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Fünf Songs zum Wochenende

Niemand wiegt uns besser in den Schlaf als Nils Frahm, ein freshes Duo aus LA bringt uns Sex und Sommerlust und Dave Gahan ist wieder einmal alles andere als tot
mercedes-lauenstein

http://www.youtube.com/watch?v=eXNAvWplyAk
Natürlich hat Nils Frahm schon mal irgendwie wilder gespielt, zum Beispiel

Aber jetzt muss man wissen: Der Mann ist vor diesem Album „Screws" aus dem Hochbett gefallen und hat sich dabei den linken Daumen gebrochen. Keiner wusste, wann und ob es überhaupt weitergeht mit der Pianistenkarriere. Und jetzt kommt er mit neun (neun, wie neun Finger, ha!) wunderbar leisen Songs daher, bei denen man so schön in „Wie soll das alles werden, ach, es wird schon werden"-Gedanken versinken kann und darüber sachte wegdämmern, aufwachen, wegdämmern, aufwachen, Tee trinken kann.

http://www.youtube.com/watch?v=XLFyskA0e7Y
Wo Nils Frahm ist, sind Efterklang nicht weit. In Frahms Durton Studios in Berlin arbeiteten er und Peter Broderick von Efterklang schon oft zusammen, unter dem Namen Oliveray brachten die beiden 2011 sogar ein gemeinsames Album heraus. Doch das nur am Rande – jetzt hat Efterklang ein neues Album rausgebracht, Apples, und wir möchten bitte gleich mit aufs Konzert. Klingt wie eine extrem unstressige Mischung aus Kings of Convenience und Jean Michel Jarre, bisschen düster, bisschen stromsphärisch, nie ungekonnt.

http://www.youtube.com/watch?v=Il3J_MheLo8
Für Freunde des schon diverse Male wiederauferstandenen Depeche Mode Frontmanns Dave Gahan war die Kollaboration zwischen ihm und dem britischen Musikprojekt Soulsavers die Offenbarung des Jahres 2012. Ihr Album The Light The Dead See ist irgendwas zwischen sich groß und pathetisch gebärdender Filmmusik, alter Rockballaden mit Countrymomenten, Gospelanwandlungen und flehender Gahan-Gesänge. Neuerdings gibt es auf youtube einen schönen Zusammenschnitt ihrer LA-Show zu sehen, und jetzt muss man sich schon ganz schön auf die Zunge beißen, nicht lautstark zu beheulen, dass man nicht da war.

http://www.youtube.com/watch?v=D0xE5iL2mjE&oref=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DD0xE5iL2mjE&has_verified=1
Rhye, ein Duo aus Los Angeles bringt uns Musik, die nach Tagen klingt, wie wir sie fast vergessen hatten: Tage mit mehr Sonne und weniger Klamotten, vagen Plänen, endloser Helligkeit und eiskaltem Wasser in hellen Glasflaschen auf dem Balkon. Okay, das Video dazu ist jetzt eher Soft Porn und dunkle Samtvorhänge, aber das gucken ja sowieso nur Leute über 18.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=6CaBXDcCCMQ
Die fünfköpfige amerikanische Band Milo Greene hat für ihre Musik den Begriff des „Cinematic Pops" erfunden. Ihre musikalische Motivation bestehe darin, Musik zu machen, die sich gut in Filme einfügen lässt. Jetzt ist es natürlich so, dass gute Lieder sich immer gut in Filmen machen und das irgendwie keine griffige Defintion für eine eigene Musikrichtung hergibt - aber nun gut: Mit ihren Liedern schafft es diese Band trotzdem, dass wir gaffend vor dem Bildschirm sitzen, den Sommer darin ablecken wollen und uns einfach nicht vorstellen können, dass wir jemals wieder in den Genuss von Sonne, orangefarbenem Licht zwischen Gräsern und Hecken kommen könnten - so lange scheint das her.

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