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Bild: Prosieben Television GmbH Die Serie: „Alles außer Sex“ Das lernen wir: Glamour auf deutsch riecht nach Mettwurst.
christina-waechter
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Bild: Prosieben Television GmbH Die Serie: „Alles außer Sex“ Das lernen wir: Glamour auf deutsch riecht nach Mettwurst. Die deutschen Fernsehmenschen tun sich schwer mit eigenen Formaten. Das ist schade, aber zum Glück ist Nachmachen zumindest in diesem Berufszweig keine Schande. So wird aus „American Idol“ „Deutschland such den Superstar“ und aus „The Office“ „Stromberg“. Neuester Zugang ist, gefühlte Jahre nach dem verdienten Ende von „Sex and the City“, die Serie „Alles außer Sex“, die heute Abend um 20.15 Uhr auf Pro 7 anläuft. Da gibt es die eiskalte Herzensbrecherin Edda (machte in ihrer Schauspiel-Karriere unter anderem Station bei Qualitätsserien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Unser Charly“), die sich Männer holt wie andere Nachschlag am Buffet. Die etwas trutschige Valerie (Rhea Hader, ebenfalls bekannt aus „GZSZ“ und „Berlin, Berlin“), die mit einem noch trutschigeren Mann verheiratet ist und ihr Leben bisweilen ein bisschen zu beschaulich findet. Frenzy (Miranda Leonhardt) ist von Folge 1 an auf der Suche nach dem Traummann, wird unterwegs lesbisch, dann schwanger und am Ende, wie kann es anders sein, von einem Mann zur Heterosexualität zurück bekehrt. Vierte im Bunde ist Minza (Annette Frier, die lustige Knutschkugel aus der „Schillerstraße“ und „SWITCH“), die mit Phillip eine Art Schmalspur-Mr. Big im Angebot hat. Mit dem führt sie, gleich ihrem Vorbild Carrie aus „Sex and the City“, eine wechselhafte Beziehung, die – da muss man jetzt nicht unbedingt Hellseher sein – am Ende bestimmt im glücklichen Hafen der Ehe enden wird. Nachtigall, ick hör dir trapsen.. Die ganze Chose wird in vier Kulissen verhandelt, dazwischen die Münchner Sonnenstraße bei Nacht geschnitten (einzige Metropolen-ähnliche Straße der Stadt), das eine oder andere Glas Weißwein gekippt und von einem unangenehm bescheuerten Barkeeper aus dem Off kommentiert. Dass die Serie natürlich ü-ber-haupt-gar-keine Ähnlichkeit mit dem amerikanischen Vorbild hat (sagen die Verantwortlichen), versteht sich von selbst. Dass die tatsächlichen Übereinstimmungen sich auf das ewige Gesaufe und anstrengende Gelaber über Sex beschränken, ist dann doch ein wenig unangenehm. Glamour heißt auf deutsch anscheinend immer noch Mett statt Moet.

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