Macht Kiffen dumm?

Eine neue Studie unter Jugendlichen sagt: Nope.
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Mal einen durchziehen wirkt sich einer neuen Studie zufolge nicht auf den IQ aus.

Foto: Photocase/BLINKBLINK

An alle, die hin und wieder mal kiffen - und das auch schon seit ihrer Jugend so handhaben: Mäßiger Cannabis-Konsum macht wahrscheinlich nicht dümmer. Sagt diese neue Studie und widerspricht damit dem, was bisher viele Forscher annehmen: Das Kiffen in der Jugend, wenn der Körper sich noch entwickelt, den Intelligenzquotienten senkt. 

Forscher der Unis Los Angeles und Minnesota wollten diese These überprüfen. Sie maßen bei 3066 Teilnehmer den IQ, einmal, als die zwischen 9 und 12 waren (keine Drogenerfahrung), und dann wieder im Alter von 17 bis 20. Da hatte so mancher der Teilnehmer bereits öfter mal gekifft. Aber trotzdem keinen gesenkten IQ. Um ganz sicher zu gehen, wiederholten die Forscher die Messungen an 290 Zwillingspaaren (ein- und zweieiige). Wieder: nichts auffälliges. 

Der einfache Grund könnte sein, dass die Teilnehmer das Gras nur mäßig konsumierten. Das wendet jetzt die Autorin dieser vielbeachteten Cannabis-Studie von 2012 ein. Sie habe auch Menschen beobachtet, die wirklich abhängig waren - und pocht auf ihr Ergebnis: Viel und lange kiffen schadet dem Gehirn.

Die Dosis macht also mal wieder das Gift. Eine Studie von 2014 kam zu einem ähnlichen Ergebnis (hier eine Pressemitteilung dazu): gelegentliches Kiffen macht nichts aus. So wie das eben auch für den Alkohol gilt, nur dass der als Genussmittel legal ist. Ein Vollrausch aber senkt bei Jugendlichen den IQ auch, warnten die Forscher. Und Fusel in großen Mengen ist leichter zu beschaffen als ein Haufen Cannabis.

fran

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