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Wiener soll für Rülpser 70 Euro Strafe zahlen

Die Begründung: Er habe damit den öffentlichen Anstand im Wiener Prater verletzt.
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Dass sein Döner am Ende so teuer wurde wie ein Essen in einem ziemlich gehobenen Restaurant, damit hatte der Mann wohl nicht gerechnet. Der Barkeeper verzehrte das Fastfood kürzlich im Wiener Vergnügungspark Prater, schütte danach ein paar kräftige Schlucke Cola darüber und musste deshalb wohl, nun ja, aufstoßen. Dumm nur, dass gerade ein Polizist neben ihm stand, der sich durch den Rülpser angegriffen fühlte. Der Döner-Esser soll deswegen jetzt 70 Euro zahlen. 

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Sie heißt: "Mein Tag am Wiener Praterstern"Ein Ort vieler kleiner und...

Posted by Edin Mehic on Donnerstag, 18. Februar 2016

So steht es in einer Strafverfügung, die der Barkeeper vergangenen Donnerstag auf Facebook postete: Sie haben am 07.02.2016 um 17.15 Uhr in 1020 Wien, Praterstern Ausgangsbereich Richtung Praterstraße durch folgende Begehungsweise den öffentlichen Anstand verletzt: lautes Rülpsen nächst der Polizeibeamten.  

Der Mann nahm es mit Humor - und schilderte unter der Überschrift "Mein Tag am Wiener Praterstern - Ein Ort vieler kleiner und großer Verbrechen" das Malheur aus seiner Sicht: 

Er sei hungrig gewesen und habe sich den Döner "wie immer mit bissi scharf und Zwiebel" gegönnt, schreibt er. Danach habe er ein seltsames Gefühl im Magen gehabt. "Irgendetwas kommt. Es wurde selbstständig und löste sich.” - der Rülpser. Und dann, "plötzlich, keine 20m weiter, spürte ich eine Hand auf meine Schulter.. Unser Freund & Helfer! Da sind sie ja", schildert er sein Erlebnis weiter, doch die "gewohnte freundliche Begrüssung fiel aus".  

Liest sich, als hätte da jemand ganz schön überreagiert. Der Mann wendet sich zum Schluss an die Wiener Polizei und schreibt: “Ich danke euch für eure Ambition das Problemviertel sicherer gemacht zu haben. Die Probleme sind mit dieser Strafverfügung gelöst.”

 

Diesen Dank meint der Barkeeper natürlich nicht so richtig ernst; er fühlt sich für seine Magenbewegungen zu Unrecht angegriffen. "Ich werde in Berufung gehen", sagte er zu oe24.at. Wer die Solidarität mit dem Verfolgten zeigen will: Diesen Samstag soll ein “Laut-Rülps-Flashmob” im Park stattfinden. 134 Menschen haben bis diesen Dienstag schon zugesagt.

 

fran

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