Wie lebt es sich in ... Dortmund?

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Ursprünglich bin ich nach Dortmund gekommen, um zu studieren. Mittlerweile lebe ich hier im dritten Jahr und habe mich damit abgefunden - schließlich gibt es ein paar lauschige Plätze zwischen Industriebrachen und Ruhrpott-Grau.
Am besten gefällt mir an Dortmund, dass man schnell weg ist. Die Stadt ist umringt von Autobahnen. Außerdem ist es ein bisschen Berlinig, aber es weiß keiner. Graffitis an Hauswänden, aber eben nicht als Individual-Alternativ hoch gehyped. Libanesische, pakistanische, türkische Supermärkte in der Münsterstraße – eine Multikulti-Stadt, aber niemand muss das betonen.
Immer noch nicht gewöhnt habe ich mich daran: „Hömma Kerr, wat dat denn? De Oppa umme Ecke anner Trinkhalle.“ Außerdem daran, dass Dortmund nur den Fußball hat. Und die Industriekultur, die bei jedem Event ausgekramt wird. Die Dortmunder hängen an ihrer Vergangenheit und erzählen gerne von Oppa, wie er unter Tage gearbeitet hat. Im Sommer ist es dort in Dortmund am schönsten: Im Westpark mit vollem Picknickkorb. Oder im Wischlinger Park, auf einem Tretboot.
Im Winter sollte man besser: Honig einpacken und ins Solebad in Wischlingen gehen. Das hat elf Saunen, eine Salzgrotte, Dampfbad und Whirlpool. Ein ganzer Tag kostet am Wochenende 13,50 Euro und es gibt einen großen Raum, in dem man ganz legal seine eigenen Schnitten essen darf.
Bei Regen gehe ich am liebsten: Ins Theater. Darauf gibt es jetzt eine Flatrate: Jeder Studi zahlt im Semesterbeitrag 1,50 Euro. Dafür dürfen wir so oft wir wollen umsonst ins Theater – sogar in die erste Reihe. Dafür gibt es jede Menge Reizüberflutung, denn die Macher lieben Videokunst zu schrillen Kostümen und Bühnenbildern. Bestes Viertel der Stadt: Barop. Zwischen Uni und Feldern sind die Studentenwohnheime verteilt. Jedes hat seine eigene Kneipe, jede macht an einem anderen Tag in der Woche auf. Günstiger kommt ihr nicht weg, nirgendwo schneller an einen Plausch mit anderen Studis.
Zum Frühstücken gehe ich am liebsten: Ins Café Alex an der Reinoldikirche. Das ist stink normal eingerichtet, hat aber Croissants, Tomate-Mozarrella mit Pesto und Joghurt-Dessert mit Minze im Buffet für knapp acht Euro. Bestes Café der Stadt: Das Kieztörtchen in der Essener Straße.
Mit Freunden gehe ich am liebsten dort essen: Kapadokya in der Brückstraße macht den besten Döner der Stadt. Mit viel Hähnchenfleisch!
Mit meinen Eltern gehe ich hingegen eher in den Kitchen Club in der Plauener Straße. Modern eingerichtet, mit  kreativen Mittagskombinationen. Mein Lieblingskino: Die Schauburg mit ihren roten Polstersesseln und großer Ablage für Popcorn am Vodersitz. Das Lichtspieltheater ist ein Programmkino, zeigt aber auch Mainstream-Filme kurz nachdem die großen Kinos sie zeigen. Dienstag kostet das fünf Euro, ansonsten sieben.
Tipp für Kenner: Der Nachtflohmarkt im Depot. Regelmäßig unregelmäßig wird in der alten Fabrikhalle in der Nordstadt getrödelt. Das kostet drei Euro Eintritt, hat aber Charme – und oft tritt jemand dazu auf. jetzt-Mitarbeiterin Julia-Neumann


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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Ursprünglich bin ich nach Dortmund gekommen, um zu studieren.
Ich lebe seit 25 Jahren in Witten, einer Nachbarstadt von Dortmund, aber wenn ich essen gehen, ins Kino will oder irgendetwas anderes unternehmen möchte, zieht es mich eigentlich immer in die Heimatstadt des BVB.
Am besten gefällt mir an Dortmund das Westfalenstadion und die vielen kleinen Kneipen, Restaurants und Bars im Kreuzviertel, wie zum Beispiel das Balke
Immer noch nicht gewöhnt habe ich mich an die vielen Tauben. Im Sommer ist es dort in Dortmund am schönsten: Am Phönixsee, beim Grillen im Westpark oder im Herr Walter, ein Eventschiff im Hafen.
Im Winter sollte man besser auf den Weihnachtsmarkt gehen.
Bei Regen gehe ich am liebsten ins Schauspiel Dortmund. Bestes Viertel der Stadt: Ganz klar das Kreuzviertel, wegen der tollen Häuser, der tollen Menschen und der tollen Kneipenszene.
Zum Frühstücken gehe ich am liebsten: Ins Alex an der Reinonldikirche, die haben einfach die größte Auswahl und es ist immer lecker. Aber unbedingt einen Tisch reservieren, wenn man am Wochenende hin möchte.

Bestes Café der Stadt: Hofcafe im Unionviertel oder ins Kieztörtchen... unbedingt die Spinattorte probieren, auch wenn es sich erstmal komisch anhört.
Mit Freunden gehe ich am liebsten dort essen: Entweder ins Monchi Fusion Kitchen, in den Kitchen Club oder ins Schönes Leben. Mit meinen Eltern gehe ich hingegen eher ins Mongo's wegen der frischen Zutaten und leckeren Saucen oder ins Steakhouse Rodizio, wenn man mal ein richtig leckeres Steak essen möchte. Mein Lieblingskino: definitiv das Roxy Kino, mit der großartigen Auswahl an Independentfilmen. Hier ist montags (außer an Feiertagen) Kinotag und der Eintritt kostet nur fünf Euro. Oder eben das Cinestar am Bahnhof, wenn man lieber die aktuellen Blockbuster schauen möchte. Hier ist montags für Studenten Kinotag und der Eintritt kostet ebenfalls nur fünf Euro. jetzt-Leserin Sarah


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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Ursprünglich bin ich nach Dortmund gekommen, weil meine Eltern sich getrennt haben, wir zu der Zeit im Ausland lebten und die Familie meiner Mutter aus Dortmund kommt.
Mittlerweile lebe ich hier seit 12 Jahren.
Am besten gefällt mir an Dortmund, dass die Stadt im Ruhrgebiet liegt und man innerhalb kürzester Zeit viele andere Städte erreichen kann.
Immer noch nicht gewöhnt habe ich mich an den „Jogginghosen-Style“ mancher Mitmenschen. Im Sommer ist es in Dortmund beim Grillen im Westpark, im Westfalenpark oder am Dortmund-Ems Kanal am schönsten.
Im Winter sollte man besser: die Weihnachtsmärkte der Region besuchen oder Eislaufen gehen.
Bei Regen gehe ich am liebsten ins Kino wie zum Beispiel die Postkutsche in Aplerbeck. Bestes Viertel der Stadt: Das Kreuzviertel mit seinen vielen Bars und Restaurants.
Zum Frühstücken gehe ich am liebsten: ins Turmrestaurant des Dortmunder Fernsehturms. Dort ist es zwar etwas teurer aber man hat einen wunderschönen Blick über Dortmund.
Bestes Café der Stadt: Café Creme in der Innenstadt. In dem kleinen, rosa, Café gibt es leckeren Kuchen  und auch zum Mittagessen wird dort immer eine Kleinigkeit angeboten.
Mit Freunden gehe ich am liebsten dort essen: Beim Spanier Tapas Factory in Dortmund- Hombruch. Dort gibt es super leckere Tapas zu verschiedenen Preisen.
Mit meinen Eltern gehe ich hingegen eher ins Fukuoka. Nette, ruhige Atmosphäre und super leckeres Sushi. Mein Lieblingskino: Die Postkutsche in Dortmund -Aplerbeck. Mittwochs ist dort Kino-Tag und eine Karte kostet fünf Euro. Es gibt freie Platzwahl und eine Ablagefläche für Popcorn und Co.
Tipp für Kenner: Das Happy Happy Ding Dong in der Hohen Straße. Die ist ein bisschen rockig zurecht gemacht, günstig und man kann Fußball gucken und Karaoke singen. jetzt-Leserin Karo

Text: jetzt-redaktion - Bilder: o.H. / Illustration: Katharina Bitzl

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