Deutscher Pyramiden-Kletterer darf nie wieder nach Ägypten einreisen

Der 18-Jährige war auf eines der antiken Pharaonen-Gräber geklettert.

Ein 18-jähriger Roofer aus Starnberg soll mit einem lebenslangen Einreiseverbot für Ägypten belegt werden. Mamdouh Eldamaty, Ägyptens Minister für Antiquitäten, hat bereits die deutsche Botschaft in Kairo informiert, schreibt die lokale Nachrichtenseite Egyptian Streets

Der Roofer war im Januar auf eine der Gizeh-Pyramiden geklettert und hatte sich dabei gefilmt - die Fotos und das Video gingen sofort im Internet viral. Vor Ort hatte ihn die ägyptische Polizei vorübergehend festgenommen.  

Auf die Pyramiden zu steigen ist seit 1951 verboten, wer es dennoch tut, kann bis zu drei Jahre in Haft kommen. Mehrere Menschen kamen bereits ums Leben, als sie von den steilen Pharaonen-Gräbern abstürzten. Was einige nicht abschreckt: 2013 etwa kletterte eine Gruppe von Russen auf die Pyramiden. Anders als der Starnberger taten sie das nachts, weil sie die Wachmänner fürchteten. 

Auch diese Fotos waren spektakulär schön, machten viele aber wütend. Die mehr als 4500 Jahre alten ägyptischen Pyramiden zählten ursprünglich zu den sieben Weltwundern. Seit 1979 gehören sie zum Weltkulturerbe und sollen natürlich erhalten bleiben - zweiter Grund für das Kletterverbot. Ist ja schon bei der Sphinx die Nase abgebrochen. Manche glauben, weil Obelix drauf geklettert ist. fran

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