Das ist...Rapper Parham Vakili, der die Islam-Debatte auf den Punkt bringt

Und der dafür gerade sehr gefeiert wird.
Von Max Sprick

Das ist... 

Parham Vakili, 26, der sich "PA Sports" nennt, als Rapper demnächst sein fünftes Album rausbringt und gerade viral geht mit dem Interview, das er TV Strassensound gegeben hat. Darin sollte es eigentlich um den umstrittenen Rapper SadiQ gehen, der radikal-muslimische Ansichten vertritt und den Dschihadismus verherrlicht. PA Sports nutzte das Interview aber für eine Abrechnung mit religiösem Fundamentalismus und Nationalismus.

Der kann... 

... ziemlich wütend werden, wenn ihn jemand auf Facebook nach seiner Herkunft oder seinem Glauben fragt. "Weißt du, was ich dann am liebsten immer schreibe?", fragt PA Sports den Interviewer. "Ich bin das Gegenteil von dem, was du hören willst. Was ist jetzt? Magst du mich jetzt nicht mehr?" Gleich zu Beginn des Video-Ausschnitts stellt der Rapper nämlich klar: "Ich hasse nationalistische Menschen. Ich hasse diese Menschen, die nichts anderes in ihrem Leben haben als 'Das ist meine Flagge, das ist mein Land'."

Der kommt... 

... aus Essen. Und ist der Sohn iranischer Akademiker, saß wegen des Vorwurfs schweren Raubs im Knast, rappt seit er zwölf Jahre alt ist und wurde von Eko Fresh wenig später für dessen Label entdeckt. 

Der geht... 

... mit seinen, zugegebenermaßen teils auch sehr pathetischen, Aussagen ziemlich ab. "Ich bin ein Muslim. Bist du ein Jude? Das interessiert mich nicht. Ich ess mit dir, ich trink mit dir", sagt PA Sports. Er ist Muslim und vielleicht, wenn ein anderer ihm sehr am Herzen liegt, versucht er demjenigen seine Religion näher zu bringen. Aber nicht mehr. "Wenn ich dein Herz damit nicht erreichen kann, soll ich dich jetzt hassen?", fragt er. "Soll ich dir jetzt den Kopf abschneiden?" Soll und wird er natürlich nicht – seine Ablehnung gegen Gewalt formuliert er später aber auch selbst: "Ich bin gegen alles, was einem Menschen das Recht gibt, eine Pistole in die Hand zu nehmen und jemanden zu erschießen."

Wir lernen daraus... 

... dass Sätze wie "Meine Nation ist Mensch. Mein Land ist die Welt. Mein Glaube ist eine Sache zwischen mir und Gott" ganz schön einfach klingen mögen, aber gleichzeitig auf den Punkt treffen, was in der Diskussion um religiösen Hass viele Menschen zu vergessen scheinen.