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Sam Barksy, der Meister-Stricker

Der Amerikaner strickt Pullis mit Sehenswürdigkeiten drauf - und lässt sich dann darin vor ihnen fotografieren.
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    Foto: Sam Barksy / Facebook

Man könnte sagen, Sam Barksy gibt einen Sch... auf das, was andere über ihn denken. Seine Haare zum Beispiel schneidet er sich selbst, immer gerade so, wie es ihm gefällt. Beim Friseur war er seit mehr als zehn Jahren nicht. Und noch ein sehr besonderes Alleinstellungsmerkmal hat         Barksy: Er strickt absolut einzigartige Pullover, für die er sich von verschiedenen Orten und Dingen inspirieren lässt. Von der Golden Gate Bridge und von Stonehenge zum Beispiel, aber auch von Hochspannungsmasten oder einem Nussknacker. Der gute Mann hat bislang um die hundert bunte Motiv-Pullover gestrickt  und sich danach mit seinem Pulli vor dem jeweiligen Motiv fotografieren lassen. Dafür wird Barksy gerade völlig zu Recht auf Facebook gefeiert. 

"Sam Barsky ist ein Künstler, der sich darauf spezialisiert hat Pullover und andere Kleidungsstücke mit Bild-Designs zu stricken", schreibt er da über sich selbst. US-Strick-Magazine feiern Barksy in seiner Heimat längst als "Super Sam",  als "Helden, der sich seinen Weg durch die Welt strickt".

"Ich habe eine Lern-Behinderung und eine neurologische Störung, die mich oft müde und schwach macht", sagte Barksy dem Magazin UK Knitting. Deswegen habe er 1999 seine Ausbildung zum Krankenpfleger abbrechen müssen. "Und dann hatte ich erst mal keine Ahnung, was ich machen sollte." 

 

Während dieser Zeit lernte Barksy dann den Besitzer eines Woll-Ladens kennen, der einwilligte, ihm das Stricken beizubringen - unter der Bedingung, dass Barksy seine Wolle nur bei ihm kaufe. "Um es kurz zu machen: Mit dem Deal habe ich den Gewinn gemacht."

Barksy wollte dann Kleidung stricken, die außer ihm keiner hatte. Als er die Grundlagen beherrschte, ließ er sich von einem Feature in einem Strick-Magazin der Vogue inspirieren, um seinen ersten Pullover zu stricken. Er brauchte acht Monate. Heute strickt Barksy Klamotten für sich und seine Ehefrau Deborah. "Ich wünschte, ich könnte jeden Ort an dem ich war, in Wolle festhalten", sagt Barksy. Weil das aber doch irgendwie unmöglich ist, hat er sich ein neues Ziel gesetzt: Barksy macht erst den Pulli, dann fährt er zum jeweiligen Motiv. Und lässt sich davor fotografieren.

 

max 

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