Vergiss nicht den Zufall und das Glück, sagt Sabine, 26, Promotion Manager Music aus Bochum

Was hast du gelernt oder studiert? Ich habe nach dem Abitur an der FH Gelsenkirchen den Bachelorstudiengang „Journalismus & Public Relations“ studiert.
jetzt-Redaktion

Was hast du gelernt oder studiert? Ich habe nach dem Abitur an der FH Gelsenkirchen den Bachelorstudiengang „Journalismus & Public Relations“ studiert. Wie oder warum hast du dich damals für den Weg entschieden? Eine wirklich bewusste Entscheidung war das damals nicht. Ich wusste, dass ich studieren will und habe mich für diverse Sachen beworben, unter anderem auch für Jura und Lehramt. Journalismus oder die Öffentlichkeitsarbeit waren nicht wirklich mein Traum. Ehrlich gesagt hatte ich nie einen. Ich habe mir damals viele Gedanken gemacht - was kann ich gut, was mag ich gerne, was finde ich spannend. So hatte ich eine Auswahl an möglichen Studiengängen. Ich fand die Inhalte des Bachelorstudiengangs an der FH sehr interessant und hatte Glück, dass ich mit meinem NC direkt angenommen wurde - und dass mir die FH Gelsenkirchen am schnellsten eine Zusage geschickt hat. Was machst du heute beruflich? Durch weitere glückliche Zufälle bin ich bei einem Vertrieb für Tonträger gelandet und arbeite dort in der Inhouse-Promo-Abteilung. Konkret heißt das: Ich betreue Künstler und versuche diese und ihre Alben in den Medien unterzubekommen, damit möglichst viele Menschen darüber lesen oder davon hören können. Würdest du dich aus heutiger Sicht wieder so entscheiden? Generell bin ich kein Mensch, der seine Entscheidungen bereut. Ich weiß nicht, wie ich in zwei, drei oder fünf Jahren denke, aber zurzeit bin ich glücklich und zufrieden und mein Job macht mir Spaß. Manchmal denke ich daran, wie ich in der Oberstufe auch mal Maschinenbau studieren wollte, weil ich eigentlich immer recht gut in Mathe war und es mir sinnvoll schien, das dann auch nachher im Beruf zu machen. Aber ich glaube, dann würde mir ein sehr wichtiger Teil fehlen - nämlich der Spaß und die Begeisterung, mit der ich (meist) meine Arbeit mache. Welchen Rat würdest du Schülern mitgeben, die 2010 die Schule abschließen? Es wird nicht einfacher, einen Beruf zu finden, der einem Spaß macht und einen auch noch finanziell über Wasser hält. An sich sollte man immer zusehen, sich selbst und seinen Fähigkeiten zu vertrauen. Zudem sind Praxiserfahrungen mittlerweile nicht nur wichtig, sondern zum größten Teil unerlässlich. Sprich: Praktika machen, Nebenjob suchen, am Ball bleiben und flexibel sein. Aber im Endeffekt kommt es eh immer auf die Person und deren Ansprüche an; und zu guter letzt auch auf ein paar Zufälle und ein wenig Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.

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