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Wie schwarze Eltern mit ihren Kindern über Polizisten sprechen

Achtung, Taschentücher bereithalten!

Wenn deutsche Eltern mit ihren Kindern über Gefahren sprechen, denen sie womöglich in der wilden weiten Welt da draußen begegnen können, dann beinhalten diese vor allem rücksichtslose Autofahrer, böse Männer in Gebüschen oder zu viel Alkohol beim Flaschendrehen. Die Lösung für all diese Probleme liefern sie oft gleich mit: schnell die Polizei rufen, denn die netten Menschen in Uniform werden schon alles richten.

Ganz anders sieht dieses Gespräch aus, wenn schwarze Eltern in den USA es mit ihren Kindern führen. Denn für die gibt es eine ganz besonders schwierige Gefahrenquelle: Polizisten. Alleine im vergangenen Jahr wurden laut Recherchen des Guardian 258 Schwarze durch Polizisten getötet. 

 

Wie also vermittelt man seinen Kindern, dass sie sich vor den Menschen in acht nehmen müssen, die doch eigentlich dazu da sind, sie zu beschützen? Man gibt ihnen Ratschläge, die aus der privilegierten Perspektive betrachtet bizarr erscheinen, aber Leben retten können:

 

Ratschläge, wie „Werde nicht ärgerlich, werde nicht frech, frage nie: Warum haben Sie mich angehalten? Folge einfach den Anweisungen.“

 

„Wenn du in deine Hosentasche langen musst, um deinen Führerschein rauszuholen, frag den Polizisten vorher, ob du es darfst.“

 

„Wenn möglich, ruf jemanden auf dem Handy an und stell es auf Lautsprecher. Aber was auch immer du tust, kündige es vorher laut an.“

 

„Wenn dir der Polizist sagt, du sollst still sein, dann sei still."

 

Am Ende steht die Aussage einer Mutter, die sagt: "Tu alles in deiner Macht stehende, um zu mir nach Hause zu kommen!“  Und wie sich immer wieder zeigt, bedeutet das für viele Schwarze in Amerika, ganz besonders große Vorsicht im Kontakt mit Polizisten walten zu lassen. 

 

chwa

 

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