzform und bevor Sie fragen: Ja, die ist wirklich käuflich. Kostet halt ein paar Milliönchen. Schwieriger wirds mit unserem zweiten Vorhaben: Wir wollen die berühmt-berüchtigte Wolke 7 anbieten. Aber es wird sich schon jemand finden, der für uns Wasser so verdampfen lässt, dass es zu Wolken wird.

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