Von Geronnenem, Geklautem und Gewünschtem

Bevor wir allzu schnell ins Ende des Jahres rutschen, gibt es hier noch mal den ultimativen Wochenrückblick
julia-friese

Montag
Ein Mann flüchtet vor einem Tränengas-Angriff. Demonstranten zerreißen ein Mubarak-Poster. Und jubelnde Frauen in Misrata - Die amerikanische Fotojournalistin Holly Pickett hat den Arabischen Frühling live miterlebt. In sechs Bildern erzählte sie uns ihren persönlichen Rückblick auf die Geschehnisse. Von durchweg persönlichen Geschehnissen erzählte uns hingegen jetzt-Autorin Martina Holzapfl. In „Mut zum Bett“ rief sie dazu auf kernige Abenteuer doch lieber auf dem Federkern auszutragen. Denn Leidenschaftlichkeiten zwischen sibrischen Kletterdornranken oder Lenkrad und Schaltknüppel sind wesentlich schlechter als ihr Ruf. Oder?

Dienstag
„Wieso sind in den Facebook-Statusmeldungen heute so viele Kim-Jong-Il-Witze?", hatte sich unser Autor Lars Weisbrod noch am Montag gefragt, am Dienstag war seine Erkenntnis dann geronnen. Aber nicht nur die vom Tod des koreanischen Diktators, sondern auch jene, dass Nachrichten heute vermehrt rückwärts auf uns zugeschlichen kommen. Wie er das meint und warum "Eiskalte Engel" ein medientheorethisch visionärer Film war, lest ihr hier. Außerdem sprachen wir mit dem Gründer von istchristianwolffnochimamt.de. Warum dieser seine Seite ausschließlich als Erkenntnis-Service verstanden haben möchte und warum man einen Bundespräsidenten nicht verspotten darf, könnt ihr hier nachlesen.

Mittwoch 
Er ist tot und verliert unablässig organische Kleinstteile. Trotzdem wollen wir ihn nicht missen, den Weihnachtsbaum. Oder? Im "Fall für Zwei" gaben sich Nadja Schlüter und Charlotte Haunhorst dem Tannenbaum - Schlagabtausch hin. Warum Nadja das Nadelvieh ganz und gar nicht vermisst und Charlotte ohne Christbaum sofort hungerstreiken würde, lest ihr hier. Wer muss häufig in enttäuschte Augen schauen und weiß warum Jungen Lippenstifte für ihre Mädchen klauen? Der Kaufhausdedektiv natürlich. In der dieswöchigen Danebenjobkolumne berichtete ein junger Vertreter des Faches aus dem Alltag der Shoppingspitzel.              

Donnerstag 
Am Donnerstag widmeten wir uns dem Mann der Münchens Weihnachtszeit verzettelt hat: Andreas Kapp mit seinen Post-It- Wunschadventskalender. Was sich die Münchner über die Klebezettelchen so alles von Kapp gewünscht haben, wie er überhaupt auf die Idee gekommen ist und was Steve Jobs damit zu tun hat lest ihr hier. Um einen ganz anderen Weihnachtsdienst ging es hingegen in „Die Tannenmänner". Unser Autorin Dorothee Klee hat sich die örtlichen Weihnachtsbaumverkäufer vorgeknöpft und sie gefragt, womit sie eigentlich in den übrigen Jahreszeiten ihr Geld verdienen.

Freitag
Am letzten Arbeitstag sprachen wir mit dem jungen Moslem Ramzi Brini der eine Jobbörse für Muslime gegründet hat. Warum es die braucht und warum dort nicht nur religiöse Jobs inseriert, sondern auch muslimische Bademeisterinnen gesucht werden, könnt Ihr in „Eine Verkäuferin mit Kopftuch ist für manche Chefs ein Problem" nachlesen. In der Topsexliste gab es hingegen Pfefferspray im Gewand einer überschminkten Hochglanztussi, harte Fakten zum Thema "Kerben auf dem Kerbholz" und Aufklärung darüber, was die Frage:„Schon mal den Koitus vollzogen, weil du aus Versehen vom Baum auf einen Mann gefallen bist?“mit Präservativen zu tun hat.
In dem Sinne: Frohe Feiertage!    

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