Halbzeitvegetarier, Außerirdische und ein Bernhardiner im Spaßbad

Der zweite Advent steht vor der Tür. Doch das zweite Lichtlein darf nur anmachen, wer auch mitreden kann. Alles Wichtige bekommst du hier auf einem Tablett serviert - zusammen mit den Streichhölzern zum Kerzen-Anzünden.
dorothee-klee

Montag:
Der Sonntagsbraten lag noch schwer im Magen, da haben wir auf jetzt.de Katharina Rimplers Initiative „Halbzeitvegetarier“ vorgestellt. Katharina spricht sich nicht komplett gegen Sonntagsbraten aus, sondern wünscht sich vielmehr, dass sich die Leute mit einem Gleichgesinnten zusammentun und gemeinsam nur noch halb so viel Fleisch essen. In der Topsexliste ging es darüber hinaus um die erste Sex-Schule, die im kommenden Jahr in Österreich eröffnen will, und um einen Adventskalender, für den Bastian Schweinsteigers Freundin Sarah Brandner jeden Tag etwas auspackt...

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Illustration: Julia Schubert


Dienstag:
Nach dem Volksentscheid über Stuttgart 21 steht dem Bahnprojekt nichts mehr im Wege. Doch die Protestler müssen nicht nur die Niederlage einstecken, sondern auch jede Menge Hohn – unter anderem vom Oberbürgermeister höchstpersönlich, wie uns die beiden Filmemacher Lisa Sperling und Florian Kläger am Dienstag im Interview erzählten. Noch mehr Gegenbewegung findet man in einem neuen Buch über die Piratenpartei, das Friederike Schilbach herausgegeben hat. Darin geht sie den Fragen „Wer sind sie? Was wollen sie? Und warum sind sie so erfolgreich?“ nach. Das Buch trägt übrigens den Untertitel „Alles klar zum Entern?“. Diese Frage müsste der Bernhardiner in unserer Danebenjob-Kolumne aus dem Spaßbad mit einem klaren „Ja“ beantworten. Der Vollständigkeit halber sollte noch ergänzt werden, dass er dort auch über Bord gegangen ist – und Danebenjobberin Inga ihn mit aller Kraft aus dem Schwimmbecken zerren musste.

Mittwoch:
Steve Jobs gilt nicht erst seit seinem Tod Anfang Oktober als ein bewundernswerter Visionär. Doch seit dem ist die Nachfrage nach Markenzeichen des Apple-Gründers stark gestiegen. Deshalb hat jetzt auch eine Firma aus dem Schwarzwald alle Hände voll zu tun – denn von dort stammt Steve Jobs’ markante Brille. Vom Schwarzwald ging es am Mittwoch weiter nach München: Dort hat Nadja Schlüter wieder neue Bekanntschaften gemacht, und zwar mit ihren Nachbarn von gegenüber, einem Paar das eigentlich gar nicht dort wohnt und dessen Name auch nicht am Klingelschild steht. Und wo wir gerade in den eigenen vier Wänden angekommen sind: Autorin Juliane Frisse hat alle Argumente in die Waagschale geworfen, um uns dort möglichst schnell wieder herauszubefördern. Sie spricht sich nämlich eindeutig gegen selbstgemachte Geschenke aus und fordert uns auf, in die Stadt zu gehen und etwas Vernünftiges zu kaufen.

Donnerstag:
Von ernst über peinlich bis hin zu unglaublich war am Donnerstag bei jetzt.de alles vertreten. Beginnen wir bei ernst: Was tun, wenn der Mitbewohner seine Miete nicht zahlt? Im „Lexikon des guten Lebens“ erfährst du, ob du als Hauptmieter für deine Mitbewohner einstehen musst. Weiter geht es mit peinlich: Im Vorwahlkampf der Republikaner erlauben sich die Kandidaten seit einigen Wochen immer wieder unfassbare Fauxpas. Und nun kommen wir zu unglaublich: Hat der Bundestag etwa Kontakt zu Außerirdischen? Auf jeden Fall, glaubt eine kleine Gruppe von Menschen, die jetzt auch den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags beschäftigt hat. Da bleibt nur noch zu sagen: Ufos in Sicht!

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Illustration: Julia Schubert


Freitag:
Irgendwo zwischen Freude und Schmerz findet sich der Freitag dieser Woche wieder. In  der Mädchenfrage gingen wir dem Phänomen „Jungs, was war an eurer Pubertät so toll?“ auf den Grund und kamen dabei an schönen wie an schmerzenden Erinnerungen nicht vorbei. Denn es kann ja nicht immer alles perfekt sein. Umso beruhigender ist es doch, wenn es anderen auch so geht. Sarah Kuttner wäre da ein gutes Beispiel. Die Protagonistin ihres neuen Buches empfindet nämlich noch weit über die Pubertät hinaus einen außergewöhnlichen „Wachstumsschmerz“. Wie gut, dass es da zum Aufheitern noch eine schöne Zusammenstellung von Kunst im Internet gab. Das Leben ist doch gar nicht mal so schlecht!

Text: dorothee-klee - Fotos: AP, afp

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