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Das ist... Marcelo Lusardi, der blinde Skater

Er fährt mit einem Blindenstock durch den Funpark – und inspiriert so Menschen weltweit.
Von Veruschka Haas

Sick spot in Ponte de Lima. Photo by @fromoza @allthefat #blindpower

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Das ist...

 

... Marcelo Lusardi, 1997 geboren, leidenschaftlicher Skateboarder. Nachdem er 2015 aufgrund einer Erbkrankheit erst auf dem einen Auge erblindete und dann wenige Monate später auch noch auf dem anderen, gab er das Skateboarden zuerst auf. Mittlerweile hat er aber wieder damit angefangen und ist als „The Blind Rider“ bekannt. Als blinder Skateboarder, der seine Leidenschaft nicht aufgibt, inspiriert er Tausende. Er war in einigen Skate-Magazinen und hat letztes Jahr eine eigene Dokumentation gedreht, die mittlerweile über 22.000 Klicks hat.

Der kommt...

 

... ursprünglich aus Argentinien, lebt aber seit 2003 in Santiago de Compostela in Spanien. Dort gingen Marcelo und seine Freunde schon in jungen Jahren immer zum gleichen Skatepark und verbrachten dort ihre Freizeit und skateten.  

 

Der kann...

 

... skaten und hat damit auch schon mit elf Jahren angefangen. Als er auf beiden Augen erblindete, hörte er für kurze Zeit auf, ging in seiner Freizeit aber weiterhin mit seinen Freunden in den Skatepark. Bei einem der regelmäßigen Besuche fing er an zu weinen, da er zwar die Geräusche der Bretter auf dem Asphalt und den Obstacles hörte, aber selber nicht fahren konnte. Woraufhin seine Freunde ihn dazu ermunterten, wieder mit dem Skaten anzufangen. Also stieg er wieder auf sein Board und versuchte, sich daran zu gewöhnen, dass er sich dabei nicht auf seine Augen verlassen konnte. Dabei kamen ihm die vielen Stunden, die er in seinem Leben in diesem Skatepark herumgehangen hatte, zugute: Er kannte dort jede Bodenwelle, jedes Rail, jede Rampe fast auswendig.

 

Zuerst skatete er trotzdem nur mit seinem Blindenstock und wenn er an einem neuen Ort war, tastete er diesen vor dem Skaten erst komplett damit ab, um das Gelände kennenzulernen. Während er anfangs noch Probleme mit der Balance hatte und oft hinfiel, kommt Marcelo mittlerweile auch ohne Hilfsmittel zurecht. Er hat ein außergewöhnliches Gefühl für sein Brett und seine Haltung entwickelt; wenn er einen Trick macht, muss er die Position seiner Füße spüren, den Druck des Bretts, die richtige Geschwindigkeit. Er kann nicht sehen, wie sein Brett bei einem Kickflip durch die Luft wirbelt, er muss nach Gefühl landen.

Der geht...

 

... nach seinem Schulabschluss wahrscheinlich auf eine weiterführende Schule oder zur Universität, da er gerne Physiotherapeut werden will. Er träumt außerdem davon, die Welt zu bereisen und in allen möglichen Ländern zu skaten, neue Menschen zu treffen und von ihnen neue Dinge zu lernen, aber auch ihnen neue Dinge zu zeigen. Er wird außerdem jetzt schon von den ersten Marken gesponsert und baut sich eine echte Fanbase auf, die schon aus fast 30.000 Menschen auf Instagram besteht.

 

Paranoia feel #harderthanitlooks #blindpower

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Daraus lernen wir...

 

... dass man nie etwas aufgeben sollte, was einem Spaß macht, auch wenn es zunächst vielleicht hoffnungslos erscheint. Marcelo ist eine Inspiration für die Menschen, die aufgrund von Krankheiten oder Behinderungen das Gefühl haben, dass sie nicht mehr dem nachgehen können, was sie früher einmal geliebt haben.

 

Nur Google weiß...

 

... dass ihm auch schon Skatelegende Tony Hawk einen bewundernden Tweet gewidmet hat:

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