Der Sonntag mit ... Markus Herrmann, Blogger

Kein Tag in der Woche ist so frei wie der Sonntag. Für jetzt.de dokumentieren interessante Menschen diesen Tag in Bildern. Diese Woche: Markus Herrmann, Blogger und Buchautor. Er verbringt ihn mit Drachensteigen - und beim Tätowierer!
franziska-marr

Name: Markus Herrmann, kurz "Herm"
Alter: 27
Geburtsort/Wohnort: Geboren in Friedrichroda in Thüringen, mittlerweile wohnhaft im letzten, nicht sanierten Wohnhaus in Prenzlauer Berg.
So erkläre ich meinen Job meiner Oma: Ich komme eh nie zur vollständigen Erklärung, da mir meine Oma immer ins Wort fällt, um zu fragen, ob ich noch etwas trinken oder essen möchte.
Mein liebster Wochentag: Der Samstag. Ruhe wie am Sonntag, verbunden mit Tatendrang wie am Dienstag.
Aktuelle Projekte: Das, ähm, "Langzeitprojekt" Blog unter www.hermsfarm.de, ein neues Buch fürs nächste Jahr schreiben und rein beruflich natürlich jede Menge tolle Dinge für die Manege des Wahnsinns. Ach und überhaupt träume ich schon seit langem von einer eigenen Kiosk-Bude mit Süßigkeiten aus aller Welt und - Achtung - Flipperautomaten!

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Illustration: Julia Schubert

9:02 Uhr:  Ich habe zwei Möglichkeiten. Entweder verlebe ich jetzt einen Sonntag wie jeden gewöhnlichen und mache über den Tag verteilt 10 Fotos von mir und Snacks, die ich wie ein Eichhörnchen im Winter rund um mein Bett verteilt habe. Oder aber ich mache jetzt wirklich viel, damit es gut aussieht, wenn meine Mutter nach mir auf Google sucht und eines Tages auf diesen Artikel stößt. Also: Aufstehen!

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Illustration: Julia Schubert

9:32 Uhr: Nein doch noch nicht so ganz aufstehen. Es ist schließlich ein schwieriger Sonntag. Gar ein schwieriges ganzes Wochenende, denn es herrscht Bundesligapause, was erhebliche Lücken in mein logistisches Wochenende, wie auch meine Seele reißt. Diese Lücken gilt es erstmal mit „GTA V“ zu füllen. [Dieser Beitrag wird ihnen präsentiert von „Ausreden, um GTA V zu spielen“]

10:07 Uhr: Ich repariere das Handy meiner Freundin durch reinpusten. Ein Wunder! Zuletzt hatte das bei meinen Nintendo64 Spielen funktioniert. Muss ein guter Tag werden.

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Illustration: Julia Schubert

11:37 Uhr: Der Körper kommt langsam auf Touren. Um sich auf ein normales, menschliches Level zu hieven, braucht er Zucker. Diesen bekommt er in Form von Cupcakes und Hausarzt Dr. Pepper.

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Illustration: Julia Schubert

12:47 Uhr: Einmal angetan von dieser ganzen Herbstromantik, dem ganzen Sonntags-Hach und überhaupt zieht es einen ja wie magisch zu Flohmärkten hin. Berlin hat mehr als genug davon, leider ist bei 80% davon mehr los als auf einem Facebook-Server. Man schwankt die ganze zeit zwischen „Schön!“ und „Auawiesobinichüberhaupthier?!?!“.

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Illustration: Julia Schubert

12:58 Uhr: Irgendwas schönes findet sich ja immer. Zum Beispiel diese Armee aus Plastik.

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Illustration: Julia Schubert

13:21 Uhr: Mein erfolgreicher Einkauf des Tages war ein nagelneuer Kunstdruck des Berliner Künstlers Mateo.

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Illustration: Julia Schubert

13:55 Uhr: Ich sprach ja bereits schon von der Herbstromantik. Überhaupt wird der Herbst in meinen Augen vollkommen unterschätzt! Ein (auch für mich bis dato) längst vergessener Vorzug des Herbstes: Drachen steigen lassen! Nach 15 Jahren Pause habe ich mir wieder einen zugelegt, woop woop!

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Illustration: Julia Schubert

14:07 Uhr: Und siehe da, es funktioniert sogar noch! Sämtliche Reflexe von damals habe ich noch drauf und bekomme den Drachen gekonnt in die Luft …

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Illustration: Julia Schubert

14:19 Uhr: Aus der Höhe ungefähr ist vor einem Jahr auch der Felix Baumgartner runter gesprungen. Also in etwa. Mindestens!

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Illustration: Julia Schubert

14:31 Uhr: Nicht alle Anwesenden auf dem Gelände des ehemaligen Tempelhofer Flughafens scheint das zu beeindrucken. EY!

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Illustration: Julia Schubert

18:03 Uhr: Hoffentlich haben die ganzen Endorphine vom Drachensteigen nicht das Blut verdünnt, denn am Abend stand noch ein Tattootermin an.

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18:23 Uhr: Auch hier gilt die Devise: Nichts geht ohne Snack! Ich zitiere Alf: „I live from moment to moment, from snack to snack.“

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Illustration: Julia Schubert

20:10 Uhr: Fertig ist der Fuchs! Ich hab ihn auf den Namen “Ozzy” getauft und er ist mein kleines heimatliches Stück Thüringer Wald, was ich ab jetzt immer mit mir umher trage.  Wer auch so was Schönes haben mag, sollte sich hier mal umschauen.  

22:00 Uhr: Wie jede Woche beende ich meinen Sonntag mit einer Verfolgungsjagd durch die Stadt, einem Heavy Metal Konzert und generell jeder Menge Explosionen. Leider war da aber schon der Akku meiner Kamera leer. Sorry!



Text: franziska-marr - Fotos: privat

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