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Arnold Schwarzenegger wird immer mehr zum Fürsprecher einer freiheitlichen Welt

Wer hätte das geahnt?
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    Foto: afp/Geoffroy van der Hasselt

Schon wieder Arnold Schwarzenegger. Schon wieder ist es der US-Steirer, der Donald Trump mit klugen Sätzen gegenübertritt. Der Mann, dessen Sprachvermögen im öffentlichen Gedächtnis auf einen einzigen Satz reduziert ist: „I’ll be back.“ Der Mann auch, der sich als konservativer Republikaner hervorgetan hat. Als Gouverneur in Kalifornien, dessen Wahl niemand so richtig verstanden hat, und der sein Amt mit überschaubarer Vernunft ausgeführt hat.

Arnold Schwarzenegger reagiert also auf Donald Trump. Auf die ignoranten Statements des US-Präsidenten zu der rechtsradikalen Attacke in Charlottesville. Trump hatte sich vor einer klaren Distanzierung von Neonazis und rechtsradikalem Terror gedrückt, indem er sagte, es habe auf beiden Seiten Gewalt gegeben. In einer Videobotschaft erwidert Schwarzenegger nun: „Wenn man sich entscheidet, mit einer Flagge zu marschieren, die das Massaker an Millionen Menschen symbolisiert, gibt es keine zwei Seiten. (...) Als Präsident dieses großartigen Landes haben Sie die moralische Verantwortung, in einer eindeutigen Botschaft klarzumachen, dass Sie nicht für Hass und Rassismus einstehen werden.“

 

Schwarzenegger bietet danach sein Hilfe an, indem er eine Rede vorträgt, wie Trump sie seiner Meinung nach hätte halten sollen. Eine kluge Rede. Eine, in der Schwarzenegger auf den Terror der Nationalsozialisten eingeht. In der er sich für die Gleichbehandlung aller Menschen ausspricht, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts. Eine Rede, wie man sie sich nach Gewaltakten wie in Charlottesville von einem Präsidenten wünscht.

Es ist nicht das erste Mal, dass Arnold Schwarzenegger derart meinungsstark und überlegt an Trump appelliert. Nachdem der US-Präsident am 1. Juni dieses Jahres den Austritt der USA aus dem Pariser Abkommen angekündigt hatte, hat Schwarzenegger ebenfalls eine Videobotschaft gepostet. Hat Trump aufgefordert, seine Entscheidung zu überdenken. Hat die Gefahren des Klimawandels benannt und mehr als betont, welch verheerende Folgen der Austritt nach sich ziehen kann. 

Arnold Schwarzenegger wirkt nicht mehr wie jener Gouverneur, der eine hemdsärmelige Bizeps-Politik propagiert hat. Stattdessen sieht man einen reflektieren Mann, der für eine freiheitlich-liberale Welt einsteht. Einen, der im Spätherbst seine Vernunft gefunden hat. I’ll be back? Unbedingt.

 

jwh

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