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Macht AirBnB die Mieten teurer?

Knapp 12.000 Wohnungen werden auf AirBnB gerade allein in Berlin angeboten. Und das immer gewerblicher. Sagt: ein Studenten-Projekt, das Daten des Wohnungsportals analysiert hat. Mit interessanten Ergebnissen.
jetzt-redaktion

Zum Anfang vielleicht eine kleine Zahl, die ganz schön Großes erzählt: 44. So viele Wohnungen hat der Berliner Top-Anbieter auf AirBnB nämlich im Portfolio. Martin heißt der. Auf Platz zwei: Frank + Florian. 39 Wohnungen vermieten die beiden – wenn es tatsächlich echte Menschen sind und keine Firma, was gut möglich ist.

Und jetzt noch eine große Zahl: Würden alle Airbnb-Angebote in Berlin an einem Tag gleichzeitig vermietet, käme dabei ein Tagesumsatz von knapp 645.000 Euro zusammen. 11.701 „Wohneinheiten“ finden sich für Berlin nämlich gerade auf AirBnB, die zusammen 34.418 Schlafplätze ergeben. Macht einen Tagessatz von etwa 55 Euro pro Nacht (in Minimalbesetzung).

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Verteilung der Wohnungen auf die Kieze. Je dunkler, desto mehr.

Wir kennen diese Zahlen, weil ein studentisches Projekt der FH Potsdam im Rahmen des Kurses „From Reading to Exploring“ die Datenverarbeitungsprogramme angeworfen und sie mit offen zugänglichen Zahlen des Share-Economy-Anbieters befüllt hat. Und weil sie das auf der Seite airbnbvsberlin.de grafisch auch noch sehr, sehr schön aufbereitet haben. Man sollte sich das ansehen. Möglicherweise sogar mit etwas Muße.

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Wo die Top-Anbieter ihre Wohnungen haben.

Das Ergebnis der Arbeitet lautet übrigens grob gesagt: Mit Share-Economy, dem privaten Teilen von (in diesem Fall) Wohnraum also, hat das alles immer weniger zu tun. Tatsächlich sprechen die Ergebnisse für eine immer größere Professionalisierung der AirBnB-User. Auf der Angebotsseite, wohlgemerkt. AirBnB wird immer gewerblicher genutzt.

1167 Nutzer bieten nämlich mehr als ein Inserat an. Die zehn größten Anbieter haben zusammen 281 Wohnungen. Im Schnitt hat ein Nutzer immerhin 1,3 Inserate. Was nun durchaus interessante Zahlen sind, wenn man sich fragt, ob derartige Angebote das Mietangebot verknappen.

Berlin ist übrigens deutschlandweit mit großem Abstand der größte Markt für private Wohnungsanbieter. Dort werden mehr Wohnungen und Zimmer über Airbnb vermietet als in Hamburg, München, Köln und Frankfurt zusammen. Womit wir auch schon wieder bei der Kehrseite der Diskussion wären: Es ist natürlich auch die Nachfrage, die den Markt schafft. Und ein Hotelzimmer kostet im Schnitt eben 80 Euro.

jakob-biazza


Text: jetzt-redaktion - Fotos: Screenshots

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