Der Sonntag mit... Maxim

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http://www.youtube.com/watch?v=oqSsrVscmyw&list=PLd8ST6t3FkGhSmTpNQY9VXacDXSjn3alk

Name: Maxim
Alter: 32
Geburtsort: Siegburg
Wohnort: Köln
So erkläre ich meinen Job meiner Oma: Ich schreibe Songs, so wie Schlager, nur viel deprimierender.
Mein Liebster Wochentag: alle außer Montag.
Aktuelles Projekt: Mein Livealbum "Staub Live".

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Illustration: Julia Schubert



Letztes Jahr wurde ich an einem gewöhnlichen Sonntag entweder im Nightliner oder in einem Hotelzimmer wach. Diesen Sonntag ist es das Hotelzimmer. Muss ich nicht fotografieren, sehen alle gleich aus. Taxi nach Tegel, Flugzeug, beten. Ja, kurz vor Start werde ich immer ein Mann Gottes. Das liegt daran, dass ich denke, ich würde abstürzen, wenn ich mich nicht mit der Möglichkeit eines grausamen klaustrophobischen Todes in einem fliegenden Rohr auseinandersetze. Ob ich mich bei Gott bedanke, wenn wir heil gelandet sind? Nur bei langen Flügen.

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Illustration: Julia Schubert



Taxi nach Hause, vierter Stock Altbau, Müll runter, wieder hoch... Ich muss mehr Sport machen.

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Illustration: Julia Schubert



Mein Kühlschrank kennt die Wahrheit.  

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Illustration: Julia Schubert



Ich habe einen Deal mit meiner Vermieterin. Ich helfe beim Gießen, dafür darf ich auf ihrer Dachterrasse rumhängen - guter Deal!  

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Illustration: Julia Schubert



Kurz chillen unter der Kölner Flagge!  

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Illustration: Julia Schubert



Eine Frage, die mich sonntagmorgens fertigmacht: Welches ist das beste Asterix-Heft?

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Illustration: Julia Schubert



Am zweiten Tag erschuf Gott „Boardwalk“ Empire und Toasties... Aber nur eine Folge, ich schwöre!

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Illustration: Julia Schubert



Ab der zweiten Folge spuckt mir mein schlechtes Gewissen Bilder wie dieses vor mein inneres Auge. Ich sollte Laufen. Danach fühlt man sich immer besser.

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Illustration: Julia Schubert



Außerdem sollte ich Zähne putzen.

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Illustration: Julia Schubert



Gewissen spuckt.

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Illustration: Julia Schubert



Songs schreiben. Der letzte Gute ist sehr lange her. Wirklich entspannen kann ich mich eigentlich nur in einer Zeitspanne von etwa 4 bis 12 Stunden, nachdem ich einen Song geschrieben habe. Ich sollte also einfach aufstehen, meinen Arsch in das Zimmer nebenan bewegen und schreiben. Genau das und nichts anderes MUSS ich tun und werde ich auch tun... aber vorher gucke ich noch eine allerletzte Folge, ich schwöre!

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Illustration: Julia Schubert



Dabei fällt mir ein: Ich könnte mal wieder Reisnudeln machen.

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Illustration: Julia Schubert



Insgesamt fünf Folgen später: Man wird ja wohl auch mal einen Tag chillen dürfen! Das ist bloß ein dämlicher Sonntag. Hätte ich mich gestern besoffen, wie alle anderen auch, dürfte ich besten Gewissens hier liegen und glotzen, bis ich Depressionen kriege. Dann hätte ich es mir verdient durch Saufen und hätte ja auch was zu tun, nämlich Kater. Nur weil ich stocknüchtern bin, muss ich jetzt Malochen oder was? Du Scheißgewissen. Saufe ich eben jetzt. Was machste dann?

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Illustration: Julia Schubert



DVD-Menü-Dauerschleife, dunkel, Uhr sagt 23:12. Das heißt DVD-Menü-Dauerschleife seit fünf Stunden. Wenn man Schlaf irgendwo kaufen könnte, wären die letzten fünf Stunden aus einem fiesen 1,- Euro Laden am Bahnhof. Sonntag, du Arschi - versprichst immer die Welt und hältst nix davon.

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Illustration: Julia Schubert



Ich kippe das Glas Rum, von dem ich drei Schluck hatte, weg und schwinge mich an die Tasten. Wird eben doch geschrieben!                         

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