Viertelkunde: Dortmund

Lieber ins schicke Kreuzviertel oder in die multikulturelle Nordstadt? Unsere Kurz-Anleitung für Dortmund sagt dir, in welches Viertel du ziehen musst.
jetzt-redaktion
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Illustration: Julia Schubert


Barop/Eichlinghofen

Das bekommst du hier: unmittelbare Nähe zum Campus der TU: alle Lehr- und Forschungseinrichtungen, Wohnheime und weitere universitätsnahe Infrastruktur samt Grünflächen sind zwischen diesen beiden Stadtteilen angesiedelt; mancherorts einen herausragenden Blick auf das Dortmunder Stadion
Das bekommst du hier nicht: junges Leben: die Studenten, die hier wohnen, feiern woanders; Bars und Clubs; das Verständnis deiner Nachbarn, wenn es mal lauter wird (hier wohnen vor allem Familien, Senioren und Gutbetuchte)
Durchschnittsmiete Barop: zwischen 6 und 6,70 €/qm; Eichlinghofen: etwa 6,30 €/qm (Quelle: Stadt Dortmund)

Hörde

Das bekommst du hier: Nähe zur Uni und Innenstadt; Theater, Museen, historische Bauwerke; den Phoenixsee direkt vor der Haustür (entstanden durch die Flutung des ehemaligen Stahlwerk-Geländes); das Newcomer-Festival "Rock in den Ruinen" auf dem Phoenix-West-Gelände (wenn es nicht wie in diesem Jahr abgesagt wird); das Phoenix-West-Gelände an sich, das heute Standort für Unternehmen aus dem Bereich der Mikrosystemtechnik ist, sich aber auch als Fotomotiv und für Spaziergänge bestens eignet; einen ersten Anflug von Gentrifizierung (oder wie Stadtplaner sagen würden: die Entwicklung zu einem modernen freizeitorientierten Stadtteil)
Das bekommst du hier nicht: ein breites Angebot an Kneipen, Bars und Clubs; das Verständnis deiner Nachbarn, wenn es mal lauter wird - denn die können ein paar Tage älter sein; beim Blick auf die Villen am Phoenixsee: das Gefühl, das Richtige zu studieren 
Durchschnittsmiete Hörde: 5,25 bis 5,75 €/qm (Ausnahme sind natürlich die Luxuswohnungen am Phoenixsee!) (Quelle: Stadt Dortmund)

Kreuzviertel

(bezeichnet das Gebiet zwischen Hoher Straße, Sonnenstraße, Große Heimstraße und Rheinlanddamm, grenzt an den Althoffblock im Westen, das Unionviertel im Nordwesten, das Klinikviertel im Norden und das Saarlandstraßen-Viertel im Osten) 

Das bekommst du hier: Nähe zur Innenstadt sowie zu TU und FH; Altbauten (haben den Krieg hier weitgehend unbeschadet überstanden); akademisch-studentisches Flair; Bar an Bar und viel Außengastronomie; das Gefühl, eben doch in einer richtig hübschen Studentenstadt zu leben; neidvolle Blicke, wenn du erzählst, wo du wohnst; vergleichsweise hohe Mieten
Das bekommst du hier nicht: das Flair einer ehemaligen Industriestadt (dafür ist es zu schick); einen Parkplatz; Ruhe vor deinen Eltern (denn die werden dich hier gerne und oft besuchen) 
Durchschnittsmiete Kreuzviertel: etwa 7,25 €/qm (Quelle: Stadt Dortmund) 

Nordstadt

(meint alles nördlich vom Hauptbahnhof, unterteilt in Hafen, Nordmarkt und Borsigplatz)
Das bekommst du hier: den Hauptbahnhof und einen Busbahnhof direkt vor der Haustür; extrem günstige Mieten; viele Studenten; multikulturelles lebendiges Flair (besonders rund um den Nordmarkt); gutes Essen; rund um das Hafenviertel tolle Bars und Clubs; das Kollektiv "Maschinerie", das sich für den Aufbau eines Zentrums für Underground-Clubkultur und Kunst einsetzt; das Rotlichtviertel in der Linienstraße; Sätze zu hören wie: "Das ist doch viel zu gefährlich dort! Wurdest du noch nicht überfallen?"
Das bekommst du hier nicht: eine schöne Aussicht; ein sicheres Gefühl beim Alleine-Nach-Hause-Gehen; Ruhe vor den Sorgen der Eltern, nachdem sie einmal dort waren
Durchschnittsmiete Nordstadt: 5,25 bis 5,75 €/qm (Quelle: Stadt Dortmund)


Dieser Text erscheint im "Studentenatlas", ein Projekt von jetzt.de und SZ.de. Mehr Infos dazu findest du hier. Eine interaktive Dortmund-Karte für Studenten findest du hier.

Text: jetzt-redaktion - Text: Hanna Voß; Illustration: Katharina Bitzl

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