Frost im Film: So wird die Woche ab dem 02. Februar

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Wichtige Termine: In Berlin beginnt am Donnerstag die Berlinale. In diesem Jahr steht das Filmfest im Zeichen des Mauerfalls vor 20 Jahren. Gezeigt wird unter anderem eine Sonderreihe mit dem Titel "Winter adé - Filmische Vorboten der Wende". Kino: Nach seinem Rücktritt 1974 wegen des Watergate-Skandals hüllt sich US-Präsident Richard Nixon in Schweigen. Erst drei Jahre später lässt er sich auf ein TV-Duell mit dem britischen Talkmaster David Frost ein. Nixon glaubt, den als wenig schlagfertig bekannten Journalisten mühelos zu beherrschen. Doch vor laufenden Kameras erweist sich Frost als bestens vorbereitet. Ron Howards Oscar-Favorit Frost/Nixon basiert auf dem legendären Original-Interview von 1977. Entdeckung im Supermarkt: Im Gemüseregal gibt es nun auch Tomaten mit schickem Pelz. Trivialwissen der Woche: Wenn ein amerikanischer Regisseur einen Film dreht, mit dem er aber aus Eitelkeit oder politischen Gründen nicht in Verbindung gebracht werden will, steht im Abspann das Pseudonym Alan Smithee, ein Anagramm aus „The Alias Man“. Der falsche Name ist streng reglementiert, vor Verwendung muss ein Antrag bei der Directors Guild of America, der Gewerkschaft für Regisseure gestellt werden. Tony Kaye zum Beispiel, Regisseur des Films American History X, durfte den Namen Smithee nicht einsetzen. Kaye wollte seinen eigenen Namen nicht im Abspann sehen, weil Hauptdarsteller Edward Norton den Film nach offiziell abgeschlossener Post-Production nochmal umschneiden ließ, um mehr Spielzeit zu erhalten. TV-Erkenntnis: Harald Schmidt und Oliver Pocher wirken in ihrer ARD-Show wie ein unglückliches Ehepaar, das in Scheidung lebt, sich aber noch dieselbe Wohnung teilen muss. Zum Glück läuft der Mietvertrag im April aus. Unbedingt machen: Altes Kettcar aus Kindertagen beim Händler abgeben und von der Abwrackprämie einen neuen Dacia kaufen.

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Illustration: Julia Schubert

Welche Alben erscheinen? Die britische Skandal-Göre Lily Allen veröffentlicht am Freitag ihr zweites Album It’s Not Me, It’s You. Mehr als zwei Jahre baute die 23-Jährige an dem thematisch großen Liederpool: Rassismus, Altersdiskriminierung, Ruhm, Drogen, der 11. September, vorzeitige Ejakulation und, klar, die Liebe sind einige der vielen Alltagsgedanken, die Lily Allen auf ihrer neuen Platte besingt. Wichtigstes politisches Thema: Am Dienstag beraten EU-Rat und -Kommission in Straßburg abschließend über die Wiedereingliederung der Gefangenen von Guantánamo. Nummer 1 der Singlecharts: Neu eingestiegen und sofort auf Platz 1: James Morrison und Nelly Furtado mit „Broken Strings“.

Text: julia-finger - Bild: lilyallenmusic.com

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