Das war's!

Die KW 43 kurz zusammengefasst. Für alle, die diese Woche keine Zeit zum Lesen hatten.
johannes-drosdowski

Zwei linke Hände
Wenn jetzt-Mitarbeiter Jan Stremmel versucht seine WG zu verschönern, wird es eigentlich nicht wirklich besser. Er kocht nicht gerne und ist auch ansonsten kein Mensch mit handwerklicher Begabung oder auch nur Interesse. Sein Mitbewohner Michi ist da ganz anders. Hier erzählen die beiden, worauf sie beieinander neidisch sind und wer nach einer atomaren Katastrophe besseren Überlebenschancen hätte.

Kein Durchblick im Datenschutzrecht-Dschungel?
Kein Problem! In den Fünf Fragen bekommst du erklärt, was da eigentlich alles genau los ist. Was hat die EU denn jetzt eigentlich beschlossen und warum? Und brauchte man dafür wirklich erst Edward Snowden? Der Grünen-Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht weiß, was wichtig is.

FotoDocs 2013
Hannah Modigh dokumentiert Drogen, Verzweiflung und Jugend in einer verarmten amerikanischen Kleinstadt. Andrea Gjestvangs protraitiert Überlebende des Massakers von Utøya und Anne Morgenstern demaskiert jugoslavische Jugendliche in der Schweiz. Ihre Fotografien sind momentan in der Ausstellung „Stranger World“ im Münchner Stadtmuseum zu sehen. Wir haben mit den Künstlerinnen gesprochen.

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Illustration: Julia Schubert



Wer ist der Mörder? Diese und andere Fragen versuchte Münchner „Tatort“-Kommissar Udo Wachtveitl während einer entspannten Partie München-Cluedo zu beantworten. Warum er sich sogar an seinem Geburtstag für uns Zeit genommen hat und wieso er sich über seine Arbeit froh ist? Hier geht’s zum Interview, bei dem ordentlich geschummelt wurde.

Abbruchgefahr
Kay, Oliver, und Christina haben ihr Studium abgebrochen, teilweise kurz vor ihrem Abschluss. Was treibt einen dazu, kurz vor dem Ziel aufzuhören und eine andere Karriere zu starten? Mit den jetzt-Mitarbeitern Christian Endt und Nadja Schlüter haben die drei über Ängste, Zweifel und die Erleichterung nach dem Abbruch gesprochen.

Langweilige Meldungen dieser Woche:
Der kleine Prinz George wurde getauft. Ja, das ist wichtig für ihn, aber für den Rest der Welt? Immerhin waren die Meldungen über dieses Großereignis noch positiver als die über den augenscheinlichen Knaller der Woche: Die Merkel wurde belauscht! Wer davon wirklich schockiert ist, hat wohl nicht zu Ende gedacht, als bekannt wurde, dass deutsche Bürger abgehört werden. Warum sollte sich die NSA unsere privaten Streitereien, Versöhnungen und anderes Gedöns antun, aber wirklich wichtige politische Pläne der deutschen Regierung nicht hören wollen? Lustig wurde es dann aber doch, als Merkel verkündete, was alles nicht geht.

Wirklich schockierend...
...ist hingegen, was einem 13-Jährigen in Santa Rosa, Kalifornien, zugestoßen ist. Nachdem es in den Tagen zuvor zu mehreren Gewalttaten durch Schüler kam, wurde er auf offener Straße von einem Hilfssheriff erschossen. Der Beamte hatte das Soft-Air-Gewähr des Jungen nicht als Spielzeug erkannt und fühlte sich bedroht.  Auch ein Fünfjähriger in Orange County, Texas, kam durch eine Schusswaffe ums Leben. Seine Babysitterin hatte die Pistole mit zur Arbeit genommen und war eingeschlafen. Als der Junge mit der Waffe spielte, löste sich ein tödlicher Schuss. Höchste Zeit umzudenken! In der Zwischenzeit ist die EU durch den hochstilisierten Abhörskandal um Kanzlerin Merkel so irritiert worden, dass die Tagesordnungspunkte des nächsten Gipfeltreffens Ende Oktober allesamt verändert oder gestrichen werden. Manche Insider munkeln sogar, das Treffen könnte ganz abgesagt werden. Dass dabei wichtigere Themen auf der Strecke bleiben, scheint die gekränkten Politiker-Diven nicht weiter zu stören. Am Ende kann man nur hoffen, dass durch das Streichen mancher Themen wie etwa der Roaming-Gebühr doch mehr Zeit für anderes übrig bleibt. Besonders für die Flüchtlingspolitik, die das erste Mal seit langer Zeit wieder zum Thema in Brüssel werden sollte. Dass dabei aber wirklich mehr als eine hochoffizielle Beileidsbekundung beschlossen wird, bleibt zu bezweifeln. Umfassend möchte man sich mit Lösungen für das Problem nämlich erst im Juni nächstes Jahr befassen.

Fundstück der Woche
Der Rezeptomat. Wenn es einem einfach mal nicht gut geht, warum auch immer, findet man hier mit Sicherheit die passende Therapie. Einfach in die Rezept-Maske das Leiden eintragen (zum Beispiel „Bett; Unfähigkeit es zu verlassen“) und schon wird einem ein Roman vorgeschlagen, der alles wieder in Ordnung bringt. Heroische Selbstversuche haben bewiesen: es funktioniert.

Album der Woche
Motörhead – „Aftershock“. Dreckiger, groovender Sound. Mit ihrem 21. Album entschädigt die Band ihre Zuhörer für all die Enttäuschungen der vergangenen Jahre. Motörhead erklärt endlich wieder, warum sie auch nach 38 Jahren Bandgeschichte noch immer eine Existenz- und Erfolgsberechtigung haben. Vielen Dank! 

Video der Woche
Das Musikvideo zu „No Feelings“ von XO. Während man durch die Wasseroberfläche Kois zusieht, die konfus durch den Teich schwimmen und gelegentlich nach Luft schnappen, wird man von dem neuen Lied von Jake und Jeff Turner (unter anderem auch Mitglieder von Say Anything) völlig eingenommen. Wer dringend einmal eine Auszeit braucht, sollte sich dieses hypnotisierende Video ansehen!

http://www.youtube.com/watch?v=9EGSz1yzPec

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