Ratternde Rollkoffer und Friseurfrisuren

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Montag
Montag war auf jetzt.de Hauptstadttag. Versprochen, es geht nicht um den Willy-Brandt-Flughafen und wann er denn nun wirklich eröffnet! Das wissen wir ja schließlich auch nicht. Stattdessen sind wir dem insbesondere in Kreuzberg und Neukölln seit einiger Zeit verbreiteten Rollkoffer-Hass nachgegangen. Denn nach den zähneknirschend eingebürgerten Schwaben und Yuppies sehen manche Berliner das authentische Kiezleben nun von einer neuen Gefahr bedroht: den Touristen. Die Feindseligkeiten gehen so weit, dass sich nun andere Einheimische schon gegen den Besucherhass wehren. Außerdem haben wir mit Simina Grigoriu gesprochen. Der sorgsam produzierte Lärm der Wahl-Berlinerin und Ehefrau von Paul Kalkbrenner sorgt nämlich zunehmend und clubübergreifend für Furore. Und es gab noch einen Scharniggschen Hauptsatz, diesmal aus der Küche, der nicht nur in Berlin von Zeit zu Zeit fällt: "Das kann man ja auch noch kalt essen."

Dienstag
Trommelwirbel und Konfettiregen, die Gewinnerin unseres Sommer-Schreibwettbewerbs steht fest: Siegerin ist die 20-jährige Kira mit ihrer Geschichte über ein Mädchen, das andere Sorgen hat, als ins Schwimmbad zu fahren. Christian Helten hat mit ihr über das Schreiben, den Sommer und Überraschungen gesprochen. Trommelwirbel und Konfettiregen wären auch für die sehr lecker anmutenden Eiskreationen von jetzt-Userin anagramm angemessen gewesen, die sich diese Woche die Mütze des Kosmoskochs aufgesetzt hat. Hier entlang zu Shortbreadeis und Fressnarkose. Wenig Fame hat sich dagegen jetzt-Autor Martin Schneider eingehandelt: Er versuchte sich als klischeehafter deutscher Urlauber, indem er mit einem Handtuch seine Strandliege reservierte - und war dabei ziemlich hin- und hergerissen. Außerdem gab's noch den zweiten Teil unserer Gesprächsrunde zu lesen, zu der jetzt.de junge Vertreter von Parteien, Kirchen und Organisationen eingeladen hat. Diesmal ging es um die Zukunft der Bürgerbeteiligung und Liquid Democracy.

Mittwoch
Mariä Himmelfahrt und in Bayern ein Feiertag. Deswegen kurze Verschnaufpause auf jetzt.de.

Donnerstag
Unser wöchentlicher München-Tag. Diesmal wollten wir von jungen München-Besuchern wissen, welche Postkarten sie verschicken, wem sie eine Karte schreiben und was sie darauf von ihrer Zeit in der Stadt notieren. Außerdem sind wir schon ein wenig traurig über die Nachricht, dass das Atomic Café die vertrauten Räumlichkeiten in der Neuturmstraße verlassen wird. Deshalb hat Max Scharnigg in einem Zwischenruf dem Glitzervorhang und den Kloflur-Grazien vom Atomic gehuldigt: München leuchtete orange. En top nicht nur in München, sondern universell gültige Erklärungen auf jetzt.de: Das Lexikon des guten Lebens weiß Rat, wie du kochen lernst. Und Friedemann Karig erläutert das geheime Gesetz der Friseurfrisur.

Freitag
In unserem Textmarker empfehlen wir euch einen Essay von dem US-amerikanischen Comedian Chris Gethard dringend zur Lektüre. Der Text ist kein schneller Zwischendurchlesehappen, sondern eher was für den Samstagnachmittag am See, dafür sehr lohnend. Chris Gethards Botschaft: Lieber Angst haben zu scheitern als selbstzufrieden sein. Wenn du gerade nicht so viel Muße hast, hätten wir aber noch drei andere Leseempfehlungen. Erstens die Vorstellung unseres aktuellen Netzteils, der Pixelmaske: Bislang begegnet man ja verpixelten Mitbürgern nur im Netz. Von nun an könnte es einem aber passieren, dass einem so ein Gesichtsloser auch auf offener Straße über den Weg läuft, denn der Berliner Künstler Martin Backes verkauft eine verpixelte Maske für den modebewussten Paranoiker. Zweitens und noch modischer die letzte Folge der Anziehzweifel-Kolumne von Mercedes Lauenstein. Zum Abschluss geht es um das ewige schlechte Gewissen, zu viel Geld für Klamotten auszugeben. Und drittens das Portrait eines Rebel with a Bauch.

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