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Der kleine Comic-Prince

Eine kanadische Studentin zeichnete den niedlichsten Tribut.
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    Illustration: Jenna Crawford

Im Sommer 2012 zeichnete Jenna Crawford ein Comic-Mashup. Mit dem Sänger Prince als "Der kleine Prinz" aus der Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry. Crawford postete ihre Zeichnung auf tumblr, wo sie recht schnell beliebt wurde, aber genau so schnell fast in Vergessenheit geriet, als Crawfords Seite gelöscht wurde. Aber eben nur fast. Inzwischen studiert die 23-jährige Kanadierin und träumt davon, eine Karriere als Zeichnerin animierter Cartoons zu starten. Das könnte jetzt klappen: Nachdem der echte Prince starb, erinnerte sich das Internet an Crawfords Zeichnung. Sie ging viral.

 

jetzt: Deine Zeichnung wurde nach Prince' Tod tausendfach als Tribut gepostet. Wie hast du das erlerbt?

Jenna Crawford: An dem Morgen, als Prince starb, war ich wirklich bestürzt und habe mich gezwungen, für ein paar Stunden offline zu gehen. Als ich danach wieder online war, quillten meine Postfächer quasi über. Ich hatte etliche Nachrichten von Fernsehsendern und anderen Medien, die meinen Comic verwenden wollten.

Was bedeutet Prince für dich?

Er war und ist eine meiner größten Inspirationen. Seine Musik vermittelt viele Botschaften über Selbstfindung und den inneren Frieden. Das für mich monumental hilfreich. Und ich habe schon immer bewundert, wie er sich kleidet. Prince hat sich nie an irgendwelche Gender-Normen gehalten, er trug einfach, was er wollte und war, wer er sein wollte. Er war einzigartig, was seine Musik und seinen Style anging. Ich denke nicht, dass wir jemals einen ähnlichen Menschen erleben werden.

Wie entstand für dich die Verbindung zum kleinen Prinzen, dem träumerischen Erzähler, der Freundschaft und Menschlichkeit sucht?

Das Buch hat mich nicht so sehr beeinflusst wie Prince, aber ich finde, die Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry spendet dem Leser auf die ein oder andere Weise viel Trost. Das Buch vermittelt auch viele gute Botschaften und seine luftigen, pastelligen Illustrationen - das alles hat mich zu meinem Comic inspiriert. 2012 war das tatsächlich aber nur eine von vielen Crossover-Ideen, die ich umsetzte. Einfach aus Spaß. Ich habe damals auch viel im Simpsons-Style gemalt. In dieser Zeit habe ich enorm viel Prince gehört und wollte einen niedlichen Tribut für ihn zeichnen.

Welche Reaktionen hast du seit vergangenem Donnerstag darauf bekommen?

Überwältigend positive. So viele alte wie junge Prince-Fans haben mir geschrieben, das hat mich echt demütig werden lassen. Ich habe durch meine Zeichnung offenbar einigen Menschen eine Freude während ihrer Trauer bereitet. Das hat mich dann auch wieder zum Lächeln gebracht.

 

max

 

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