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Die Brücke

Nirgends ist das Lebensgefühl Münchens so komprimiert wie an der Reichenbach. Unser Autor hat die Stadt dort 24 Stunden an sich vorbeiziehen lassen.
friedemann-karig

Nein, mit der Zeitung redet er nicht, sagt der Mann im Dortmund-Dress. Im Morgenschein torkelt er über die Reichenbachbrücke. Trikot und Hose und Stutzen und drunter eine schwarze Leggins. „In der Zeitung stehen nur Lügen. Und ich bin eine ehrliche Haut!“ Dann verschwindet er flussabwärts. Es ist Freitagmorgen sieben Uhr. Die Sonne steigt über das deutsche Museum wie ein großes Exponat. Bronzenes Licht fällt in die Stadt, auf die Brücke. Es wird ein schöner Tag.

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8.15 Uhr: Es wird voller. 43 Autos pro Ampelphase, die keine Minute lang ist. Zwei Laster, eine Vespa, 22 Radfahrer, eine alte Dame auf einem Tretroller. Mehr Menschen müssen irgendwohin.
 
Die Reichenbachbrücke ist 140 Meter lang und 24 Meter breit. 1904 gebaut – „Stampfbeton als Dreigelenkbogen“, sagt Wikipedia. In der Mitte eine Straßenbahnspur. Die Brücke ist sehr beliebt. Bewertung im Netz: 9,4 von 10 Sternen. User Tim fasst zusammen: „Wenn es viel geregnet hat, kann das Wasser deutlich über das Ufer treten. Und an warmen Sommerabenden wird es knallvoll. Dann am besten kühles Bier schon mitbringen, da man am Kiosk ewig wartet!“ Damit ist eigentlich alles gesagt: Das Wasser und die Menschen. Sie fluten die Brücke, von unten und oben. Wenn der Flaucher die ausgestreckten Füße der Stadt sind, das Maximilianeum ihr Kopf – dann ist diese Brücke ihr Herz. Alles, was die Stadt ausmacht, kommt da irgendwann durch. Dem muss man doch mal zusehen. 24 Stunden auf der Brücke also.
 
Wer um sieben Uhr morgens den Fluss überquert, hat etwas vor, auf der anderen Seite. Oder einen Hund, der raus will. Oder einen Rausch, der noch nicht rein will. Zwei sitzen mit dem letzten Radler am Geländer in der Morgensonne. Sie hat pinke Haare, er trägt professionell Sonnenbrille. „Von der Arbeit“ kommen sie – und halten die Ehre der Durchzechten aufrecht: „Sonst ist hier fei mehr los“. Fünf Minuten später sind sie weg. Ihre halbvollen Flaschen zehn Minuten später auch. Jetzt lehnen nur noch ein paar vergessene Fahrräder am Geländer. Ein früher Tourist knipst dutzende Male den Fluss. Und auf der Baustelle an der Fraunhofer Straße wird gesägt und gehämmert. 20 Luxus-Appartements entstehen hier, Quadratmeterpreis angeblich: 22 092 Euro.

8.15 Uhr: Es wird voller. 43 Autos pro Ampelphase, die keine Minute lang ist. Zwei Laster, eine Vespa, 22 Radfahrer, eine alte Dame auf einem Tretroller. Mehr Menschen müssen irgendwohin. Von Ost nach West und zurück. Mal ein Krankenwagen mit Sirene. Mal ein Bus – Schienenersatzverkehr wegen der Baustelle. Die Brücke ist morgens Transitland. Alle hetzen drüber. Nur die drei Besucher aus dem Umland – männlich, Funktionshosen – diskutieren Wasserstand und Flusslauf. Was sie so früh hier machen? „Nachher ist zu voll, wenn die ganzen Affen kommen!“

Man geht nie zweimal über denselben Fluss, wissen die Indianer. Aber immer über dieselbe Brücke, weiß der Münchner.

„Bitte keine Flaschen zerdeppern“ steht unterm vollgetaggten Geländer. Vor dem Schild: Scherben, Kippen und eine Cola-Dose. Kurz vor halb neun kommt die Kehrmaschine und fegt die Scherben weg. Manche auch nur auf den Radweg. Hinterher tippeln drei Dutzend Schüler vom Pestalozzi-Gymnasium nach St. Maximilian, zum Frühgottesdienst. Pflicht, Herr Lehrer? „Natürlich nicht. Die gehen alle freiwillig.“ Zwei junge, schöne Menschen frühstücken derweil in der Sonne an einem Brückenpfeiler. Sie sind sich selbst genug. Man will sie nicht stören. Ihnen nur sagen, dass sie sich küssen sollen.

9 Uhr: Mehr geschäftige Menschen. Von Obdachlosen nichts zu sehen. Die sind unter der Brücke. Der Weg dorthin führt durch ein gefährliches Nadelöhr des überregionalen Fahrradverkehrs. Auf der Brücke bremst die leichte Steigung die Radler aus, drunter schießen sie umso schneller durch. „Kruzitürken!“, ruft einer, weil der andere nicht so fährt, wie er meint, dass er zu fahren hat. Die Obdachlosen schlafen oder sind schon unterwegs. Seltsam ist es hier, wie in einem Keller. Das Donnern der Autos über dem Kopf. Schatten. Von unten sieht man die großen Quader der Bögen. Wilder Wein schmückt die Unterführung. Oben ist alles deutschgrauer Beton. Kein Schnickschnack, kein Platz für Vorhängeschlösser, die sonst weltweit Brücken beschweren. Nur viele Zimmeranzeigen und Aufkleber an den Laternen. Und Graffiti.
 
Manchmal ist es fünf Sekunden fast still. Dann schaltet die Ampel auf grün.

10.30 Uhr: Na endlich! Zwei Jungs mit einem Kasten Augustiner, ein paar Mädels im Schlepptau. Heute war Zeugnisvergabe, 11. Klasse Fachoberschule. Also raus, an den Fluss, „bis mindestens abends. Später vielleicht noch bisschen Gras kaufen, Alter. Mal schauen.“ Ihnen entgegen kommt ein Flaschensammler. Er bremst das Vorderrad seines schrottigen Mountainbikes, nicht mit der Bremse, sondern mit den Tüten voller Flaschen, die am Lenker hängen. Als eine reißt, fällt er hin. Das Rad bleibt liegen. Immerhin ein Mensch fragt ihn, ob alles okay sei. Er nickt. Hat er die alle heute morgen gesammelt? „Klar, Chef.“ Wo bringt er die hin? „Klar, Chef.“ Wie heißt er? „Klar, Chef.“ Dann sucht er eine neue Tüte, lässt das Rad liegen, halb auf der Straße, halb auf dem Radweg. „Schlamper“, schimpft eine alte Dame. Er lächelt, wuchtet das Mountainbike hoch und fährt schlingernd davon. Wie oft er heute wohl noch die Brücke macht?

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Und Willy Michl singt: „In da Sommasonna auf dem weißen Kies / i sog eich des is / des Isarflimmern mitten im Paradies.“
 
Man geht nie zweimal über denselben Fluss, wissen die Indianer. Aber immer über dieselbe Brücke, weiß der Münchner. Ihre sanfte Rundung. Der Aufstieg, Höhepunkt, Abstieg. Die Brücke ist eine Welle, ein Leben.
 
11.30 Uhr: Die ersten Badegäste, die sich am Kiosk treffen, haben „Endbock, in die Isar zu springen“. Die Durchschnittsgeschwindigkeit sinkt. Eine Dogwalkerin mit vier kleinen Hunden. Ein Junge, maximal 16, mit einem Desperados. Zeugnis auch schon geholt? „Nö. Lieber gechillt, Alter.“

Es gilt die ewige Isar-Gleichung: Je näher die Brücke, desto mehr Kippen und Scherben.

Die Sonne ist über die Au gewandert und knallt fast senkrecht runter. Der Strand füllt sich. Mit jeder Minute wird das hier mediterraner. Und lauter. Die Reifen quietschen bei Hitze schneller, dauernd hupt einer. Auf Brücken werden Autofahrer nervös. Vielleicht haben sie Angst, runterzufallen. Inzwischen wird auch ein bisschen halbstark am Kiosk rumgelungert, geraucht, auf den Boden gespuckt, High Five! Noch eine geraucht, noch mal gespuckt. Rund um den Kiosk regiert die Jugend.

Und gegenüber vom Kiosk liegt die Buchhandlung Isarflimmern. Im Schaufenster: „Monaco Hansi: Meine wilde Jugend im München der 60er- und 70er-Jahre“. Was ist das überhaupt, das Isarflimmern? Der bayerische Indianer Willy Michl besingt es so: „In da Sommasonna auf dem weißen Kies / i sog eich des is / des Isarflimmern mitten im Paradies.“
 
Ja, es flimmert, unten am Fluss. Kinder spielen im Sand. Daneben chillen Enten, Schüler, Studenten, Freigeister. Das Wasser ist klar. Der Lärm der Straße ist erträglich. Warum in die Ferne schweifen? Zum Beispiel Isa, 25, blond, braun gebrannt. War zu faul weiterzugehen. Also liegt sie hier. Handtuch, Obstsalat, die Jolie. „Nachher gibt die Brücke vielleicht Schatten.“ Andererseits gilt die ewige Isar-Gleichung: Je näher die Brücke, desto mehr Kippen und Scherben.
 
Nach Mittag füllt es sich. Gekommen wird immer gleich: Treffpunkt Kiosk, „Hey, wie geht’s, Getränk?“ Dann über die Brücke und rechts oder links runter ans Wasser. Die Mutigen springen rein, am besten ein Stück weiter stromaufwärts. Bisschen treiben lassen. Möglichst wenig staksig wieder raussteigen. Ist irgendwie auch eine große Bühne hier, wie überall in der Stadt. „Wenn Berlin eine Welle ist, die einen ständig schiebt“, sagt einer, der von dort zu Besuch ist, „dann ist München eher ein warmer Whirlpool“. An dieser Brücke, mit den Füßen im Wasser, wird sogar der Berlin-Vergleich erträglich.

>>>Zwei junge Frauen lehnen am Geländer, Blick gen Süden. Die eine: „Bei uns geht nichts mehr. Entweder, er ist zu besoffen, um es fertig zu bringen. Oder zu nüchtern, um anzufangen.“ Die andere: „Oh Gott! Bitte spring nicht.“<<< 


Auf dem Spielplatz ist wenig los. Mittagessenszeit. Für Erwachsene ist er nur in Begleitung von Kindern erlaubt. Davon gibt’s hier aber sonst auch genug. Das Durchschnittsalter in der Isarvorstadt liegt unter 40 Jahren. Jünger wird’s in München nur rund um die Uni. Und heute, zum Ferienbeginn, scheint jede Schule ihre Abordnung auf die Brücke geschickt zu haben. Eine Gruppe Musikschülerinnen trällert Musicalhits: „Maria . . . I just met a girl named Maria!“

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Ab dem zweiten Bier sind Brücke und Bus doch nur die Fortsetzung des Strandes mit anderen Mitteln.
 
Pause. Leberkässemmel und Spezi auf der Brücke. „Ohne Leberkäs und Spezi würde diese Stadt doch gar nicht funktionieren!“, glaubt die Bäckersfrau. Ab jetzt ändert sich für Stunden eigentlich nichts. Licht, Temperatur, Stimmung: alles konstant. Auch der Zustrom. Einer geht, zwei kommen. Im Schatten auf der Au-Seite sitzen die Bierdimpfel schon den ganzen Tag und lachen über die Gschaftler, die jetzt erst auflaufen.
 
 17 Uhr: Auf einmal flirrt die Luft, das Lachen tönt lauter, die Schritte werden länger, die Suche nach Freunden aufwendiger. Dutzende Male ins Handy: „Wo seid ihr genau? Flussabwärts oder aufwärts?“ Die Doppel-Schlange vor dem Kiosk geht bis zum Fahrradweg – Peak Kiosk ist erreicht. Die Sonne steht über St. Maximilian wie Stoppuhr und Scheinwerfer zugleich. Tick-tack! Die Zeit läuft! Nur noch drei Stunden Licht!
 
Wartende Menschen schauen die Straße hoch: Wo ist das Date? Eine, die Angst hat, versetzt zu werden, macht das öfters so: treffen, ans Wasser. Schauen, wie man sich versteht. „Getränke aber von drüben, da ist weniger los. Man will ja nicht beim ersten Date in der Schlange stehen.“ Endlich kommt er. Lächeln. Abgang.

„Der Isarmensch jedenfalls hat viel Durst.“ 

Dafür stoppt ein Taxi. Raus springt Sven, 35. Boardshorts und Oberlippenbart. Er hat Geburtstag. Und vier Kästen Augustiner im Kofferraum, die er mit dem Taxifahrer auslädt. Sofort trifft er Elena, die mit Bloody Mary ausgerüstet ist. Drei kräftige Freunde von Sven stoßen dazu. Als einer mit dem ersten Kasten locker seinen Bizeps antestet, schaut Elena zweimal hin und sagt: „Hallihallo!“ Ein anderer trifft derweil zufällig zwei Mädels: Bussi, Bussi, „kennst du meine Schwester schon?“ Zusammen schnappt man „die Munition“ und zieht gen Wasser. Ein Radfahrer sieht die Kästen und ruft: „Saufen, Wochenende!“ Haha, tschüss, bis später. „Es gibt tausend Arten von Menschen“, weiß einer, der oberkörperfrei die Treppe hoch kommt. „Der Isarmensch jedenfalls hat viel Durst.“ Dann springt er in den Bus, das T-Shirt in der Hand. Schon in Ordnung. Ab dem zweiten Bier sind Brücke und Bus doch nur die Fortsetzung des Strandes mit anderen Mitteln.
 
Offenbar auch eher liberal zu verstehen: Das Grillverbot außerhalb der Grillzonen. Die wurden etabliert, als der Gasteig 2014 während einer Matthäus-Passion geräumt werden musste. Wegen Brandgeruchs. Angeblich vom Isarufer in die Klimaanlage gezogen. Deswegen patrouilliert die Security in roten Polohemden auf Fahrrädern am ganzen Flusslauf gegen die Schwarz-Griller. Fackeln und Lagerfeuer sind wohl eine Grauzone.
 
19 Uhr: Die renaturierte Isar klingt wie ein Rockkonzert. Auf der Brücke übertönt das Gebrabbel fast den Fluss und den Verkehr und die Gespräche, die jetzt saftiger werden: Zwei junge Frauen lehnen am Geländer, Blick gen Süden. Die eine: „Bei uns geht nichts mehr. Entweder, er ist zu besoffen, um es fertig zu bringen. Oder zu nüchtern, um anzufangen.“ Die andere: „Oh Gott! Bitte spring nicht.“

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Dann ist es dunkel. Fast. So dunkel es in der Stadt eben wird.
 
Magisch: Kaum ist die Sonne weg, entspannen sich alle kurz. Zeit ist jetzt nur mehr eine Zahl. Blue hour. Wobei: Ganz hinten, irgendwo über der Fraunhoferstraße, ist der Himmel einen Moment lang noch rosa. Dann wird alles blau. Alle Arten Blau, von violett zu marineblau zu fast weißem hellblau. Dann ist es dunkel. Fast. So dunkel es in der Stadt eben wird.
 
22 Uhr: Die roten Lichter des Kraftwerks leuchten wie die Augen eines Tieres. Der Mond scheint hell, aber nicht hell genug. An den Dixie Klos leuchten die Handys. Einer spielt Mundharmonika auf der Brücke, erste Pfützen breiten sich am Geländer aus. Ist das Bier oder was anderes? Nachschub kommt vom Kiosk. Der kann die ganze Nacht verkaufen, weil Bier in Bayern als Grundnahrungsmittel gilt. Die Flaschen aufmachen darf er aber nicht. Also öffnet einer sein Beck’s tatsächlich mit der Augenhöhle. Applaus der Kumpels.
 
24 Uhr: Der Verkehr ist weniger geworden. Aber jeder gibt mehr Gas. Ist diese Brücke das Herz, dann schlägt es in der Nacht eher schneller als am Tag.
 
2 Uhr: Eine Flasche fliegt auf die Straße. Auch egal. Von Polizei nichts zu sehen. Vielleicht, weil auf der nordöstlichen Flussseite gesprayt steht: „Bullen in die Isar treten!“
 
Unter der Brücke ist manchmal richtig Alarm: Mal eskaliert eine Polizeikontrolle in eine Schlägerei, mal muss die Feuerwehr ein brennendes Obdachlosenlager löschen. Wenn auf der Brücke das Ich der Stadt spaziert, haust unter der Brücke ihr Es. Und was sagt das Über-Ich dazu? „War schon viel schlimmer“, meint der einzige Ordner, den man jetzt noch findet. Dann geht er heim.

Alexander Sacher Masosch schrieb: Alkohol ist eine Brücke, kein Weg.

3 Uhr: rotes Licht, Knall, eine Rakete über dem Fluss! Johlen, Applaus. Auch Geburtstagskind Sven eskaliert unten noch, sagen seine drei kräftigen Freunde. Sie aber haben alle Freundinnen und müssen heim. Ihren letzten Jägermeister verschenken sie. Ist da schon Licht am Himmel?
 
4 Uhr: Die Nacht ist kühl geworden. Eine Fackel glimmt noch. Das riesige Reinigungsfahrzeug „Mobi“ sieht aus wie ein leuchtendes Raumschiff, als es die Dixies abpumpt, verschwindet aber schnell wieder im All. Auf der Brücke wird eine Flasche hinter zwei Mädels hergeworfen, weil sie nicht mehr flirten wollen. A bisserl was geht immer? Vorm Kiosk sitzt ein betrunkener Halbwüchsiger und beleidigt auf Englisch. Es riecht verbrannt, überall Müll. Letzte tiefgründige Gespräche am Geländer. Einzelne Gruppen torkeln umeinander. Modus: betrunken hinfallen. Nicht mehr können. Am Boden liegen bleiben. Alexander Sacher Masosch schrieb: Alkohol ist eine Brücke, kein Weg.
 
5 Uhr: Ist da doch noch Musik? Unter der Brücke raven tatsächlich ein paar letzte Gestalten. Einer tanzt, vier sitzen um die Soundmaschine, die Discolicht von unten an die Brücke wirft. „Jetzt ist auch egal, Alter!“, ruft der DJ. Der erste Flaschensammler verscheucht eine Ratte aus den Gitterkörben. Von links taucht tatsächlich der Trinker im Dortmund-Outfit wieder auf und grüßt: „Servus, noch da? Ich will immer noch nicht lügen.“
 
Langsam bekommt der Himmel Flecken, blau und braun und weiß, als hätte er Risse. Die Löcher werden heller, der Himmel rosig. Das Wasser spiegelt die Farben. Für ein paar Sekunden ist man ganz alleine, auf diesem Stück Stein, das in der Luft hängt. Auf welche Seite soll man gehen? Und dann, wohin? Ist man nicht schon überall, wenn man auf der Brücke ist? Warum nicht bleiben?
 
So steigt die Sonne über das deutsche Museum wie ein Exponat. Bronzenes Licht fällt in die Stadt, auf die Brücke. Ja, es wird ein schöner Tag.

Text: friedemann-karig - Fotos: juri-gottschall

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