Partner von

Wer setzt ein Pfund Hack am Bahnhof aus?

Fragen sie sich gerade in Berghausen, wo ein Unbekannter genau das jede Woche macht.
  • hack quadr
    Foto: CL / photocase.de

In der baden-württembergischen Kleinstadt Berghausen ist man aktuell etwas irritiert. Der Grund: Jede Woche legt dort ein Unbekannter in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Pfund Hackfleisch ab. Immer an derselben Stelle, hinter einem Zaun am Bahnhof. Wer das tut und warum, das weiß weder die Polizei noch die Albtalverkehrsgesellschaft (AVG), die für den Bahnhof zuständig ist.

 

„Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass dort immer so ein Fleischbollen deponiert wird, aber wenn wir Mitarbeiter hingeschickt haben, war davon nichts mehr übrig“, sagt Nikolas Lutterbach, der Sprecher der AVG. Seit Anfang Oktober taucht der mysteriöse Kloß am Berghausener Bahnhof auf. Da es sich beim Ablegen eines Hack-Pfundes um keine Straftat und keine Ordnungswidrigkeit handelt, ermittelt die Polizei bislang nicht dazu. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe sagt: „Die Beobachtung wurde zwar beim Polizeiposten Pfinztal gemeldet, es liegt aber definitiv kein Polizeisachverhalt vor.“

 

Derweil rätseln die Bewohner Berghausens in einer Facebook-Gruppe, was es mit dem Fleisch auf sich hat. Manche mutmaßen, dass es sich um einen Giftköder handeln könnte, der Hunden oder Katzen anlocken soll. Das Fleisch wurde bislang noch nicht untersucht. Die AVG hält diese Theorie aber nicht für plausibel. „Wir haben bislang keine Tierleichen im Umfeld des Hackfleischs gefunden“, sagt Nikolas Lutterbach von der AVG. Auch die Polizei glaubt nicht daran: „Es liegt stets direkt auf dem Gleisbett, dort kommen Hunde oder andere Tiere nicht hin“, sagt der Polizeisprecher.

 

Andere Mitglieder der Facebook-Gruppe fühlen sich an einen Anrufer erinnert, der vor einigen Jahren in der Sendung „Domian“ zu hören war. Dieser hat dem Moderator Jürgen Domian damals erzählt, dass er sich in seiner Freizeit gerne einen Körper aus 60 Kilogramm Hack formt, um anschließend damit zu schlafen. 

 

Wieder andere Diskussionsteilnehmer schlagen vor, wie man dem Mett-Phantom auf die Spur kommen könnte: mal bei den örtlichen Supermärkten nachfragen. Müsse doch auffallen, wenn jemand regelmäßig so viel davon kauft. Wer in Berghausen in den kommenden Wochen also zum Metzger geht, um Hackfleisch zu besorgen, braucht ein gutes Alibi.

 

jwh

Mehr Fleisch: 

Zur Startseite

Die besten Geschichten von jetzt -

täglichen Newsletter bestellen

oder auf WhatsApp abonnieren