Schlimmer Wohnen: 20 Dinge, die in deiner Wohnung nerven

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1. Hausschuhe. An deinen Füßen. Bei unserem ersten Hausbesuch. Klar ist es gemütlich, daheim an kalten Abenden mit den Filz-Hüttenschuhen über das Parkett zu flitzen. Aber die Botschaft, die diese Schuhe vermitteln, ist mit Sicherheit keine, die du beabsichtigst. Oder wolltest du es dir heute Abend bei einem Glas warmer Milch im Hobbykeller gemütlich machen, während wir oben die Küche noch schnell auf Hochglanz polieren, und dann bald mit der neuesten Ausgabe der „Brigitte“ aufs Sofa fallen? 2. Benutztes Geschirr in irgendeinem anderen Zimmer als der Küche oder dem Esszimmer. Noch getoppt von benutztem Geschirr auf dem Boden. 3. Eine Klorolle neben dem Bett. Egal, ob du noch bis gestern mit einer starken Erkältung niedergestreckt warst oder jeden Abend andere Körperflüssigkeiten aufsaugen musst – wir wollen uns das nicht vorstellen müssen. 4. Eine Collage aus Sauf-Fotos, die auf der Kühlschranktür kleben. Wer auch nach dem Abitur noch meint, seine Bad-Assigkeit mit fotografischen Dokumenten des Alkoholkonsums darzustellen, mit dessen Lebensart und Coolness ist es nach unserer Erfahrung nicht allzu weit her. 5. Mehr als der übliche Elektroschrott. Wenn sich auf dem Schreibtisch mehr als ein Monitor, mehrere Mäuse, Kabelsalat und verstaubte Floppy-Disks zu einem unüberwindbaren Hindernis auftürmen, dann macht uns das ein bisschen Angst.

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Illustration: Julia Schubert

6. Ein Kühlschrank, in dessen Getränkefach sich Champagner befindet. Nicht, dass wir etwas gegen Prickelgedöns hätten, aber wer Champagner auf Verdacht vorrätig hat, der hat bestimmt auch Lust auf experimentelle Sexspielchen mit Lebensmitteln – beim ersten Date und ganz ohne Humor, dafür aber mit Sprühsahne. 7. Offen herumstehende Salben oder Pillen gegen ansteckende Krankheiten wie Feigwarzen, Herpes, oder hartnäckigen Fußpilz. Ist schon klar, dass es Menschen gibt, die an Krankheiten leiden und dass die oft gar nicht viel dafür können. Aber beim ersten Mal zu Hause bei euch macht uns der Anblick solcher Intim-Dinger doch eher Angst, als Lust auf „mehr“! 8. Eine Leergutsammlung im Flur, die mehr als 15 Euro wert ist. Wer sein Leergut zum Mosaikteppich anwachsen lässt, der ist nach unserer Erfahrung entweder ein etwas zu leidenschaftlicher Schluckspecht oder ein so fauler Mensch, dass er vermutlich auch seine Zehennägel erst dann kappt, wenn sie den Boden entlang scharren. 9. Hässliche Bettwäsche. Klingt vielleicht unspezifisch, aber hässlich ist eigentlich ganz einfach alles, was nicht einfarbig, dezent gestreift oder kariert ist, was aus Satin oder ähnlich schlimm-schleimigen Materialien besteht oder seine besten Zeiten zur Hochzeit deiner Eltern gesehen hat. 10. Wenn der Kühlschrank auch beim dritten Besuch immer noch die selben Gegenstände enthält wie beim ersten: eine Tube Mayonnaise, einen labbrigen Sellerie und einen an den Rändern aufgebogener Aufschnittkäse in Plastikfolie. Kein Mensch ist verpflichtet, Gourmet-Schmäuse für den One-Night-Stand zuzubereiten. Aber das Minimalprogramm "Milch zum Kaffee" gebietet die Höflichkeit. Eine Scheibe Brot mit Butter zum Frühstück ist dann sozusagen das Zuckerl obendrauf. 11. Mehr als drei Gegenstände, die auf die Anwesenheit einer Dame hinweisen: Es ist natürlich völlig in Ordnung, wenn du aus Sparsamkeit oder in der Hoffnung auf zukünftigen Damenbesuch die halbleere Tampon-Packung deiner Exfreundin noch herumstehen hast, oder sich immer noch einige Haarklammern in der Sofaritze finden. Aber wenn die Zahl der spezifisch weiblich konnotierten Gegenstände das Normalmaß übersteigt, dann müssen wir befürchten, es entweder mit einem notorischen Mehrfach-Beglücker zu tun zu haben – oder mit einem Menschen, der mit unserer Hilfe über irgendetwas hinweg kommen will. Und beide Aussichten sind, gelinde gesagt, nicht unbedingt berauschend. 12. Ein vereinzeltes Handtuch im Bad, das erkennbar schon seit Wochen dort hängt, gräulich verfärbt und an den Rändern ausfasernd, dauerhaft feucht mit einem leichten Modergeruch: nein! 13. Wegen der witzigen Überschrift ausgerissene Zeitungs-Artikel. Was als WG-Humor gerade noch erlaubt ist, wirkt in Single-Wohnungen mehr als fraglich. 14. Fenster, aus denen man nicht rausschauen kann. Klar, Fensterputzen ist nach Bügeln die zweitschlimmste Hausarbeit der Welt. Aber wenn man nicht einmal mehr erkennen kann, welche Farbe der Himmel draußen hat, dann sollte man sich schweren Herzens mit Zeitungspapier und Essig an die Reinigung derselben machen. Ist viel schöner, versprochen! 15. Ein Zimmer, das auf einen Flachbildfernseher mit völlig überdimensioniertem Durchmesser zugerichtet ist. 16. Zu viel Design. Nicht, dass wir was gegen schön eingerichtete Wohnungen haben, aber wenn wir eine Arne-Jacobsen-Ausstellung betrachten wollen, dann gehen wir ins Museum. Und wer seine Wohnung einrichtet wie von aktuellen Styleblog-Trends empfohlen, der macht uns in seinem Perfektionswahn ein schlechtes Gefühl. 17. Eine Wohnung ganz ohne Lesestoff. Nicht mal ein Kochbuch? Wirklich? Aber ist dir denn nie langweilig? Ach, dafür gibt es das Internet? Stimmt eigentlich ... 18. Mehr als zwei Haustiere. Keine Erklärung, nur langjährige Erfahrung. 19. Ein Archivsystem für deine Sammlung. Egal, ob es sich dabei um deine Vinyl- oder eine Comicbuch-Sammlung handelt, gegen die wir übrigens wirklich gar überhaupt nichts einzuwenden haben. Aber wer sich die Zeit nimmt, das Gesammelte auch noch zu archivieren und zu vermerken, der neigt zur Besessenheit und das ist nie besonders sympathisch. 20. Du mit schlechter Laune.

Text: jetzt-redaktion - Foto: Nadine Platzek / photocase.com

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