Mordende Veganer, asiatischer Food Porn und Kaffee für Rüdiger

Der Internetanbieter hat dir wegen unbezahlter Rechnungen gekündigt? Du nimmst dich selbst beim Essen auf und hast keine Zeit, um auf jetzt.de zu surfen? Hier kommt der Wochenrückblick.
julian-schmitzberger

Krautfunding
Was die meisten Deutschen mit „Food on Air“ verbinden: Schlabbrige Käse- oder Schinkensandwiches. Viele Koreaner würden möglicherweise mit Assoziationen kontern, die dem Begriff „Food Porn“ nahekommen. Diese unterschiedliche Interpretation liegt nicht etwa an dem Qualitätsunterschied zwischen deutschen und asiatischen Airlines, sondern an einem neuen Trend aus dem Osten: Gastro-Voyeurismus. Die 34-jährige Park Seo-yeon hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und ist mittlerweile einer der Stars der Szene. Täglich stellt sie Live-Streams von sich ins Netz, die sie beim Essen zeigen – ihre Fans finanzieren die Exzesse der jungen Koreanerin durch Microspenden. Das Aus für Instagram?
 
Kohlateralschäden und Vegetotschläger?
Vegetarier und Veganer sorgen dafür, dass Tiere ins Gras beißen müssen – auch im übertragenden Sinne. Das liegt vor allem an etwas, das man „blutige Ausschrotung“ nennen könnte. Nein, damit ist keine radikale Protestform gemeint, die von Menschen betrieben wird, die kein Fleisch essen. Unser aktueller Textmarker zitiert einen Blogeintrag, der belegt, dass auch selbsternannte Besser-Esser für den Tod von Tieren verantwortlich sind. Denn bei der Ernte von Obst und Gemüse landen tausende von Tieren in Erntemaschinen. So einfach kann man das nicht behaupten? Einseitige Argumentation? Stimmt. Deswegen hier die ganze Geschichte nachlesen.

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Illustration: Julia Schubert



Liebe auf den ersten „Klick“?
Ein japanischer Dessoushersteller hat einen BH erfunden, der sich fast automatisch öffnet. Ein Freibrief für Schwerenöter? Falsch gedacht: Was früher noch mit echten Gefummel zu bewältigen war, funktioniert bald nur noch über echte Gefühle. Der High-Tech-Büstenhalter springt – klick – nämlich nur dann auf, wenn der Herzschlag der Trägerin darauf schließen lässt, dass sie sich gerade verliebt hat. Mehr Balsam für Zwerchfell und Libido hat dir Merle Kolber in unserer neusten Topsexliste zusammengestellt.

Rote Zahlen
Mahnung, Mahnung, Werbung, Mahnung, Werbung, Brief von Mama und Papa, Werbung, ein Schreiben von der Lotterie? – Verdammt, doch nur Werbung. Wenn die Ausbeute deines Briefkastens so oder ähnlich aussieht, drängt sich dir vielleicht auch die Frage auf, was passiert wenn man seine Rechnungen nicht bezahlt. Das Lexikon des guten Lebens führt zwar noch keinen Eintrag zu „Wie die Flucht nach Mexiko gelingt“, behandelt dafür aber genau diesen Fall.

Die Nächste, bitte
Wisch nach links, wisch nach links, links, rechts, links, links, naja, eigentlich war die ja irgendwie süß, links, rechts. Wenn dein Alltag so oder ähnlich aussieht, bist du wahrscheinlich Hausmeister. Oder du hast die Smartphone-App „Tinder“ für dich entdeckt - unser Autor Jan Stremmel ist jedenfalls süchtig. Warum er trotz Gesichtsfaschismus weiterwischt, erfahrt ihr hier.

Die Nicht-Wichser
Die Karten für die „NoFapper“ stehen gut. Die letzte große Bewegung, bei der überwiegend Männer das sagen hatten und die rechte Hand von hoher Bedeutung war, floppte ziemlich. Alexander Rhodes, Gründer der „NoFap“-Community, die Stimmung gegen Masturbation und Porno-Konsum macht, behauptet durch seine Abstinenz Superkräfte zu besitzen. Mehr könnt ihr in unserem Interview mit dem 24-jährigen Programmierer erfahren.

Kaffee für Cave
Es gibt viele Firmen im Dienstleistungssektor mit ungewöhnlichen Namen: Rechtsanwälte Böser und Macht, Getränkegroßhandlung Rausch, Tanzschule Hinkelbein, Nagelstudio Manuela Pfotenhauer oder Gärtnerei Übelhack. Was aber, wenn Menschen mit ungewöhnlichen Namen auf Dienstleister treffen? jetzt.de-Autor Jakob Biazza erklärt im Alltagsduell „Starbucks-Mitarbeiter vs. ungewöhnliche Namen“ warum man den Namen Uschi und Rüdiger wieder mehr Beachtung schenken sollte.

Emünchicons
Jaja, die immer mit ihrem Münchenkram da bei jetzt.de, dabei wohn ich doch in Elmshorn, denkst du dir jetzt. Aber du musst schon zugeben, auch als Nichtmünchner ist unser Emoticon-Rätsel gar nicht so unlustig. Oder? Lass dir sagen: Die Idee zählt! Und beim nächsten Schülerzeitungsmeeting darfst du uns die Idee auch gern klauen. Aber wehe du machst ein Bestsellerrätselbuch draus und wir kriegen KEINE Tantiemen!


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