Das Geld muss dir dienen, nicht du dem Geld, sagt Sebastian, 27, Produktentwickler aus Gilching

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Was hast du gelernt oder studiert? Ich habe Maschinenbau & Management an der TU München studiert. Wie oder warum hast du dich damals für den Weg entschieden? Wie: Ich habe Beschreibungen verschiedener Studiengänge im Internet durchgelesen und mit meinen eigenen Interessen verglichen. Warum: Ich wollte nicht sofort in einen determinierenden Beruf mit wenig Freizeit einsteigen, sondern mir möglichst viele relevante Optionen offen halten und neue eröffnen. Die Aussicht auf größere Freiheit in der Berufswahl nach dem Studium und die Partyzeit während des Studiums waren dannausschlaggebend. Was machst du heute beruflich? Ich bin Produktentwickler bei einem internationalen Handelshaus für Photovoltaikkomponenten und -kraftwerke. Ich entwickle Montagesysteme für Photovoltaikanlagen und bewerte Produkte der Mitbewerber. Das bedeutet zu 70 Prozent einen Bürojob und zu 30 Prozent Reisen und selbst Hand anlegen. Würdest du dich aus heutiger Sicht wieder so entscheiden? Ja, aber dann mit einem Auslandssemester oder einem längerem Auslandsaufenthalt mehr. Welchen Rat würdest du Schülern mitgeben, die 2010 die Schule abschließen? Nehmt euch genug Zeit, um raus zu finden, was ihr wirklich wollt. Kein anderer kann es für euch entscheiden. Eine lange Reise hilft, die aberzogene Selbstverantwortlichkeit zurück zu gewinnen. Macht euch keine Sorgen um Geld. Es ist dazu da, um uns zu dienen und nicht wir ihm. Finanzielle Sicherheit ist eine Illusion. Reiche sind ängstlicher als Arme, weil sie tiefer fallen können. Sicherheit erlangt man durch ein freundschaftliches Netzwerk zu Menschen, die echte Wertschöpfung betreiben. Menschen, die nicht wollen, finden Gründe. Menschen, die wollen, finden Wege.

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