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Der langwierigste Tinder-Flirt aller Zeiten

Josh und Michelle brauchten drei Jahre für zehn Nachrichten - jetzt wollen sie sich aber wirklich treffen. Also ernsthaft.
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    Bild: privat

Vermutlich ist dieser Verfehlung der Neuzeit schon jeder mal schuldig geworden: eine Nachricht ploppt im Handy auf, man liest sie, freut sich, hat gerade keine Lust/Zeit/witzige Idee zu antworten und verschiebt es auf „später“ – was in der Regel bedeutet, dass einem eine Woche später siedend heiß einfällt, dass man vergessen hat zu antworten.

Daraufhin überlegt man sich irgendeine Ausrede, warum man so lange mit der Antwort gewartet hat, die dann normalerweise extrem lahm ausfällt. Und dann fängt das Spiel wieder von vorne an. Oder, wie es dieser Tweet einmal zusammenfasste: 

Zwei Studenten aus den USA haben jetzt gerade gewissermaßen die Meisterklasse der verzögerten Antwort abgeschlossen. Und das kam so:

 

Michelle und Josh trafen sich auf Tinder. Die beiden matchten sich und Josh schickte Michelle eine Nachricht. Wie man es eben so macht. Woraufhin er eine Weile warten musste. Ziemlich genau zwei Monate, bis Michelle sich zu einer Antwort durchringen konnte, mit der etwas lahmen Ausrede, ihr Akku sei leider leer gewesen.

 

Eine sehr kurze (und ziemlich lustige) Konversation folgte, dann kam wieder eine Pause. Diesmal ließ sich Josh zwei Monate Zeit für eine Antwort. Seine Ausrede: war kurz in der Dusche. Einen Monat später die Antwort von Michelle: sie habe gerade erst Joshs Nachricht gelesen, da sie in einer Vorlesung gewesen sei. Drei Monate später: Josh mit einer wirklichen, ehrlichen Entschuldigung. Sieben Monate später: Michelles Antwort. Wiederum zehn Monate später: Josh meldet sich, er hatte einfach so viel um die Ohren. Drei Jahre und eine epische, wenn auch ausgesprochen kurze Konversation später, postete Josh die Konversation auf Twitter. 

Und da nahm die Geschichte auf einmal rasend schnell Fahrt auf. Nachdem einige Medien den Tweet aufgegriffen hatten, schaltete sich auch Tinder ein und belohnte die beiden Schnellspanner mit einem Date am Ort ihrer Wahl. Obwohl die beiden an der selben Uni, nämlich Pennsylvania State, studieren, werden sie sich nun zum ersten Mal nach ihrer zarten Anbahnung vor drei Jahren auf Hawaii treffen. Und die halbe Welt hofft mit ihnen, dass sich diese beiden Super-Prokrastinierer nun unsterblich ineinander verlieben. Oder zumindest eine gute Zeit miteinander haben.

 

chwa 

 

Noch mehr Liebe in Zeiten der digitalen Kommunikation: 

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