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Wenn München ein Seriencharakter wäre, ...

... dann vermutlich Hank Moody - die richtige Mischung aus Genuss, Sexappeal und literarischem Gespür! Wir haben Teilnehmer vom "Seriencamp" mal um ein paar Vergleich gebeten.
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Vergleiche sind wichtig. Durch Vergleiche merken wir, wer wir sind und wo wir stehen. Das gilt auch für Städte. Deshalb haben wir Teilnehmer und Verantwortliche beim Seriencamp gebeten, diesen Satz zu vervollständigen:

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„Wenn München ein Serien-Charakter wäre, dann . . .“

 
. . . Sheldon Cooper („The Big Bang Theory“): Weil er der Klassenbeste ist, ziemlich schrullig und pedantisch, aber trotzdem irgendwie gemocht wird.
(Malko Solf, 38, Festivalleiter Seriencamp)
 
. . . Hank Moody („Californication“): Weil er die richtige Mischung aus Genuss, Sexappeal und literarischem Gespür darstellt.
(Anna Katharina Brehm, 33, Organisatorin „Professional Day“, Seriencamp)
 
. . . Don Draper („Mad Men“): schicke Fassade, viel Erfolg, aber eine sehr dunkle Vergangenheit, der er sich nicht entziehen kann.
(Christopher Büchele, 42, Head of Communication Seriencamp)
 
. . . Maura Pfefferman („Transparent“), weil auch in Münchens Brust zwei Seelen leben.
(Simone Schellmann, 24, Organisation Seriencamp)
 
. . . Adrian Monk („Monk“), weil zu einer seiner vielen Zwangshandlungen auch extreme Reinlichkeit gehört.
(Uwe Mailänder, 24, Mitarbeiter beim Seriencamp)

. . . Dr. Hannibal Lecter („Hannibal“): schick, gebildet und mondän. Hat aber kein Problem damit, Menschen zu fressen, während der Schampus auf Trinktemperatur runtergekühlt wird.
(Gerhard Maier, 38, Programmdirektor Seriencamp)
 
. . . der Monaco Franze. Helmut Dietl ist es einfach perfekt gelungen, die Mischung aus Oberflächlichkeit, Schlitzohrigkeit und Hedonismus zu einer trotzdem sympathischen Figur zu verknüpfen. Denn das ist es, was München ausmacht: trotz aller Macken, Exzesse und Widersprüche ein Ort, an dem sich jeder wohlfühlen kann.
(Philipp Walulis, 35, Satiriker; Panel: „Peinliche Plagiate“)
 
. . . Antoine Batiste („Treme“), ein talentierter Blechbläser und gutmütiger Lebemann, der zu feiern versteht – vielleicht mit etwas mehr beruflichem Erfolg.
(Dr. Daniela Schlütz, 47, seriesly Awesome; Panel: „Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien“)
 
. . . wäre es eine oberbayerische Ausgabe von Alfred Tetzlaff („Ein Herz und eine Seele“). München steht für Spießigkeit und Chauvinismus, Eigenschaften, die ein Alfred Tetzlaff nur zu gerne als seine eigenen bezeichnen würde. Auch das „Granteln“ dürfte einem Alfred Tetzlaff wohl bekannt sein.
(Tobias Ludolph, 36, seriesly Awesome; Panel: „Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien“)

. . . würde er von Christoph Maria Herbst verkörpert werden, der mit einem Bauchladen mit Brezn und Bier bestückt die Loslösung seiner selbst von Deutschland verkündet. Spießig, arrogant, aber auf irgendeine Weise sympathisch.
(Kira Wulfers, 26, seriesly Awesome; Panel: „Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien“)
 
. . . Mr. Fischoeder („Bob’s Burgers“): fein gekleidet, die Nase gen Himmel gestreckt aber hintenraus deutlich dreckiger als er es allen weismachen möchte.
(Maik Zehrfeld, 29, seriesly Awesome; Panel: „Spoiler Alert – Ein augenzwinkernder Blick auf die moderne Vorwegnehm-Kultur“)
 
. . . ein Typ wie Hank Moody („Californication“): immer cool und voller Probleme, mit jeder Menge schöner Frauen gesegnet, dem Alkohol nicht abgeneigt, dazu kreativ, dickköpfig und selbstzerstörerisch.
(Michael Braun, 40, seriesly Awesome; Panel: „Soundtrack in Serien – Der Faktor Musik“)
 
. . . Rajesh Koothrappali („The Big Bang Theory“): introvertiert, aber in Kombination mit Alkohol ein Paradebeispiel an uneingeschränkter Völkerverständigung.
(Kien Nguyen, 29, seriesly Awesome; Panel: „Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien“)
 
. . . würde die Wahl auf Scotty von der Enterprise fallen. Er ist zwar allseits beliebt, trotzdem sind alle froh, dass er im Raumschiff ganz unten, weit entfernt von allen anderen sein Dasein fristet.
(Jonas Walkenbach, 33, seriesly Awesome; Panel: „Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien“).

  >>>„Wenn München eine Serie wäre, dann . . .“<<<


Wenn München eine Serie wäre, dann ...


... „Der Prinz von Bel Air“ – viele Reiche und ein paar Bekloppte.
(Malko Solf, 38, Festivalleiter Seriencamp)

... „Nummer 6 – The Prisoner“, weil auf der Insel der Seligen, auf die es die Hauptfigur verschlägt, alles zu schön ist, um wahr zu sein und darüber hinaus eine Flucht schier unmöglich ist.
(Christopher  Büchele, 42, Head of Communication Seriencamp)



... „Friends“, weil das Baader Café mein Central Perk ist. 
(Simone Schellmann, 24, Organisation Seriencamp)


... „Real Humans“, weil sich hier auch roboterhaft wirkende Zeitgenossen irgendwann als ganz schön menschlich entpuppen.
(Anna Katharina Brehm, 33, Organisation „Professional Day“; Seriencamp)


... „Miami Vice“, weil München über die gleiche Mischung aus Blau und Weiß und über eine ähnlich schillernde 80ies-Historie verfügt.
(Uwe Mailänder, 24, Mitarbeiter Seriencamp)


... eine Mischung aus „Broad City“ und „It's Always Sunny in Philadelphia“: Ein bisserl Möchtegern-Hipster, ein bisserl Assel, aber immer witzig.
(Gerhard Maier, 38, Programmdirektor Festivalcamp)

… Kir Royal. Auch wenn das jetzt schon 30 Jahre zurück liegt, es hat sich nichts geändert. Beruhigend und erschreckend zugleich.
(Philipp Walulis, 35, Satiriker, Panel: Peinliche Plagiate)


… falsche Frage, München IST eine Serie: Kir Royal. Wer reinkam, bestimmte Baby Schimmerlos.
(Dr. Daniela Schlütz, 47, seriesly awesome,  Panel: “Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien”)


… wäre es eine Mischung aus Dallas und Denver Clan. Die selbsternannte Münchner Elite und der politische Filz der CSU der letzten Jahrzehnte streitet wie eh und je um Macht, Einfluss und schwarze Konten. Zudem sieht sich die Stadt wie ihr Serienvorbild zu Höherem berufen. Wie ihre Bewohner. Die Southfork Ranch ist dann natürlich die Staatskanzlei und Blake Carrington wird von Horst Seehofer verkörpert. Mit oder ohne die Altersmilde des Serienvorbildes wird man noch sehen müssen.
(Tobias Ludolph, 36, seriesly awesome,  Panel: “Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien”)


… wäre es eine Mischung aus Rote Rosen und House of Cards – nur halt in Bayern: Redundanz trifft auf politische Machtbesessenheit, irgendwie abstoßend und anziehend zugleich.
(Kira Wulfers, 26, seriesly awesome,  Panel: “Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien”)


… wäre sie "The Walking Dead". Zumindest zu Zeiten der Wies'n... Taumelnde Bier-Erkrankte Walker und die Rückbesinnung auf Urinstinkte und das blanke Überleben!
(Maik Zehrfeld, 29, seriesly AWESOME, Panel: “Spoiler Alert – Ein augenzwinkernder Blick auf die moderne Vorwegnehm-Kultur”)

... wäre sie ein Mystery-Stück à la „Lost“: Eine Stadt wie eine Insel im Nirgendwo, mit markanten Leadern, durchtriebenen Akteuren, hochtalentierten Wissenschaftlern und voller unerklärbarer Mysterien, mit Menschen ohne Hoffnung auf ein Entkommen und doch voller Sehnsucht auf Rückkehr.
(Michael Braun, 40, seriesly awesome,  Panel: “Soundtrack in Serien  - Der Faktor Musik”)


… wäre sie "Falling Skies": mit allen verfügbaren Mitteln die eigene Ideologie mit einem kräftigen Anstrich Patriotismus durchprügeln und Spaß dabei haben.
(Kien Nguyen, 29, seriesly AWESOME,  Panel: “Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien”)


... ist sie wie der japanische Fußballmanga „Captain Tsubasa“: Obwohl man ständig nur mit sich selbst beschäftigt ist, gewinnt man zum Leidwesen der anderen Vereine viel zu oft am Ende das Spiel.
(Jonas Walkenbach, 33, seriesly awesome,  Panel: “Serien-Slam – wir bauen unsere eigenen Serien”)

Text: teresa-fries - Illustration: katharina-bitzl

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