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Bob Marleys Sohn eröffnet eine Cannabis-Farm

An einem unkonventionellen wie genialen Ort.
Von Katharina Mau
  • damian marley
    Foto: AFP

Sein Vater, Bob Marley, wurde mit seiner Gitarre und einem Marihuana-Zweig begraben. Eine Cannabis-Marke in den USA trägt den Namen „Marley Natural“. Die Hingabe für Marihuana liegt Damian Marley also irgendwie im Blut. Da ist es eigentlich nur konsequent, dass er nun selbst in das Business einsteigt. Damian Marley möchte ein ehemaliges Gefängnis in Kalifornien in eine Cannabis-Farm umwandeln. Zusammen mit „Ocean Grown Extracts“, einer Firma die Cannabis-Extrakte produziert und Cannabis-Pflanzen anbaut, hat er das Gefängnis gekauft. Ab Januar wollen sie auf der Fläche, die ziemlich genauso groß ist wie ein Fußballfeld, Cannabis anbauen.

„Viele Leute haben im Laufe der Jahre so viel für das Zeug geopfert und wurden dafür eingesperrt“, sagte Marley dem Billboard-Magazin und hebt damit die Ironie des Ganzen hervor. Früher saßen Menschen als Strafe für den Besitz von Cannabis in dem Gefängnis ein. Jetzt wird auf dem Gelände Marihuana angebaut, zunächst aber nur für den medizinischen Gebrauch. Der ist seit 1996 in Kalifornien erlaubt.

 

Auf dem Gelände wird Cannabis-Öl produziert, das dann direkt an die Apotheken geliefert wird. Zusammen mit Ocean Grown hat Marley eine eigene Cannabis-Sorte entwickelt. Sie heißt: „Speak Life“.

 

Das ehemalige Gefängnis eignet sich gut für den Anbau von Cannabis, denn es ist komplett umzäunt und mit einem Überwachungssystem ausgestattet. Marleys Cannabis zu stehlen, ist also schwierig bis kaum möglich. Das finden auch die meisten Bewohner der Stadt Coalinga gut, in der die künftige Cannabis-Farm steht. Sie wollen nicht, dass Cannabis von der Farm illegal in den Straßen verkauft wird.

 

Finanziell profitiert die Stadt von dem Deal. Nach Angaben von Billboard ist sie durch den Verkauf des ehemaligen Staatsgefängnisses für gut vier Millionen Dollar bereits all ihre Schulden losgeworden. Die Cannabis-Farm soll jährlich etwa eine Million Dollar Steuern einbringen und rund 100 Arbeitsplätze schaffen. Sollte Cannabis in Kalifornien auch für den privaten Gebrauch legalisiert werden, könnten es sogar noch mehr werden.

 

Ob das passiert, entscheidet sich schon bald. Am 8. November wird über eine Gesetzesänderung abgestimmt, die es Menschen ab 21 Jahren erlauben würde, Cannabis zu besitzen und zu konsumieren – just for fun, also ohne medizinischen Grund. In Colorado ist das jetzt schon möglich. Dort hat Marley in Zusammenarbeit mit TruCannabis eine Apotheke für Marihuana eröffnet. Die heißt „Stony Hill“, genau wie Marleys viertes Album.

 

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