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Barbie trägt jetzt einen Hidschab

Denn Frauen sind eben nicht alle weiß und haben blonde Locken.

Seit fast 60 Jahren prägt Barbie das Frauenbild von Kindern. Und lange Zeit sah das so aus: weiß, blond und sehr, sehr schlank. In den vergangenen Jahren sind aber Barbie-Puppen auf den Markt gekommen, die für ein diverseres Frauenbild stehen. Farbige Barbies oder auch fülligere Modelle. Am Montag hat der Hersteller nun verkündet, dass es 2018 erstmals eine Barbie im Hidschab geben wird – also mit dem Kopftuch, das viele muslimische Frauen tragen.

 

Die neue Barbie erscheint in der „Shero“-Kollektion. Der Name setzt sich aus den englischen Wörtern „she“ und „hero“ zusammen und steht für Puppen, die prominenten weiblichen Identifikationsfiguren nachempfunden sind. Das Vorbild für die Barbie im Hidschab: die US-amerikanische Fechterin Ibtihaj Muhammad. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio war sie die erste muslimische Athletin, die im Hidschab antrat und eine Medaille gewann.

 

Seit mehreren Jahren kämpft der Barbie-Hersteller mit Verlusten und bröckelnden Umsätzen. Schwer zu sagen also, ob das Unternehmen mit dunkelhäutigen Barbies oder solchen im Hidschab nachhaltig für Diversität einstehen will oder auf einen positiven Werbeeffekt hofft. Am Ende wahrscheinlich beides.

 

Über das Ibtihaj Muhammad nachempfundene Modell sagte eine Sprecherin: „Ibtihaj ist eine Inspiration für unzählige Mädchen, die sich nie repräsentiert sahen. [...] Wir hoffen, dass diese Puppe sie daran erinnert, dass sie alles sein und tun können.“

Die 31-jährige Ibtihaj Muhammad selbst freut sich über die neue Barbie. Auf Twitter postete sie ein Foto von sich und der Puppe, dazu schreibt sie: „Ich bin stolz zu wissen, dass nun überall kleine Mädchen mit einer Barbie spielen können, die sich entschieden hat, einen Hidschab zu tragen.“

 

jwh

Mehr Texte über den Hidschab? Hier lang:

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