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Martin Luther Kings Tochter Bernice ruft zum Protest gegen Trump auf

Und liefert gleich die richtige Taktik.
  • king afp fotograf saul loeb

Wenn die Tochter des berühmtesten Bürgerrechtlers des Landes auf ihrer offiziellen Facebook-Seite einen Aufruf zum Protest gegen den US-Präsidenten teilt, dann hat das Gewicht. So viel Gewicht, dass es vermutlich bis ins Weiße Haus durchdringen wird. So geschehen am Mittwoch, als Bernice King, jüngste Tochter von Dr. Martin Luther King Jr., einen Facebook-Post teilte.

In dem Facebook-Post, der seit Wochen durch die sozialen Medien geistert und dessen Autor unbekannt ist, geht es darum, wie man sich erfolgreich  Trumps Präsidentschaft widersetzen kann. Die teilweise sehr rigide wirkenden Ratschläge reichen von „nenne ihn nicht beim Namen“, über „diskutiere nicht mit seinen Anhängern, das bringt nichts, außer dass sie sich wichtig fühlen und denken, sie hätten irgendetwas gewonnen. Bis hin zu „hör auf damit, über deine Hoffnungs- oder Hilflosigkeit zu reden. Die Nummern sprechen für uns, es gibt mehr von „uns“, als von ihnen.“ 

Bernice King reicherte den Post mit ihren eigenen Gedanken und Erfahrungen an. Und erklärte besonders den ersten Punkt, in dem es um den Verzicht auf Trumps Namen geht. Dabei handle es sich um eine strategische Taktik. Wenn man sich nämlich nur auf Trump einschieße, vernachlässige man die problematische Politik, die von der Trump-Administration vorangetrieben worden sei und die nun Freiheit, Gerechtigkeit und Fairness in Amerika bedrohe.

 

Bernice King ist Vorstand des „King Center“ in Atlanta, einem Museum, das die Geschichte des Anführers der Bürgerrechtsbewegung erzählt und das von ihrer Mutter Coretta Scott King 1968 gegründet wurde.

 

Coretta Scott King wurde erst am Montag prominent ins Gedächtnis der Nation zurückgeholt, als die demokratische Senatorin Elizabeth Warren einen Brief der Bürgerrechtlerin im Senat vorlesen wollte und ihr dies verboten wurde. 

 

Nicht alle Kinder Kings sind auf derselben Wellenlänge: So traf sich Kings ältester Sohn Martin Luther King III ausgerechnet am symbolisch stark aufgeladenen „Martin Luther King-Day“ mit Donald Trump, nachdem dieser wegen eines Tweets Kritik auf sich gezogen hatte. Er hatte darin den demokratischen Senator John Lewis, ebenfalls eine Legende der Bürgerrechtsbewegung, verunglimpft, weil der sich geweigert hatte, zu Trumps Amtseinführung zu gehen. Der Sohn der Bürgerrechts-Ikone äußerte sich danach positiv über das Gespräch, Trump hätte ihm wiederholt versichert, dass er Präsident aller Amerikaner sein wolle. 

 

chwa

 

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