Das neue jetzt-Magazin: Welche Arten von Besitz gibt es?

Am Montag in der SZ: ein Magazin über das Haben und Nichthaben.
cover heft

Schober und Schröder treffen sich zufällig beim Mittagessen. Sie waren vor langer Zeit in der Schule befreundet, jetzt sind sie Karrieretypen Mitte 40, tragen Anzüge und laufen sich zufällig beim Business Lunch über den Weg. „Meeensch, wie geht’s?“, fragt der eine - und der andere antwortet, indem er drei Fotos auf die weiße Tischdecke knallt, zusammen mit drei in angeberischem Tonfall gesprochenen Worten: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot!“

Seit die Sparkasse 1998 mit diesem Spot warb, ist der Satz Kult geworden. Gleichzeitig wirkt er heute, fast 20 Jahre später, sehr fremd. Weil das Posen mit Statussymbolen, das Sichdefinieren über Besitz inzwischen ganz anders funktioniert - wenn es außerhalb von Bling-Bling-Rapper-Kreisen überhaupt noch funktioniert. Denn 1998, da gab es noch keine Sharing Economy, keine allumfassende Digitalisierung, keine Generation Y.  

Die Geschichten in diesem Heft - und noch weitere in unserem Online-Schwerpunkt auf jetzt.de - -suchen deshalb Antworten auf die Frage, was Besitz für junge Menschen heute eigentlich bedeutet. Was wollen wir wirklich haben? Wie wichtig ist uns Konsum, und woher kommt unsere Liebe zum Minimalismus? Wie gehen wir mit den zum Teil verheerenden Folgen um, die unser Lebensstil für Menschen in Schwellenländern hat? Was bedeutet Besitz in einer Beziehung?

Schober und Schröder würden sich über vieles, was in diesen Geschichten steht, wahrscheinlich wundern. Und wahrscheinlich ist das auch ganz gut so.

Oder hier das Magazin durchblättern:

  • teilen
  • schließen