Bajuwarisch zocken und die traurigste Eule der Welt

War da was, in der KW 37? Hier liest du, was in den letzten Tagen auf jetzt.de passiert ist und was uns sonst noch in dieser Woche aufgefallen ist.
juliane-frisse

Was auf jetzt.de geschah - fünf Texte, die wir dir nochmal nachdrücklich zur Lektüre empfehlen wollen:

"Die Jugend schweigt nicht"
Nastas Freund sitzt in Weißrussland im Gefängnis. Seine Haft ist laut Menschenrechtsorganisationen politisch motiviert. Nasta darf ihren Freund nicht besuchen, nur aus Briefen weiß sie, dass er sich nicht einschüchtern lassen will. Ingo Petz hat mit ihr über [link=/texte/anzeigen/555250/Durchhalten-im-Gefaengnis" target="_blank">das Durchhalten und die Opposition der Jugend in Weißrussland gesprochen.

Berlin hat einen Sprayer-Atlas
Der Berliner Carlson Janke hat eine [link=/texte/anzeigen/555478/Neuer-Atlas" target="_blank">Karte mit den Graffiti-Hot-Spots der Haupstadt erstellt. Die Grundlage für den Sprayer-Atlas bilden Daten aus den Kriminalitätsstatistiken der Berliner Polizei, die Janke grafisch aufbereitet hat. Nicht nur für die Sprayer-Szene ist die Karte aufschlussreich, man erfährt auch viel über Stadtentwicklung.[link=/jetztpage/christian-helten" target="_blank"> [link=/jetztpage/christian-helten" target="_blank">Christian Helten aus der jetzt-Redaktion hat die Graffiti-Karte vorgestellt.

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Illustration: Julia Schubert

So schaut er aus, der Sprayer-Atlas.

"Trollen ist so alt wie die Menschheit"
Der gemeine Troll zeichnet sich dadurch aus, dass er in Foren und Kommentarthreads stört und sich einen Spaß daraus macht, andere zu ärgern. Stefan Krappitz hat seine Diplomarbeit über "Troll Culture" geschrieben und kann den Trollen auch etwas Positives abgewinnen. Sind Trolle vielleicht gar die moderne Variante von Sokrates? [link=/jetztpage/nadja-schlueter" target="_blank">Nadja Schlüter aus der jetzt-Redaktion hat mit Trollversteher Stefan gesprochen.

Blamage Bayern
Wie kann man junge Mensche erreichen, wenn nicht mit einem Computerspiel? So was in der Art muss man sich in der Bayerischen Staatskanzlei gedacht haben, als dort jemand entschieden hat, dass es ein Browsergame zur Zukunftskampagne der Staatsregierung geben soll. "Aufbruch Bayern" heißt es, soll den Spielern die "bayerischen Kernwerte" Familie, Bildung und Forschung näherbringen und wartet mit der bayerischen Schutzpatronin Bavaria auf. jetzt-Mitarbeiterin Kathrin Hollmer hat das Spiel getestet und mit der Entwicklerfirma gesprochen.

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Illustration: Julia Schubert

Zocken bajuwarisch.

Frisch lackiert
Nagellack is the new Lippenstift. Der Verkauf von Nagellack ist nämlich im vergangenen Jahr um 67 Prozent gestiegen. Damit hat er den Lippenstift als Rezessions-Index-Anzeiger abgelöst. Woran das liegt und wieso der Trend zum Gaga-Nageldesign auch kritisch gesehen wird, hat jetzt-Mitarbeiterin Christina Wächter zusammengefasst.

Und im Kosmos?
Ist uns besonders der Erfahrungsbericht von jetzt-User winjas im Gedächtnis geblieben. Auf der Suche nach einem Studentenjob hat er sich bei dem mobilen Pflegedienst gemeldet, bei dem er bereits seinen Zivildienst abgeleistet hatte. Nach zwei Wochen kündigt er wieder. Warum, kannst du hier nachlesen.

Worüber alle in KW 37 geredet haben: Das anonymisierte Interview mit einem schwulen Fußballbundesligaspieler, das im "Fluter", dem Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen ist. Mancher wie etwa der 11-Freunde-Chefredakteur fragt sich allerdings, ob das Gespräch tatsächlich stattgefunden hat.

Diese Statistik... hat uns nachdenklich gemacht: Laut einer Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie starten nur 15 Prozent der Deutschen in Notsituationen überhaupt einen Wiederbelebungsversuch per Herzdruckmassage. Deshalb sterben schätzungsweise 10.000 Menschen pro Jahr, die ansonsten gerettet werden könnten.

Was wir nicht behalten müssen, aber trotzdem nicht mehr vergessen werden:
2001 wurde auch im Kölner Tatort nach dem NSU-Terroristen Uwe Mundlos gefahndet. Sein reales Fahndungsfoto war in der Episode "Bestie" in der Akte eines fiktiven Sexualstraftäters zu sehen. Die Produktionsfirma sagt: Oh, hat die Praktikantin wohl Mist gebaut. Normalerweise würden für solche Requisiten aber Fotos von Mitarbeitern verwendet.

Was wir diese Woche gelernt haben:
Es gibt schon längst eine neue Tagesschau-Melodie! 1. Die Hook des heiligen Nachrichtenflaggschiffs der ARD ("Ta-ta, ta ta ta taaa!") wird weder, wie zunächst vermeldet, entsorgt, noch wird Oscar-Preisträger Hans Zimmer persönlich den Sound überarbeiten. 2. Selbst wenn sich der vertraute Tagesschau-Sound ändern sollte, hätten wir uns wohl eh schnell an die neue Melodie gewöhnt - so wie letztes Mal: Vor sieben Jahren hat die ARD das vermeintliche Sakrileg nämlich schon begangen und die Melodie "gravierend" verändert, wie der Blogger Stefan Niggemeier schreibt. Nur dass das damals wohl niemanden interessiert hat. Hier kannst du die Noten vergleichen.

Gedanken zur Nachrichtenlage: Nichts ist egaler als das iPhone 5. Wobei dessen Überflüssigkeit wiederum eine kleine Zäsur im digitalen Zeitalter darstellt, wie Jeff Jarvis recht treffend twitterte:

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Illustration: Julia Schubert



Ohrwurm, den wir nicht mehr losgeworden sind:
http://www.youtube.com/watch?v=71x2GChXKxM
(ok, vor allem haben wir auf unseren Stühlen rumgezappelt)

Das Tierfoto der Woche: Jaja, seit der ]auf dem Cover der TV-Beilage ]

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Illustration: Julia Schubert



Klick mich! Einige Menschen glauben ja, dass man in einer Wohnung ohne Eames-Stühle, einzigartige Flohmarktfundstücke und abgezogene Dielen maximal vegetieren kann. Nicht nur auf jetzt.de war die

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