Die Stadt mit dem Dom

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Der Dom ist am schönsten, wenn man bei Dunkelheit am Hauptbahnhof ankommt, aus einer Stadt, in der man sich nicht so richtig wohlgefühlt hat. Wenn man dann aus dem Haupteingang des Bahnhofs tritt, erschlägt der angestrahlte Dom einen fast mit seiner majestätischen Schönheit - und das Herz schlägt für Köln.

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Grundsätzlich besticht Köln aber nicht durch seine Bauwerke: "Könnte Köln sein" ist zu einem festen Ausdruck geworden, wenn es um wenig beeindruckende Architektur geht. 2008 erschien bei Suhrkamp ein Buch mit diesem Titel, das sich mit der Verwechselbarkeit moderner Städte beschäftigt.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert



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Wer im Grüngürtel (so heißen die halbkreisförmigen Grünzonen entlang beider Seiten des Rheins) bei Dämmerung kleine Tiere herumflitzen sieht: Keine Angst, das sind keine Ratten. In Köln gibt es eine sehr niedliche Kaninchen-Plage.

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Wenn es sich vermeiden lässt: Nicht mit der Stadtbahnlinie 13 fahren. Denn die braucht gefühlt fast überallhin länger als jede andere Verbindung.

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Der Barbarossaplatz ist der hässlichste Platz nicht nur Kölns, sondern ganz Deutschlands. Das findet zumindest Helge Malchow, Verleger der Kölner Verlagsinstitution Kiepenheuer & Witsch.

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Auch wenn alle nur noch von Berlin reden: Köln hat einen festen Platz auf der Landkarte der elektronischen Musik. Von Künstlern wie Karlheinz Stockhausen bis zum immer noch existierenden Label Kompakt hat man in Köln schon immer viel dafür getan, dass sich die elektronische Musik weiterentwickelt.

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Wer partout keine Lust auf den ganzen Trubel zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag hat, sollte zumindest am Karnevalsdienstag zu einer "Nubbelverbrennung" gehen. Einfach ausprobieren (oder hier spicken).

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Auch wenn Traditionen wie Karneval zum Leben dazugehören, eines kann man sich schenken: die alberne Städtefeindschaft mit Düsseldorf.

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Wer nicht nach spätestens fünf Jahren davon überzeugt ist, dass die ganzen Karnevalslieder wahr sind und er wirklich in der schönsten Stadt der Welt lebt - für den ist Köln vielleicht wirklich nichts.

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Um als Zugezogener vom "Imi" zum echten Kölner befördert zu werden, dauert es aber länger: nämlich elf Jahre - wie lange auch sonst.
             
Dieser Text erscheint im "Studentenatlas", ein Projekt von jetzt.de und SZ.de. Mehr Infos dazu findest du hier. Eine interaktive Köln-Karte für Studenten findest du hier.    

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