Der Sonntag mit... Joel Ameloot, Musiker

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Name: Joël Ameloot
Alter: 30
Geburtsort: Frankfurt am Main
Wohnort: Offenbach am Main
So erkläre ich meinen Job meiner Oma: „Ich reise, ich darf Dichten, und viel Bewegung ist auch dabei. Und geistig kann ich davon sehr gut leben."
Mein Liebster Wochentag: Wochentage spielen für mich immer weniger eine Rolle. Oft weiß ich nicht mal, welcher Tag gerade ist.
Aktuelles Projekt: Die Veröffentlichung des Debut-Albums "Rush Hush" mit NEWMEN.

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Illustration: Julia Schubert


00.01 Uhr: Schorsch Kamerun hat soeben seinen Vortrag im Robert Johnson beendet. Mal sehen, was die Nacht sonst noch so bringt. Ich habe mich fürs Wachbleiben entschieden, statt den Sonntag ausgeschlafen erst ein paar Stunden später zu beginnen. Wahrscheinlich sollte ich jetzt wenigstens einen guten Plan haben, wenn ich heute schon alles für die Nachwelt festhalte. Stattdessen genieße ich es einfach, nachdem ich zwei Wochen unterwegs war, wieder in Frankfurt zu sein und mich mit Freunden durch die Nacht treiben zu lassen.

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00.45 Uhr: Ich bin mit Freunden und zwei meiner Bandkollegen im Frankfurter Bahnhofsviertel verabredet. Kurz bevor ich zu ihnen stoße, gönne ich mir noch einen kleinen Tee.

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01:10 Uhr: Bier und Salzstangen in der Terminusklause.

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02:45 Uhr: Nach einem Herrengedeck sind wir in den frisch wiedereröffneten „Kunstverein Lola Montez" im Frankfurter Ostend weiter gezogen. Die Party hier ist ganz nett. Die rote Diskokugel im Betonmantel auch.

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03:10 Uhr: Ich mag Blumen. Und ich mag es, auf einem Foto mit Blumen zu sein.

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03:30 Uhr: Das sind zwei meiner Bandkollegen bei NEWMEN, die heute Nacht auch mit mir unterwegs sind. Wir haben zufällig unseren Freund und Fotografen Erik Pfeiffer getroffen, der spontan Lust hatte, den Auslöser zu drücken.

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04:45 Uhr: Wir haben die Party gerade verlassen. In der U-Bahn stellen wir unser Musikvideo nach. Das heißt: Wir versuchen es.

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05:30 Uhr: Es ist mittlerweile hell geworden. Wir haben uns den Sonnenaufgang von der Zugbrücke aus angesehen. War unspektakulärer als gedacht. Aber trotzdem schön. 06:00 Uhr: Wieder im Bahnhofsviertel. Doch diesmal nur als Transitstation. Next Stop......

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06:30 Uhr: ...... Main. Wir sitzen am Wasser. Wir hören Musik auf unseren Handys, bis sie alle nach und nach ausgehen. Sitzen fast zwei Stunden. Es ist schön wieder in Frankfurt zu sein.

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08:15 Uhr: Ich bin wieder zu Hause. Hab mir schnell zwei Brötchen geholt, von denen ich aber gerade so eins schaffen werde. Ich gehöre ins Bett.

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15:00 Uhr: Ich kann mich noch nicht damit anfreunden, das Bett zu verlassen. Stattdessen schaue ich mir Bands als Legofiguren an und frage mich, wie wir wohl aussehen würden.

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16:45 Uhr: Ich hab mich aufgemacht, um im Kiosk ein par Nudeln zu kaufen. Ich habe später noch Bandprobe, und trotz des verschobenen Tagesablaufs will ich wenigstens normal essen. Auf dem Weg dahin entdecke ich den hier. Irgendwie find ich sieht der mir ähnlich. Denke ich.

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Illustration: Julia Schubert


17:30 Uhr: Auf dem Rückweg fällt mir ein Poster auf!

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18:30 Uhr: Nichts Spektakuläres. Aber Tortellini mit Sahnesauce sind immer was Feines!

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20:20 Uhr: Ich bin mit meiner Band im Proberaum. In ein paar Tagen kommt unsere Platte „Rush Hush" raus und es stehen einige Konzerte an. Der Sonntag neigt sich dem Ende zu. Zum Glück mit Musik. 

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