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Ein britischer Auto-Versicherer will Facebook-Posts seiner Kunden analysieren

Doch das ist sogar Facebook selbst zu krass.
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 „Admiral Insurance“ ist einer der größten Versicherer in England. Und hat gerade für großes Aufsehen gesorgt mit einem Angebot für junge Menschen, die ihr erstes Auto versichern wollen. Um herauszufinden, was für einen Fahrstil die Autobesitzer haben, wollte die Versicherung mit einem Algorithmus die Facebook-Profile der Versicherten analysieren und sie mit den Angaben zur Person abgleichen. Teilnehmern an diesem Versuch namens „firstcarquote“ wurde versprochen, sie könnten bis zu 380 Euro einsparen – wenn sie als zuverlässig und organisiert eingeschätzt würden. 

Dem Algorithmus geht es dabei vor allem um Likes und die Art, wie Facebook-Posts verfasst sind. Positiv und als zuverlässig bewertet wurden Postings mit kurzen Sätzen oder Listen. Ebenfalls positiv wurde vom Algorithmus wahrgenommen, wenn konkrete Verabredungen mit Freunden mit Zeit- und Ortsangaben getroffen wurden.

 

Als Risikofaktoren wurden dagegen vage Verabredungen wahrgenommen und die Neigung, mit Ausrufezeichen um sich zu werfen. Auch eine inflationäre Nutzung der Wörter „immer“ oder „nie“ fand der Algorithmus ungut.

 

Erstaunlicherweise war diese Aktion dann selbst Facebook ein bisschen zu krass und der Versuch wurde am Dienstagabend gestoppt. Man kann gespannt sein, wie lange diese Zurückhaltung vorhalten wird. Oder wie es der leitende Datenwissenschaftler von „Admiral Insurance“ dem Guardian sagte: „Wenn (unser Projekt) erfolgreich ist, könnte das revolutionär sein. Es könnte wirklich alles verändern.“ 

 

 

chwa

 

Noch mehr Facebook? Wirklich? Okay.

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