20 Dinge, auf die wir uns im Dezember freuen können

Hilfe, der Dezember kommt! Und mit ihm die gefürchteten dunklen Tage. Und trotzdem gibt es ja immer Gründe, sich dennoch zu freuen auf diesen letzten Monat im Jahr.
jetzt-redaktion
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Illustration: Julia Schubert

1.. Diese komischen Nicht-Tage zwischen dem 2. Weihnachtsfeiertag und Silvester, wo man sich am besten mit viel Essen und Büchern daheim eingraben kann. Und wenn man noch Geschenke bekommt, ist jetzt die Zeit, sie in aller Ausführlichkeit zu befühlen, bestaunen, auszuprobieren und aus Versehen kaputt zu machen. 2. Auf keinen Fall vor lauter Nervös oder Angenervtheit die Weihnachtsfeier mit den Kollegen oder der Fachschaft verpassen! Wann sonst kann man so schön „mal endlich loswerden, was man schon immer sagen wollte“ und Lästermaterial für die nächsten Monate sammeln, als an der Glühweinausgabe. 3. Am 13. Dezember kommt endlich wieder ein Tatort mit den beiden bayerischen Kommissaren Batic und Leitmayr. Bestechend guter Titel: „Wir sind die Guten“ – stimmt ja auch irgendwie. 4. Endlich das Buch “Im Himmel” von Georg M. Oswald zu Ende lesen. 5. Und auch: Endlich das dicke Buch Parcours lesen, das der nette Hermann Schmidt Verlag für alle selbstständigen Schreiber, Designer, Grafiker und Artverwandte gerade herausgebracht hat. Darin wird sehr verständlich und hübsch alles erklärt, von ersten Schritten in die Künstlersozialkasse, über Finanzamt bis hin zur eigenen Kalkulation und zum ersten Businessplan. Ergänzt werden diese Grundlagen durch Interviews mit Selbstständigen, die es geschafft haben. Ein wichtiges Buch für unser DIY-Zeitalter und auch ein gutes Geschenk für, äh, alle Berliner? 6. Zwar leider nur in Berlin, aber trotzdem freuenswert: Ein echtes Notwist-Konzert am 9. Dezember im Astra Kulturhaus. 7. Vielleicht ein Trost für die Münchner? Dort findet nämlich drei Tage später, am 12. Dezember die erste Münchner Twitterlesung statt. 8. Und für alle dazwischen: Ab dem 14. Dezember kannst du über den Song des Jahrzehnts auf jetzt.de abstimmen. 9. Super Geschäftsmodell der Kollegin Schulz, das man sich auch mal abschauen könnte: Nach Weihnachten versteigert sie für alle Angehörigen „doppelte und unpassende Geschenke“ bei Ebay und bekommt dafür fünf Prozent Provision. 10. Alte Freunde neu bestaunen. Weil Weihnachten alle in die Heimat fahren, klappt endlich, was man das ganze Jahr erfolglos versucht hat selbst zu organisieren: Die vollständige Vereinigung des alten Freundeskreises. Aller Voraussicht nach sind die dazugehörigen Nebenrollen gleich mit von der Partie: Die ewig strickende Sitznachbarin, das verrückte Klavierwunderkind und schließlich das ehemals unscheinbare Mädchen, das jetzt Germanys Next Topmodel ist. Nach der Bescherung trifft man sie alle in der ortsbekannten Ramschkneipe. Es ist Klatsch- und Lästerkino der feinsten Manier. Alle artverwandten Fragen von „Ist die echt so fett geworden?“ werden an diesem einen Abend so reichhaltig befriedigt, dass einem zum Schluss ein bisschen schwindelig davon ist. Das kann aber auch an dem vielen Bier liegen, das man die ganze Zeit von dem erstaunlich attraktiven Jungen neben einem ausgegeben bekommt. War das nicht der große Bruder von …? 11. Alle sind schon seit Monaten ganz aufgeregt, weil Spike Jonze den Kinderbuch-Klassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ verfilmt hat – unter anderem mit James Gandolfini und Katherine Keener. Und endlich, endlich, endlich kommt der Film endlich in unsere Kinos. Nämlich am 17. Dezember. 12. Eine Woche früher kommt

ins Kino – eine sehr lustige Komödie mit Woody Harrelson und vielen Untoten, die zur Abwechslung mal nicht attraktiv, rätselhaft und zum Reinverlieben sind, sondern eklig – und unter allen Umstäden getötet werden müssen. 13. Bald bauen sie wieder die Eisfläche in der Innenstadt auf. Da kann man dann entweder begeistert mitschlittern oder zuschauen, wie sich Kinder auf die Fresse hauen. 14. Auch wenn es dann gegen Ende in Stress ausartet: sich Geschenke für nette Menschen überlegen, kaufen oder selber machen, macht doch eigentlich sehr viel Spaß. 15. Zum Tier werden. Exzessivitäten aller Arten sind in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester erlaubt. Weil spätestens am zweiten Januar renoviert wird, darf davor jeder sündenmäßig noch mal eine Abrissparty schmeißen. Essen, saufen, feiern bis alle mühsam auferlegten Grenzen vergessen sind. Und außerdem: In nostalgischer Schnapsromantik noch mal mit dem Exfreund rummachen. 16. Zimsterne! 17. Die Skisaison hat zwar schon im Oktober begonnen, aber erst im Dezember können wir uns auch mental darauf einstellen, die Brettln aufs Dach zu schnallen und uns dann ins Stubaital zu begeben und so weiter und so fort. 18. Trotz allem

von Wham 19. An den Feiertagen laufen wieder die ganzen alten Astrid-Lindgren-Verfilmungen, mit denen man sich früher immer das Warten aufs Christkind verkürzt hat. Zum Beispiel das dolle Doppelfeature an Heiligabend im ZDF: „Pippi geht von Bord“ um 12:25 Uhr und „Michel in der Suppenschüssel“ um 13:45 Uhr. 20. Am 31. Dezember ist endlich 2009 vorbei und wir können pünktlich eine Minute nach zwölf Uhr irgendwas Altkluges über die „Nuller-Jahre“ erzählen oder - viel moderner - twittern.

Text: jetzt-redaktion - Illustration: judith-urban

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