Feuchte Träume in Schwarz-Gelb oder: So wird die Woche ab dem 27. September

Manchmal ist es besser, Dinge vorher zu wissen. Deshalb schreiben wir hier einmal die Woche auf, was wichtig wird.
julia-finger

Wichtige Termine: Am Sonntag ist Tag der deutschen Einheit. In Bremen findet eine große Feier statt – und der neugewählte Bundespräsident Christian Wulff wird seine erste große Ansprache halten. Außerdem... beginnt am Montag im Jüdischen Museum in Berlin die größte Ausstellung über Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus. Popkulturelle Notiz der Woche: Künstler Antoni Gaudí wurde in Barcelona von einer Straßenbahn angefahren, vertieft in die Pläne der Sagrada Familia. Weil er sich seit Wochen mit nichts anderem mehr beschäftigt und deswegen auch nicht geduscht oder seine Kleidung gewechselt hatte, dachten Passanten, er wäre ein Obdachloser und brachten ihn nicht ins Krankenhaus. Als die Menschen realisierten, dass es sich bei dem angeblichen Obdachlosen um Gaudí handelte, wollte dieser nicht mehr ins Krankenhaus gebracht werden und starb. Kino: Westdeutschland, 1968: Reinhard Zumpe verlässt als 21-Jähriger sein konservatives Elternhaus, um in der DDR Freiheit und Glück zu suchen. Acht Monate später begeht er Selbstmord – bis heute weiß niemand warum. Was ist mit meinem Bruder in den acht Monaten passiert, dass er nur noch Suizid als Lösung gesehen hat, fragt sich Regisseurin Angela Zumpe in dieser Dokumentation, die gleichermaßen die Biografie ihrer eigenen Familie ist. In Transit rekonstruiert Zumpe die möglichen Stationen im Leben ihres Bruders. Entdeckung im Supermarkt: Ein Berliner, der seine zwei Biere in 1- und 2-Cent-Stücken bezahlt hat. Trivialwissen der Woche: Der Hintern braucht mehr Zeit in der Sonne als der restliche Körper, um braun zu werden. TV-Erkenntnis: Mia Farrow soll Frank Sinatra verlassen haben, um „Rosemary’s Baby“ drehen zu können. Sinatra hatte andere Filmpläne mit ihr. Link der Woche: Ein Norweger hat einfach mal Freddie Mercury imitiert. Nichts Besonderes, denkst Du? Oh doch – und nicht nur weil er aussieht wie Oliver Pocher.

Jahrestag der Woche: Vor 40 Jahren und ein paar Tagen starb Jimi Hendrix im Samarkand Hotel in London. Um daran auf geschmacklose Weise zu „erinnern“, bietet das Hotel mittlerweile eine Hendrix-Suite an. Nummer 1 der Singlecharts: Eminem und Rihanna mit „Love The Way You Lie“. Politisches Thema: Am Montag heißt es: ein Jahr Schwarz-Gelb. Ob wirklich jemand diesen Geburtstag feiern wird? Wichtigste Elternsorge: Wird mein Kind Daniela Katzenbergers Augenbrauen bekommen? Hoffentlich bald vorbei: Wann werden die Menschen endlich verstehen, dass SMS-Sprache („lol“, „hdl“, „w/“, „desw.“ und so fort) unhöflich, dämlich und vor allem uncool ist? Das sagte ein Prominenter: „An Jack – feuchte Träume, Jordan“ – Katie Price auf einer Autogrammkarte an einen 13-Jährigen. „Ich wollte bloß ein Autogramm. Ich habe bereits Autogramme von Patrick Moore, Brian May und anderen gesammelt – und keiner hat je sowas Gemeines geschrieben“ – Jack McBirney, 13 Jahre alter Bücherfan und Autogrammsammler

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