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Gebt uns den Feierabend zurück!

Denn ein Leben ohne Feierabend macht krank.
Von Christina Waechter
  • ruhe
    Illustration: Lucia Götz

Für eine Weile schien es, als sei der Feierabend einfach abgeschafft worden, einvernehmlich von Chefs und Angestellten. Schließlich hatten alle so viel Spaß, spielten im Pausenraum Kicker und tranken nach erfolgreich abgeschlossenen Projekten zusammen ein bis fünf Biere. Bis irgendwann gar nicht mehr klar war, wo der Job aufhörte und die Freizeit anfing. 

 

Dass das gar nicht so klug war, merkten die meisten, als die ersten Freunde mit Burn-out zu kämpfen hatten. Denn Studien zeigen sehr eindeutig, dass ein Leben ohne Feierabend krank machen kann. Das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen, kann laut einer Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit zu Dauerstress, Schlaf­losigkeit und Burn-out führen. Ganz besonders junge Arbeitnehmer sind davon betroffen, denn sie können sich schlechter von ihrem Chef abgrenzen. Zudem haben Berufseinsteiger heute oft befristete Arbeitsverhältnisse und strampeln sich ab in der Hoffnung, sich durch besonders großes Engagement unentbehrlich zu machen.

 

Dabei vergessen sie: Wer sich den Feierabend nehmen lässt, verliert viel mehr als nur ein paar freie Stunden. Er verliert Zeit, sich den Dingen zu widmen, die vielleicht fürs berufliche Fortkommen nicht essenziell sind, für das menschliche aber umso mehr: Zeit zu lesen, ins Kino zu gehen oder gar etwas so Altmodisches wie ein Hobby zu pflegen. Man muss ja nicht gleich den Ohrensessel aus dem Keller holen und die Pfeife ausklopfen. Es reicht schon, nach getaner Arbeit nach Hause zu gehen und dort etwas ganz Radikales zu tun: nämlich nichts. Dem Chef kann man sogar sagen, dass sich das laut Studien auch im Job auszahlt. Auch wenn es darum gar nicht geht.

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