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Der Foxy Bikini und die Vaginische Mauer

Diesmal in der Topsexliste: Schamperücken aus Fuchsfell, zweifelhafte Zigarren-Erotik und eine sehr explizite Mauer.
valerie-dewitt

Natürlich gibt es täglich Neuigkeiten aus der Liebesexerotik-Welt, aber ihr wartet immer brav darauf, dass wir sie für euch zusammentragen. Das ist nett von euch und darum sollt ihr reich belohnt werden.
Zunächst einmal mit einer der obligatorischen Studien. Diesmal geht es um die These „der Mensch ist auch nur ein Tier". Und ums Geld. Wie das zusammenhängt hat die University of Minnesota's Carlson School of Management herausgefunden. Dort wurde untersucht, wie sich bei Männern der Wille zum Geld sparen bzw. ausgeben im Verhältnis zum Frauenanteil in ihrer Umgebung verändert. Dafür wurden den einen Versuchspersonen weis gemacht, in ihrer Gegend sei der Frauenanteil an der Bevölkerung höher, die anderen hatten die Info, es gäbe mehr Männer. Danach mussten alle angeben, welche Summe ihres Gehalts sie monatlich zu sparen bereit wären und wie stark sie ihre Kreditkarte belasten würden. Das Ergebnis: Wenn man Männer glauben macht, dass es wenig Frauen gibt, wollen sie weitaus weniger Geld sparen und mehr leihen. Und woran liegt's? Am Wettbewerb, behaupten die Experten. Und dass sich die Männchen mehr ins Zeug legen, wenn die Weibchen rar sind, das kann man eben auch in der Tierwelt beobachten.

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Nach dieser sehr ökonomischen und schwer kurz zu fassenden Studie nun ein Forschungsergebnis, das sich recht knapp zusammenfassen lässt: Die Klitoris ist groß. Größer als man dachte. Von außen betrachtet so klein, streckt sie ihre Fühler nach innen hin aus. Man hat sage und schreibe bis 2009 gebraucht, um das herauszufinden und nun, 2012, macht die Info die Runde. Das obige Bild vom Blog des Museum of Sex soll den Aufbau deutlich machen. Nebenbei bekommt man auf dem Blog auch noch einmal mitgeteilt, wie viele Nervenfasern an der Klitoris zusammenlaufen (8.000!) und wie viel mehr das sind als an der Spitze des Penis' (doppelt so viele!). Weibliches Geschlechtsorgan ftw!

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Apropos weibliches Geschlechtsorgan: Da haben wir in der letzten Mädchenfrage gerade erst geklärt, warum Jungs das Frauenuntenrum schön finden, da flattert uns gleich wieder eine Sammlung solcher Untenrums ins Haus. Natürlich bloß via Internet, denn eine Mauer kann ja schlecht ins Haus flattern. Es handelt sich um die Great Wall of Vagina des Künstlers Jimmy McCartney, die aus weiblichen Genitalabdrücken besteht. Sie wird zur Zeit in London ausgestellt. Sollte sie je hierzulande im Museum zu sehen sein, bieten wir analog zur Übersetzung der „Great Wall of China" ins Deutsche schon einmal den Namen „Vaginische Mauer" an.

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Wer als Dame das Land zwischen den Schenkeln nicht gleich jedem Blick preisgeben möchte, der kann nicht nur keine Abdrücke davon machen lassen, sondern sich auch was drüberziehen. Und das sogar in Situationen, in denen es besser ist, wenig zu tragen, beim Baden zum Beispiel. Wer sich auch zu dieser Gelegenheit gerne ausgefallen kleidet, dem empfiehlt sich der obige Badeanzug, der mit einem der Nackerten-Motiv des Fotografen Spencer Tunick bedruckt ist.

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Hier noch eine recht fragwürdige Methode, seine Scham zu bedecken. Cindy Barshop, ehemalige Darstellerin der Serie „Real Housewives of New York", betreibt ein Enthaarungsstudio, das sich dem radikalen Kahlschlag verschieben hat und darum „Completely Bare" heißt. Für die Zeit nach der Komplettrasur kann man bei Cindy seit Neustem sogenannte „Merkins" kaufen. Ein Merkin ist so etwas wie eine Perücke für den Schambereich. Oben zu sehen: der „Foxy Bikini" aus echtem Fuchsfell.

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Einen Buchtipp gibt es diese Woche nicht, dafür einen Bildband, von dem wir abraten. Er heißt „Die Erotik der Zigarre – Männerträume von Zigarren und sinnlichen Frauen" und wird auf modelvita.com folgendermaßen angepriesen: „ Der vorliegende Bildband ist als Hommage an die Erotik der Zigarre – und an die Erotik der Frau zu verstehen! Beides zusammen ergibt zumindest einen Augenschmaus, wenn man sich die Fotos von Alois Gmeiner betrachtet, der für uns einen sehr nahen und hocherotischen Blick auf ‚beide Sünden' wagt." Dieser Text ist nur halb so gruselig wie das Vorwort, das man bei amazon lesen kann. Nach diesem ersten Einblick (und dem Titelbild mit unzweifelhaft phallischer Anspielung) kann man sich ungefähr die „Who's your daddy?"-Ästhetik vorstellen, mit der die Werke wohl daherkommen. Wegen solcher Bücher wurde der Feminismus erfunden.

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Kommen wir lieber zu einer wirklich gut gemeinten Idee. iTiggy ist ein online-Portal, das einem helfen soll, jemanden wiederzufinden, mit dem man einen elektrisierenden Blick auf der Straße getauscht hat. Dafür kann man auf der Seite Zeit, Datum und Ort der Begegnung sowie Geschlecht und Ethnizität der Zielperson angeben – und hoffen, dass eben diese auch schon eine Suchanfrage gemacht hat. Allerdings ist zu befürchten, dass die Magie des Augenblicks oft nur einseitig ist und sich viele hoffnungsvolle, einsame Menschen nach Angabe aller Daten mit der Meldung „Zero results found" abfinden müssen.

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Zum Schluss kehrt in die heutige Liste noch etwas Ernsthaftigkeit ein. Der junge Filmemacher Ryan James Yezak möchte eine Dokumentation über die Diskriminierung Homo- und Bisexueller mit dem Titel „Second Class Citizens" drehen und sammelt dafür Geld über Kickstarter. Als kleinen Vorgeschmack seiner geplanten Arbeit hat er einen knapp siebenminütigen informativen Zusammenschnitt des Kampfes für die Rechte Homosexueller der letzten 60 Jahre angefertigt. Und weil er „The First Days of Spring" von Noah & The Whale als Soundtrack gewählt hat, bekommt das Ganze auch noch eine sehr rührende Note:

http://www.youtube.com/watch?v=u62OtM_vt5k 


Text: valerie-dewitt - Fotos: Screenshots (io9.com, sweet-station.com, shopgreyarea.com, tmz.com, modelvita.com)

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