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Das ist... Sabrina Pasterski, Physikerin und vielleicht der nächste Einstein

Die 23-Jährige gilt als eine der vielversprechendsten Wissenschaftlerinnen der Welt.
Von Josef Wirnshofer
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    Screenshot: YouTube

Das ist...

Sabrina Pasterski, 23 Jahre alt und US-amerikanische Physikern. Klingt noch nicht außergewöhnlich? Dann vielleicht ein paar Zahlen: Sie war neun, als sie mit dem Fliegen begonnen hat. Mit 14 hat sie ihr erstes Flugzeug gebaut. Ihr Physikstudium am Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer der angesehensten Universitäten der Welt, hat sie nach nur drei Jahren mit der Bestnote 5.0 abgeschlossen. Heute ist Pasterski Doktorandin in Harvard – mit voller akademischer Freiheit. Bedeutet: Über ihre Forschung zur Quantengravitation und zu Schwarzen Löchern bestimmt sie völlig eigenständig. Sie wird in Forschungsbänden zitiert, an denen Stephen Hawking mitschreibt. Und sogar als mögliche Nachfolgerin von Albert Einstein gehandelt. Wie gesagt: 23 Jahre alt.

Die kommt...

Aus Chicago im Bundesstaat Illinois. Die Stadt liegt direkt am Lake Michigan, über den Sabrina Pasterski als 16-Jährige mit ihrem selbstgebauten Flugzeug geflogen ist. 2009 war das. Sie hatte über zwei Jahre an der Maschine geschraubt und ein Video davon ins Netz gestellt:

Die kann...

Nicht nur Flugzeuge fliegen und mit physikalischen Theorien jonglieren, sondern ist außerdem begeisterte Motorradfahrerin. Auch der Wissenschaft wegen. „Jeder Physiker sollte lernen, Motorrad zu fahren“, sagte sie dem Chicago Tribune in einem Interview, „das gibt einem eine gewisse physikalische Intuition, genauso wie das Fliegen eines kleinen Flugzeuges.“

 

Die geht...

Vielleicht bald zur NASA. Seit Jahren hat sie ein Jobangebot der US-Raumfahrtbehörde. Möglicherweise arbeitet sie nach ihrer Promotion auch für Jeff Bezos. Der Amazon-Gründer hat ihr eine Stelle angeboten, da war sie gerade 14.

Daraus lernen wir, ...

Dass sich Hartnäckigkeit auszahlt. Als Pasterski sich 2009 zum ersten Mal am MIT beworben hat, wurde sie abgelehnt. 2010 dann die nächste Absage: Harvard wollte sie nicht aufnehmen. Man könne sich von solchen Rückschlägen entweder entmutigen oder erst recht motivieren lassen – sie hat sich für Letzteres entschieden, sagte sie im Interview mit dem Chicago Tribune. Wie es am Ende ausging, ist bekannt: Beide Unis wollten sie.

 

Nur Google weiß...

Obwohl Sabrina Pasterski schon eine Karriere hingelegt hat, über die sich mancher Wissenschaftsrentner freuen würde, macht sie wenig Bohei um sich. Sie postet kaum auf Facebook, hat weder einen Twitter- noch einen Instagram-Account (Fanseiten gibt es freilich). Als ihr größtes Laster bezeichnet sie Schokolade, und den Lebenslauf auf ihrer Homepage beendet sie so: „Ich bin nur eine Absolventin. Ich habe noch so viel zu lernen. Ich verdiene die Aufmerksamkeit nicht.

 

 

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